Türkei: Tausend Kinder müssen nach Schulmilch-Verzehr ins Krankenhaus

Sie litten an Übelkeit und heftigen Bauchschmerzen: Mehr als tausend Schulkinder musste in der Türkei in Krankenhäuser gebracht werden. Zuvor hatten sie Milch getrunken, die kostenlos an staatlichen Schulen ausgegeben wird – als Beitrag zur gesunden Ernährung.

Es war ein Großeinsatz für die Kliniken: Mehr als tausend Kinder wurden wegen Übelkeit und heftiger Bauchschmerzen in der Türkei in Krankenhäuser gebracht. Zuvor hatten die Jungen und Mädchen an ihren Schulen kostenlos ausgegebene Milch erhalten.

Türkische Medien berichteten am Donnerstag, einige Lieferungen der Milch seien offensichtlich verdorben gewesen, da es in einzelnen Provinzen besonders viele Erkrankte gebe. Von offizieller Seite wurde dies jedoch dementiert. Türkische Regierungsvertreter sagten, die Schüler hätten entweder eine Milchallergie oder zu viel Milch getrunken.

Als Beitrag zur gesunden Ernährung wird an die etwa sieben Millionen Kinder in den unteren Klassen staatlicher Schulen seit dieser Woche kostenlos Milch verteilt.

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Artenvielfalt und Artensterben

Noch ist die globale Biodiversität nicht in ihrem gesamten Ausmaß bekannt, und doch fegt wohl schon die sechste große Aussterbewelle in der Erdgeschichte durch ihre Reihen. Wodurch sind die Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten gefährdet, und wie können sie gerettet werden?

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Insektizid Chrysamed

INSEKTIZID DER NEUEN GENERATION

Chrysamed ist geruchlos, es beinhaltet kein PBO, kein Solvent und kein Treibgas, es besteht zu 99% aus Wasser und ist somit ein neuartiges Breitbandinsektizid.

Chrysamed ist ein einzigartiges, international patentiertes Insektenmittel, welches die Insekten mit deren Eiern und Larven zerstört, aber dennoch unschädlich für die Umwelt, für Menschen und Tiere ist. Es hat eine Langzeitwirkung bis zu 3 Monaten.

Während der Anwendung von Chrysamed wird der aktive Wirkstoff von jedem einzelnen Wassermolekül gleichmäßig vom ersten bis zum letzten Tropfen, versprüht.

Chrysamed beinhaltet ein minimum an Wirkstoff, mit einer maximalen Wirkung gegen Insekten.

Unser Chrysamed ist in vielen internationalen Laboratorien und Prüfinstituten getestet worden, u.a. bei Freytox in Deutschland. Hier wurde die Toxizität auf Mäusen getestet und ihnen eine maximale Dosis von Chrysamed verabreicht. Es wurde festgestellt, dass Chrysamed keinerlei toxische Wirkung bei Säugetieren hat.

Außerdem wurde Chrysamed beim Instiut Dermatest auf Hautverträglichkeit getestet und für “Sehr Gut” befunden. Unser Chrysamed wurde auf die menschliche Haut gesprüht und auf Irritationen untersucht. Hierbei gab es keinerlei Beanstandung oder negative Reaktionen, sodass unser Chrysamed mit einem “Sehr Gut” ausgezeichnet wurde..

Der Deutsche TÜV / LGA und verschiedene andere akkreditierte Prüfinstitute haben Chrysamed u.a. auf Inhaltsstoffe, Zusammensetzung, Wirkung uvm. überprüft. Alle Prüfungen wurden mit Bravour bestanden.

Die Wirkung und der Fernhalteeffekt von Chrysamed wurde außerdem in den namhaften türkischen Universitäten Hacettepe Universität, Akdeniz Universität, Gaziantep Universität überprüft., Biogenius Laborator in Deutschland, Berlin Insect Services und das Schweizer Tropeninstitut haben unser Chrysamed mit “Sehr Gut” bewertet. Sehen Sie bitte alle Original testergebnisse und Zertifikate auf unserer Webseite http://chrysamed.com/de/deney_raporlari

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Zitrusfrüchte sind um 150 Prozent teurer – Globaler Insektenschwund

Weltweit verschwinden die Insekten. In der Folge sinken die Erträge von Äpfeln, Erdbeeren und anderen Nutzpflanzen. Und die Preise ziehen an, rechnen Wissenschaftler vor.


Zitrusfrüchte bis zu 150 Prozent teurer: Insektensterben treibt Lebensmittelpreise in die Höhe – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/tid-25658/zitrusfruechte-bis-zu-150-prozent-teurer-insektensterben-treibt-lebensmittelpreise-in-die-hoehe_aid_746246.html

Wer mag schon Insekten? Den meisten sind die Tierchen lästig. Doch ohne Insekten gäbe es viele Lebensmittel nicht: Äpfel, Wassermelonen und Kürbisse, zum Beispiel.

Zwar ist nur ein Bruchteil aller Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge, Hummeln oder andere Insekten angewiesen, doch profitieren fast drei Viertel aller Pflanzen von der Bestäubung durch Tiere, darunter fast sämtliche Obst- und Gemüsesorten sowie Gewürze. Erdbeeren, Birnen, Kirschen oder Raps zum Beispiel bringen geringere Erträge, wenn keine Insekten in der Nähe sind.

Weniger Insekten, geringere Erträge

Die Bestände der Insekten aber schrumpfen seit Jahren: Die Tiere leiden darunter, dass die Landwirte vermehrt Pestizide ausbringen und stärker düngen. Zudem werden Hecken oder Baumreihen in Ackerland umgewandelt – dabei sind sie wichtige Lebensräume für Tiere, darunter auch Insekten. Den Wert der Dienstleistungen, die Insekten weltweit erbringen, haben Wissenschaftler um den Landschaftsökologen Sven Lautenbach vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ausgerechnet.

„Von 1993 bis 2009 ist der Wert der ökologischen Dienstleistung durch Bestäubung von rund 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf etwa 350 Milliarden US-Dollar pro Jahr gestiegen“, fasst Lautenbach ein Ergebnis seiner Studie zusammen, die aktuell im Fachmagazin „Plos one“ erschienen ist.

Zwei Gründe für den Preisanstieg

„Unsere Analysen zeigen, dass es für die Zunahme der ökologischen Dienstleistung zwei Gründe gibt“, erläutert der Wissenschaftler. „Erstens werden mehr Früchte angebaut, zweitens steigen die Produzentenpreise, also beispielsweise der Preis, den der Bauer in Brasilien oder Kamerun für seine Kakaobohnen bekommt. Das führt, global betrachtet, zu einem langsam steigenden Trend.“

Bei der Auswertung der Daten fiel den Forschern eins besonders auf: Die Produzentenpreise für die Anbaufrüchte, die von der Bestäubung abhängig sind, haben in Summe stärker zugenommen als die Preise für die Anbaufrüchte, die nicht auf Insekten angewiesen sind.

viaZitrusfrüchte bis zu 150 Prozent teurer: Insektensterben treibt Lebensmittelpreise in die Höhe – Globaler Insektenschwund – FOCUS Online – Nachrichten.

Beispiele für Preissteigerungen bei bestäubungsabhängigen Pflanzen (Produzentenpreise):

Zitrusfrüchte: Zunahme um 150 %

Äpfel: Zunahme um 60 %

Pflaumen: Zunahme um 45 %

Kakao: Zunahme um 32 %

Birnen: Zunahme um 20 %

Die Zahlen dieser bestäubungsabhängigen Anbaufrüchte allein sind wenig aussagekräftig. Auch andere Lebensmittel sind teurer geworden. Sie dienen als Referenz.

Beispiele für Preissteigerungen bei bestäubungsunabhängigen Pflanzen (Produzentenpreise):

Mais: Zunahme um ~50%

Reis: Zunahme um 26%

Kartoffeln: Zunahme um 21%

Weizen: Zunahme um 8%

Alle Preise sind inflationsbereinigt und für die Kaufkraftparitäten korrigiert. Die Veränderung bezieht sich auf den Zeitraum 1993 bis 2009.

„Andere Anbaufrüchte haben im Preis abgenommen oder sind gleich geblieben“, sagt Sven Lautenbach. „Insgesamt bietet sich somit ein relativ diverses Bild, das sich auch für die einzelnen Länder nochmal ausdifferenziert. Von daher kann man nicht sagen, dass wir global einen bestäubungslimitierten Preisanstieg schon beobachten können. Allerdings ist es so, dass es für einzelne Länder wie beispielsweise China und für einzelne Produkte, wie zum Beispiel Zitrusfrüchte, erste Warnsignale gibt.“

Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass die augenblickliche Form der Landwirtschaft dazu führt, dass es einen Rückgang der Bestäubung gibt. „Der Zusammenhang könnte sein, dass in der großflächigen Landwirtschaft mehr Pestizide eingesetzt und zugleich Insekten-Lebensräume wie Hecken oder Baumreihen zerstört werden“, erklärt Sven Lautenbach. „Beides dezimiert die Anzahl der Tiere, die Pflanzen bestäuben könnten.“

Kalifornien zählt zu den abhängigsten Regionen der Welt

Die Forscher haben zum ersten Mal eine Karte erstellt, die anzeigt, welche Regionen der Welt besonders stark von der Bestäubungsleistung der Insekten profitieren. Der Fachartikel enthält zudem für ausgewählte Anbaufrüchte ausdifferenzierte Karten, die zeigen wie groß die Bedeutung einzelner Anbaufrüchte für die Regionen ist.

„In Kalifornien, entlang des Nils, in Israel, im Libanon sowie im Nordosten Chinas und in Japan wachsen besonders viele Pflanzen, deren Erträge stark von der Bestäubung abhängen. Entsprechend groß wäre hier der Schaden, wenn es weniger Insekten gäbe.“ In Europa ist der Effekt vor allem in Mittelmeerstaaten wie Italien oder Griechenland erkennbar. In Deutschland ist die Abhängigkeit zwar etwas geringer, aber auch hier profitiert die Landwirtschaft stark von der Bestäubungsleistung der Insekten. Die räumliche Analyse der Wissenschaftler könnte Politik und Naturschutz Hinweise liefern, in welchen Gegenden Maßnahmen zum Schutz von Insekten besonders sinnvoll wären.

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Briten bremsen EU-Einigung auf Kapitalregeln

Großbritannien hat einen einmütigen Beschluss der EU-Staaten zu schärferen Banken-Eigenkapitalregeln verhindert.

Schatzkanzler George Osborne habe dem Kompromissvorschlag der dänischen EU-Ratspräsidentschaft “noch nicht” zugestimmt, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am frühen Donnerstagmorgen. Die dänische Finanzministerin Margrethe Vestager erklärte nach dem Verhandlungsmarathon, es sei im Prinzip nichts mehr offen. Die Finanzminister hätten sich verständigt, dass nationale Aufseher ihren Banken zusätzliche Kapitalpuffer auferlegen können. Der formelle Beschluss zur Position des Ministerrates zu dem Gesetzespaket sei nach der Klärung “technischer Fragen” bei der nächsten regulären Sitzung am 15. Mai zu erwarten.

Mit der Zustimmung zu national höheren Quoten gaben die EU-Staaten der Forderung Großbritanniens und Schwedens nach. Doch Osborne reichten diese Änderungen nicht. Er forderte mehr Spielraum für die nationale Aufsicht auch bei anderen Instrumenten zur stärkeren Absicherung der Risiken von Banken. Dieses Thema hätten die Briten in monatelangen Verhandlungen bisher nicht angesprochen, sagte ein EU-Diplomat. In den Verhandlungen wächst der Zeitdruck, denn die Regeln sollen ab Anfang 2013 gelten. Das Europäische Parlament will seine Position zu dem Gesetzespaket am 14. Mai festzurren. Die Verhandlungen von Rat und Parlament müssen vor dem Sommer abgeschlossen werden, um den Zeitplan einzuhalten.

Theoretisch hätten die anderen Minister Osborne überstimmen können, da für die Einigung nur eine qualifizierte Mehrheit notwendig war. Doch die dänische EU-Ratspräsidentschaft und wohl auch die meisten anderen Staaten wollen Großbritannien bei der wichtigsten Neuregelung für den Bankensektor nach der Finanzkrise nicht außen vor lassen.

Die bessere Kapitalausstattung der Banken soll weitere Finanzkrisen verhindern helfen. Viele Banken waren in der Vergangenheit zu hohe Risiken eingegangen, die Steuerzahler mussten Banken mit zig Milliarden Euro retten. Ab 2013 sollen Banken schrittweise bis 2019 die Quote des harten Kernkapitals, also eigene Aktien oder Gewinne, von derzeit zwei auf sieben Prozent erhöhen. Diese Regeln hatten die globalen Bankenaufseher im Baseler Ausschuss Ende 2010 erarbeitet. Die Umsetzung ist in der EU schwierig, da die Regeln auf sämtliche rund 8300 Banken angewendet werden sollen und die Bankensektoren in den einzelnen Staaten traditionell noch sehr unterschiedlich sind.

OSBORNE: NICHT BEREIT, WIE EIN IDIOT DAZUSTEHEN

Großbritannien und Schweden hatten das Lager der Länder angeführt, die mehr Handlungsfreiheit für ihre nationalen Aufsichtsbehörden forderten. Sie wollen von den Banken im Fall einer systemweiten Krise verlangen, mehr Kapital zum Schutz vor Verlusten beiseite zu legen als nach Basel III vorgeschrieben. Die Steuerzahler sollen so vor neuen Rettungsaktionen für die Banken bewahrt werden. Deutschland, Frankreich und andere Staaten wollten das nur zulassen, wenn die Extra-Kapitalpuffer von der EU-Kommission genehmigt werden. Damit sollte verhindert werden, dass die schärferen Standards in einem Land zu Problemen in anderen EU-Staaten führen. Höhere Quoten in einem der Haupt-Bankenländer könnte die dort ansässigen Großbanken dazu veranlassen, sich aus anderen EU-Ländern zurückzuziehen. Darunter würden vor allem osteuropäische Staaten leiden, wo ein Großteil des Bankensektors von Auslandsbanken dominiert wird.

Briten und Schweden setzten ihre Vorstellungen weitgehend durch. Dennoch verhinderte vor allem der britische Schatzkanzler George Osborne die endgültige Einigung. Er forderte noch mehr nationalen Entscheidungsspielraum bei der Anwendung der globalen Regeln. Andererseits kritisierte er, der Gesetzentwurf weiche zu stark von den einheitlichen Vorgaben von Basel III ab. “Ich bin nicht bereit dazu, dort rauszugehen und etwas zu sagen, was mich fünf Minuten später wie einen Idioten aussehen lässt”, sagte er. Osborne monierte, dass anders als bei Basel vorgesehen, die EU keine bindenden Standards zur Definition von Eigenkapital einführe. Damit kritisierte er erneut, dass die bei den Landesbanken verbreiteten stillen Einlagen gleichermaßen zur Verlustabsicherung herangezogen werden können wie Bankaktien. Schäuble sagte, das Thema Rechtsformneutralität sei nicht mehr umstritten. Die Bundesregierung habe ihr Anliegen erreicht.

Nach dem jetzt absehbaren Kompromiss können einzelne Staaten die geforderte Kernkapitalquote von maximal sieben Prozent um bis zu fünf Prozentpunkte erhöhen. Bis zu einer Erhöhung um drei Punkte haben die nationalen Aufseher freie Hand. Mit einem Kapitalpuffer von fünf Prozent zur Abdeckung von Risiken aus Inlandsforderungen der Banken müssten die EU-Kommission und die europäische Bankenaufsicht EBA sowie der Risikorat der Zentralbanken ESRB einverstanden sein.

viaBriten bremsen EU-Einigung auf Kapitalregeln | Konjunktur | Reuters.

Politik: ‘Salafisten planten Angriff’

Die Staatsanwaltschaft geht nach den Angriffen von Salafisten auf Polizisten in Solingen von einer geplanten Attacke aus. Als Anhänger der rechtsextremistischen Splitterpartei Pro NRW am Dienstag in der Nähe einer Moschee islamkritische Karikaturen gezeigt hatten, versuchten radikale Islamisten, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen, schlugen mit Stöcken und warfen Steine. Die Wurfgeschosse seien mitgebracht worden, in der Umgebung habe es keine Steine gegeben, sagte der Wuppertaler Staatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Das habe ein ganz anderes strafrechtliches Gewicht. Die Polizei hatte 44 Angehörige der salafistischen Szene vorübergehend festgenommen worden. Weitere 37 Personen, die sich vor oder in der nahegelegenen Moschee aufhielten, wurden ebenfalls zur Personalienfeststellung ins Polizeipräsidium gebracht. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch.

viaPolitik: ‘Salafisten planten Angriff’ – Newsticker – sueddeutsche.de.

Christenverfolgung im katholischen Polen?

Seit Monaten demonstrieren in den polnischen Städten nationalkonservative Katholiken gegen die angebliche Diskriminierung der Christen und die fortschreitende Säkularisierung der polnischen Gesellschaft

Polen ist katholisch und konservativ. Dieses im Ausland weit verbreitete Bild von dem Land zwischen Oder und Bug hat mit der Realität jedoch nichts zu tun. Davon sind jedenfalls Polens Nationalkonservative überzeugt, die am 22. April in Warschau gegen die angeblich kirchenfeindliche Politik der Regierung von Donald Tusk protestierten. Über 20.000 Menschen zog es bei sonnigem Wetter auf die Straßen der polnischen Hauptstadt, um “ein Zeugnis der Freiheit abzulegen, um für die Gerechtigkeit zu kämpfen und gegen die Verbreitung von Lügen”, wie Antoni Dydycz, Bischof von Drohiczyn, am Samstag während eines Gottesdienstes sagte.

Aber auch wenn es nicht die Großdemonstration mit 100.000 Teilnehmern war, die der Parlamentsabgeordnete der nationalkonservativen PiS Andrzej Jaworski noch vor einigen Wochen ankündigte, so sagt sie doch einiges aus über die Stimmung konservativer Katholiken in Polen – egal ob in Warschau, Danzig, Lublin, Bialystok oder Krakau. In den vergangenen Wochen zog es sie immer wieder auf die Straße, um gegen die angebliche Diskriminierung der Katholiken in Polen zu protestieren.

Auslöser für die Proteste ist die seit Monaten andauernde Debatte um den Fernsehsender TV Trwam, der neben der Tageszeitung Nasz Dziennik und dem wegen seiner regelmäßigen antisemitischen Ausfälle auch im Ausland bekannten Radio Maryja zum Grundpfeiler des Medienimperiums von Redemptoristenpater Tadeusz Rydzyk gehört (Gotteskrieger mit Mobilfunknetz).

Bereits im vergangenen Jahr verweigerte die polnische Medienbehörde KRRiT dem Sender die Lizenz für das digitale Fernsehen, das ab 2013 das analoge Fernsehen ersetzen wird. Eine Entscheidung, die KRRiT im Januar dieses Jahres nach einem Widerspruch von Lux Veritatis, einer von Rydzyk ins Leben gerufenen Stiftung, die offiziell als Besitzer des erzkatholischen Medienimperiums fungiert, bekräftigte. Die Entscheidung begründete die Medienbehörde mit den hohen Kosten bei der Produktion des digitalen Programms, die nach Meinung von KRRiT Lux Veritatis aufgrund seiner finanziellen Situation nicht garantieren könne.

Die Entscheidung sorgte nicht nur bei Lux Veritatis und den Rydzyk-Anhängern für Unverständnis, sondern auch bei den unterschiedlichsten Organisationen. Neben der Polnischen Bischofskonferenz und dem Verband Katholischer Journalisten äußerten auch nationalkonservative Gruppierungen ihren Unmut über diese Entscheidung, während die Bürgerrechtsbeauftragte des polnischen Staates, der nicht gerade eine Nähe zu nationalkonservativen Kreisen nachgesagt werden kann, sowie die polnische Sektion der Helsinki Föderation für Menschenrechte, die Entscheidung der Medienbehörde als intransparent bemängelten und deswegen von der KRRiT eine Erklärung forderten.

Denn trotz aller berechtigten Skepsis gegenüber den Medien von Tadeusz Rydzyk, so ist die Entscheidung der Medienbehörde KRRiT durchaus zweifelhaft. Denn während diese die finanzielle Situation von Lux Veritatis bemängelte, vergab sie Sendelizenzen an Kandidaten, deren Finanzen noch zweifelhafter sind als die von Lux Veritatis und TV Trwam. Und da der erzkatholische TV-Sender in den vergangenen Monaten mehrmals zu hohen Geldstrafen verurteilt wurde, unter anderem wegen Schleichwerbung, sprach man in den Rydzyk-Medien, die aus ihrer Abneigung gegen die Regierung von Donald Tusk keinen Hehl machen, sofort von einer politisch motivierten Entscheidung. Dieser Vorwurf lässt sich wegen der personellen Zusammensetzung der KRRiT nicht ganz von der Hand weisen. Zwei der fünf Mitglieder werden laut Verfassung vom Präsidenten vorgeschlagen, einer vom Senat und die restlichen zwei vom Sejm. Und da in all diesen Institutionen die Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk die Mehrheit hat, konnten lediglich zwei Kandidaten der linken SLD als Vertreter der Opposition in die KRRiT gelangen.

Böse, bolschewistische und gottlose Mächte, die Polen und alles Polnische erneut vernichten wollen

Doch bei den ganzen Protesten geht es längst nicht mehr nur um die Sendelizenz von TV Trwam, der auch nach der Einführung des Digitalfernsehens weiterhin via Satellit senden kann. Donald Tusk hat in seiner Regierungserklärung vom November vergangenen Jahres die Erhöhung des Rentenalters auf 67 angekündigt (“Nur starke Spieler überleben die Krise”). Von der Reform, werden nicht nur normale Bürger betroffen sein, sondern auch die polnischen Geistlichen. Denn deren Altersabsicherung wird bisher aus dem sogenannten Kirchenfond finanziert, der seit 1990 nur einen einzigen Einzahler kennt: den polnischen Staat.

Das aber will Tusk so nicht mehr hinnehmen. Immerhin hat die katholische Kirche in den letzten Jahren allein durch die umstrittene Rückerstattung von Grundstücken und Immobilien, die der Kirche in den Zeiten der Volksrepublik durch die kommunistischen Machthaber enteignet wurden, ein ordentliches Vermögen angehäuft. Es dürfte jedenfalls ausreichen, um sich an der Altersabsicherung seiner Priester zu beteiligen, so wie es Tusk vorhat und dabei von einem Teil der polnischen Bevölkerung, die den Einfluss der katholischen Kirche immer kritischer beäugt (Die höhere Instanz), unterstützt wird.

Doch für viele Bischöfe und einflussreiche Geistliche sind die Pläne Tusks mehr als nur eine weitumfassende Rentenreform. “Die Kirche wird heute systematisch durch unterschiedliche liberale und atheistische Gruppierungen sowie Freimaurer angegriffen”, giftete Erzbischof Jozef Michalik, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, Ende Februar in einem Hirtenbrief.

Noch weiter ging der Priester Henryk Zielinski, Chefredakteur des katholischen Wochenmagazins Idziemy. “Das Bild, wie die polnischen Priester momentan dargestellt werden, erinnert immer mehr an das von Juden in faschistischen Flugblättern”, schrieb der katholische Journalist und beklagte, dass in den polnischen Medien die Geistlichen nur noch mit Geld, Pädophilie und Homosexualität in Verbindung gebracht werden. Kurz zuvor veröffentlichte der bekannte und streitlustige Krakauer Priester Tadeusz Isakowicz-Zaleski sein Buch “Mir geht es nur um die Wahrheit”, in dem er unter anderem von einer “homosexuellen Mafia” innerhalb der römisch-katholischen Kirche Polens schreibt. Eine Publikation, die in Polen auf ein breites Medienecho stieß.

Endgültig zu einem Politikum wurde die Debatte, die auch die Spannungen zwischen konservativen und liberalen Geistlichen innerhalb der polnischen Kirche offenbart, als sich Jaroslaw Kaczynski zum Thema äußerte. “Die momentanen Angriffe auf die Kirche, die Bischöfe und den Glauben der einfachen Menschen erinnern an die schlimmsten Zeiten der Volksrepublik. Sie erinnern an die Zeit von Wladyslaw Gomulka”, ließ der Vorsitzende der größten Oppositionspartei in einem Brief seine Parteimitglieder wissen. “Es sind die Regierungen von Donald Tusk, die eine beispiellose Kampagne gegen Werte zuließen, die immer das Polentum schützten, die der Nation ermöglichten, auch die schwersten Zeiten durchzustehen.”

Damit brachte es Kaczynski auf den Punkt, was die nationalkonservativen Katholiken bei ihren aktuellen Protesten antreibt. Es gehen jene Polen auf die Straße, die mit dem gesellschaftlichen Wandel, der spätestens mit dem EU-Beitritt des Landes ein unaufhaltsames Tempo aufgenommen hat, nicht mehr zurechtkommen. Und dabei offenbaren sie ein eigentümliches Feindbild: Russen, Angela Merkel, die EU, Homosexuelle, Donald Tusk, Janusz Palikot (Polen: Politprovokateur gründet antiklerikale Partei), alles böse, bolschewistische und gottlose Mächte, die Polen und alles Polnische erneut vernichten möchten. Und Jaroslaw Kaczynski, der seit dem tödlichen Flugzeugabsturz seines Zwillingsbruder Lech in Smolensk sich nur noch von Feinden umringt sieht, füttert dieses Feindbild mit seiner politischen Rhetorik.

Auch die Gesellschaft Polens säkularisiert sich

Doch den Wandel und die damit immer stärkere Säkularisierung der Gesellschaft werden Kaczynski, Rydzyk – den Jaroslaw Kaczynski bis vor wenigen Jahren für einen russischen Agenten hielt, wie der ehemalige Kaczynski-Vertraute Michal Kaminski in seinem wenige Tage zuvor veröffentlichten Buch “Ein Ende der PiS” publik machte – und ihre Anhänger nicht aufhalten können. Denn dafür ist diese schon zu weit fortgeschritten.

In Warschau geht nur noch jeder vierte Einwohner am Sonntag in die Kirche. Mit der Bewegung Palikot ist bei den letzten Parlamentswahlen eine Gruppierung drittstärkste Kraft geworden, die mit Robert Biedron und Anna Grodzka nicht nur einen Schwulen und eine Transsexuelle in ihren Reihen hat, sondern die sich auch gegen Kruzifixe in staatlichen Gebäuden einsetzt. Darunter dem Parlament.

Und auch an den Sejm-Debatten merkt man die endgültige Verwestlichung des Landes. Zwei heftig diskutierte Themen sind momentan die über die Gleichstellung nicht-ehelicher Partnerschaften, auch der Gleichgeschlechtlichen, sowie über die Frage, ob Apotheker aus Gewissengründen die Ausgabe von Verhütungsmitteln verweigern können. Zwei Themen, die auch die Gräben zwischen dem konservativen und liberalen Flügel innerhalb der regierenden Bürgerplattform aufzeigen.

Für die nationalkonservativen Katholiken jedoch ein Grund, noch mehr zu kämpfen, anstatt sich seinen Platz in der verändernden Gesellschaft zu suchen. “Man darf sich nicht sein Reisegepäck nehmen und vom Schiff springen, da sowohl wir als auch das Schiff untergehen. Was wir brauchen sind Gebete und viel Arbeit, auch missionarische. Erst dann wird sich Polen verändern”, sagte Tadeusz Rydzyk in einem Interview. Kurz: Es wird noch dauern, bis die polnische Gesellschaft zu Ruhe kommt.

viaChristenverfolgung im katholischen Polen? | Telepolis.

Salafisten-Randale am 1.Mai

Weil Pro NRW angekündigt hatte, islamkritische Karikaturen zu zeigen, erteilte das Polizeipräsidium Wuppertal dem Veranstalter eine versammlungsrechtliche Auflage, die ein Verbot für das Zeigen von “Westergaard-Karikaturen” oder vergleichbaren Darstellungen beinhaltete. Vom Verwaltungsgericht Düsseldorf und vom Oberverwaltungsgericht Münster wurde diese Auflage jedoch kassiert. An der Kundgebung Pro NRW nahmen ungefähr 25 Personen teil. Spontan meldete eine Solinger Privatperson eine Demonstration unter dem Motto “Gegen Pro NRW” an. An dieser Versammlung, die von der Salafisten-Moschee an der Konrad-Adenauer-Straße zum Rathausplatz führte, nahmen lautstark ca. 60 Personen teil, die der salafistischen Szene zuzuordnen sind.Als die Teilnehmer der Pro NRW – Veranstaltung ca. 10 islamkritische Karikaturen zeigten – darunter auch eine “Westergaard -Karikatur”- beabsichtigte ein Großteil der Gegendemonstranten gewaltsam durch die Polizeiabsperrung zu den Wahlkampfteilnehmern zu gelangen. Hierbei schlugen sie mit Stöcken auf die Einsatzkräfte ein und bewarfen sie aus der Menge heraus mit Steinen. Die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten konnten – auch unter Einsatz von Pfefferspray – ein direktes, gewaltsames Aufeinandertreffen der beiden Lager verhindern.44 Personen darunter 2 Jugendliche der salafistischen Szene wurden festgenommen und in das Polizeigewahrsam nach Wuppertal verbracht. Bei den Angriffen der Salafisten erlitten drei Polizeibeamte sowie ein unbeteiligter Passant Verletzungen. Ein Salafist wurde leicht verletzt.Zur Festnahme in die Moschee geflüchteter Straftäter und zur Auffindung von Beweismitteln wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Wuppertal das von den Salafisten genutzte Gebetshaus an der Konrad-Adenauer-Straße durchsucht. Insgesamt 37 Personen, die sich in bzw. vor der Moschee aufhielten, wurden zwecks Identitätsfeststellung festgenommen und nach Wuppertal transportiert.Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen alle Festgenommenen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch. Innenminister Ralf Jäger wird sich morgen persönlich ein Bild der Lage verschaffen.Die vom DGB veranstaltete Maikundgebung verlief indes friedlich.

viaSalafisten-Randale am 1.Mai | Solinger-Bote.

Kritik an Schweizer Politikerin Rickli: “Gehässigkeiten gegen Deutsche sind salonfähig”

Natalie Rickli hat im Streit über deutsche Zuwanderer nachgelegt. “Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse”, sagte die 35-jährige Abgeordnete der Schweizerischen Volkspartei (SVP) dem “Sonntags-Blick”.

Damit hat die Politikerin Unmut beim politischen Gegner und sogar in der eigenen Partei ausgelöst. “Die Deutschenfeindlichkeit hat ein bedenkliches Ausmaß angenommen”, sagte die Abgeordnete Barbara Schmid-Federer von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) dem Aargauer “Sonntag”. Viele Deutsche hätten ihr erzählt, sie seien als “Sau-Schwaben” beschimpft worden – “und das mitten in Zürich”. Ihre Parteifreundin Kathy Ricklin beklagt: “Gehässigkeiten gegen Deutsche sind salonfähig geworden.” Dabei seien die Nachbarn für das Land und die Wirtschaft ein Gewinn.

Auch aus der eigenen, nationalkonservativen SVP kommt Kritik. “Ich bin absolut dagegen, dass man so mit Deutschen umgeht”, sagte der Abgeordnete Ulrich Giezendanner dem “Sonntag”. Er zähle Deutsche zu seinen “besseren Freunden” und mache mit Zuwanderern aus der Bundesrepublik “ausnahmslos beste Erfahrungen”.

Rickli hatte bereits vor einer Woche Diskussionen ausgelöst, als sie in einer Fernsehsendung sagte: “Wir haben zu viele Deutsche im Land.” Jetzt erklärte sie, speziell im Kanton Zürich würden Deutsche in Massen auftreten. “Wenn es aber nur noch deutsche Serviertöchter (Kellnerinen) hat, deutsche Ärzte, ich in den Schweizer Bergen nur noch von Deutschen bedient werde, fühle ich mich nicht mehr daheim.”

Ärger in der Tourismusbranche

Trotz Äußerungen wie dieser wehrt sich Rickli gegen Vorwürfe, sie hetze gegen Deutsche. “Ich spreche die Problematik an, dass zu viele hier sind.” Nach den Angaben der in der SVP unter anderem mit Ausländerpolitik beschäftigten Abgeordneten leben 276.000 Deutsche in der Schweiz, die knapp acht Millionen Einwohner hat. “Rechnen wir das auf Deutschland um, wären 2,7 Millionen Schweizer in Deutschland.”

Auch aus der Tourismusbranche gibt es nun Kritik an Rickli. Mehrere Gäste aus Deutschland hätten ihre geplante Reise in die Schweiz bereits storniert, sagte Jürg Schmid, Chef des Branchenverbandes Schweiz Tourismus, dem “Sonntag”. Ricklis Attacke komme zu einem ungünstigen Zeitpunkt, sagte Gaudenz Thoma, Chef von Graubünden Ferien. Der Tourismus leide bereits unter dem starken Franken. “Da sind unausgegorene Rückenschüsse aus der Politik umso unverständlicher.”

Rickli wiederum wollte diese Beschwerde nicht auf sich sitzen lassen. Sie sagte dem Portal “Südostschweiz”, die Branchenchefs machten es sich ein bisschen einfach. “Einerseits verlangen sie vom Staat immer mehr Subventionen, andererseits wollen sie aber in ganz Europa möglichst günstige Arbeitskräfte rekrutieren können.” Das führe dazu, dass in den Feriengebieten fast nur noch Deutsche arbeiten würden.

Ganz anders sei das etwa in Österreich, so Rickli. “Dort wird man vorwiegend von Einheimischen bedient, das trägt zum Charme des Landes bei.”

viaKritik an Schweizer Politikerin Rickli: “Gehässigkeiten gegen Deutsche sind salonfähig” – SPIEGEL ONLINE.

Lebensmittelwerbung: Rund 1600 Slogans werden untersagt

rreführende Werbung für Lebensmittel wie „Gut fürs Immunsystem“ oder „Stärkt die Abwehrkräfte“ wird in der EU drastisch eingeschränkt. Der Ausschuss für Verbraucherschutz im Europaparlament billigte am Mittwoch in Brüssel einen Vorschlag der Kommission, rund 1600 gesundheitsbezogene Werbeslogans zu verbieten. Erlaubt wurden nur rund 220 Werbeaussagen – etwa „gut für die Verdauung“ für Kekse mit viel Ballaststoffen.

Die gesundheitsbezogenen Werbeaussagen wurden von der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA in Parma überprüft. Zugelassen wurden nur Slogans, die als wissenschaftlich fundiert erachtet wurden. Durchgefallen ist beispielsweise die Behauptung, so genannter probiotischer Joghurt stärke das Immunsystem.

6 Monate Übergangsfrist für bereits verpackte Produkte

Die EU-Kommission muss die Listen nun noch formal absegnen, was nach Angaben eines Beamten in einigen Wochen geschehen soll. Nach der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt haben die Hersteller von Lebensmitteln, deren Werbeslogans nicht genehmigt wurden, sechs Monate Zeit, um bereits verpackte Produkte zu verkaufen. „Nach dieser Frist dürfen sie die beanstandeten Slogans nicht mehr verwenden“, erläuterte der Beamte. Die Hersteller könnten allerdings jederzeit auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Überprüfung beantragen.

Die Listen sind Teil einer EU-Verordnung, die bereits 2006 verabschiedet wurde. Ihre Erstellung dauerte länger als zunächst geplant, weil die EFSA rund 44.000 Anträge auf Zulassung von Werbeaussagen erhielt – weit mehr als zunächst erwartet.

„Schritt in die richtige Richtung“

Der Antrag einiger Abgeordneter, das Votum über die Negativ-Liste zu verschieben, scheiterte mit deutlicher Mehrheit. Hinter diesem Versuch „stand klar die Lobby der Lebensmittelindustrie“, sagte die SPD-Abgeordnete und Verbraucherschutz-Expertin Dagmar Roth-Behrendt.

Die Europäische Verbraucherschutzzentrale BEUC in Brüssel begrüßte die Neuregelung als „Schritt in die richtige Richtung“. Verbraucher würde so besser vor „unbegründeten, übertriebenen oder unwahren Werbeaussagen“ geschützt, betonte die Leiterin des BEUC, Monique Goyens. Kritik an dem Verbot übte dagegen die CDU-Abgeordnete Renate Sommer. „Die Kommission legt einen missionarischen Eifer an den Tag, der die Verbraucher entmündigt.“

viaLebensmittelwerbung: Rund 1600 Slogans werden untersagt – Wirtschaft – FAZ.