Prostitution Minderjähriger: Geraubte Seelen

In Bangalore kämpfen Sozialarbeiter gegen ein Problem, das es offiziell in Indien gar nicht gibt: die Prostitution minderjähriger Jungen. Weil die Polizei wegsieht, müssen die Helfer mit Zuhältern und pädophilen Priestern zusammenarbeiten. Deren Methoden sind brutal – schuldig fühlen sie sich nicht.

viaProstitution Minderjähriger: Geraubte Seelen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama.

Serge Dassault (* 04. April 1925 in Paris) und Olivier Dassault (* 01. Juni 1951 in Boulogne-Bilancourt)

Serge Dassault, der Sohn des berühmten Ingenieurs Marcel Dassault gilt als neuer Herrscher über den französischen Medienmarkt. Er gehört zu den fünf reichsten Menschen in Frankreich und war neben anderen politischen Ämtern von 1995 bis 2009 Bürgermeister von Corbeil-Essonnes (Département Essonne). Der Industrielle, Schwerpunkt Elektronik und Zivil- und Militärflugzeuge, besitzt vier Fünftel der Anteile am Socpresse-Verlag in Paris und verdrängte den Konzern Lagardère Medias als Marktführer. Der neue Medienzar Frankreichs hat das Sagen über 70 Zeitungstitel wie das konservative Flaggschiff Le Figaro und über florierende Provinzblätter wie Le Progrès (Lyon) und La Voix du Nord (Lille), aber auch Le Soir in Belgien. Dazu kommen Fernseh- und Frauenzeitschriften.

Des Weiteren kontrolliert Serge Dassault über die Dassault Group die französischen Tochterunternehmen Dassault Aviation und Dassault Systèmes.

Serge Dassault ist einer der Finanziers von Reporter ohne Grenzen.

2004 zog er als Mitglied der konservativen Regierungspartei UMP in den Senat ein. Das französische Verfassungsgericht (Conseil constitutionnel) hält das für zulässig, obwohl Medienjuristen wie Journalisten, Politiker und Gewerkschafter eine politisch-mediale Machtkonzentration wie in Italien unter Premierminister Silvio Berlusconi befürchten.

viaSerge Dassault – Wikipedia.

Artikel vom 06.01.2012

Kopf des Tages: Serge Dassault, eine Erscheinung wie aus einer anderen Epoche

Der französische Flugzeugbauer tritt mit 86 etwas kürzer – aber nur unwesentlich.

Es gibt diese Figuren im französischen Establishment, bei deren Auftritt noch das Ancien Régime durchscheint. Serge Dassault ist so eine Persönlichkeit wie aus einer anderen Epoche: mit feudalistischem Gehabe, eigener Zeitrechnung und ausgeprägtem Konservierungsdrang. Der Grossindustrielle, Zeitungsverleger und rechtsbürgerliche Senator ist ja auch schon lange da.

86 Jahre ist Dassault jetzt alt. Das US-Magazin «Forbes» schätzt sein Privatvermögen auf 9,3 Milliarden Dollar, damit ist er Nummer 4 in Frankreich und unter den Top 100 in der Welt. Höchste Zeit also, die nächste Generation nachrücken zu lassen. Etwa einen seiner drei Söhne oder seine Tochter. Olivier Dassault, der Erstgeborene und natürliche Nachfolger, harrt schon lange seiner Chance. Sehr lange sogar. Er ist 60. Nun hat ihn der Vater zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats des Familienimperiums gemacht. Das klingt zunächst nach viel Verantwortung, ist es aber nur theoretisch. Serge Dassault hält nämlich nicht viel vom Geschäftssinn seines Sohnes, der als Abgeordneter ebenfalls im Parlament sitzt. Operativ belässt er die Geschicke lieber in verlässlichen Händen, den eigenen.

Mit dem Rafale gescheitert

Und so führt er das Stück neu auf, in dem er selber schon in umgekehrter Besetzung spielte, damals mit seinem Vater und Firmengründer Marcel Dassault in der Hauptrolle. Der hatte Sohn Serge auch warten lassen, bis der das ordentliche Rentenalter bereits erreicht hatte, bevor er ihn ins Cockpit liess. Die Metapher drängt sich auf: Die Dassaults sind Flugzeugbauer. Marcel Dassault entwickelte den erfolgreichen Kampfjet Mirage, der sich in seiner Blütezeit nicht nur an den französischen Staat verkaufen liess, sondern an acht weitere Luftwaffen. Serge Dassault wollte ihn mit dem Rafale imitieren, scheiterte aber kläglich.

Jedem Land auf Kampfjetsuche offeriert er ihn, zuweilen mit viel Nachdruck, zuletzt auch der Schweiz. Und fällt immer durch. Nur Frankreich bleibt Dassault treu und kauft ihm Jets zuhauf ab. Trotz der hohen Preise, aus wirtschaftlichem Patriotismus. Serge Dassault steht gewissermassen unter Heimatschutz, zumindest solange seine politischen Freunde regieren. Nicolas Sarkozy ist Dassaults erster Lobbyist. Kaum eine Auslandreise, auf welcher der Präsident nicht die Vorzüge des Rafale preist. Sarkozy beschreibt sich gerne als Aussendienstmitarbeiter der nationalen Industrie, obschon für die Industrie selten Zählbares rausschaut. Am Ende winken immer die Auftragsbücher des französischen Staates, der zuweilen grosszügig auf lästige Ausschreibungen verzichtet.

Unbeeindruckt von Protesten

Dassault weiss also, was er an Sarkozy hat. Und umgekehrt. Die Hauszeitung der Familie, das einst vornehme Pariser Blatt «Le Figaro», ist in den letzten Jahren zu einer Art Zentralorgan von Sarkozys Rechten geworden. Nie ein kritisches Wort gegen den Präsidenten, höchst spärliche Berichterstattung zu Affären und Skandalen aus dessen Umfeld, dafür auch schon mal Wohlwollen für unhübsche Regimes auf Kampfjetsuche. Bald finden Wahlen statt in Frankreich. Und so mutiert «Le Figaro» gerade zur Wahlkampfpostille. In der Redaktion befremdet die Linie. Doch das hindert den Patron nicht am Verschmelzen privater und politischer Interessen.

Serge Dassault liess sich von Protesten noch nie beeindrucken. Er rechnet in grösseren Zeiträumen, in Epochen. Er ist ja auch erst 86. Vater Marcel wurde 94.

viaKopf des Tages: Serge Dassault, eine Erscheinung wie aus einer anderen Epoche – News Wirtschaft: Unternehmen – bazonline.ch.

Artikel vom 15.12.2011

Kopf des Tages: Olivier Dassault – Der Löwenbändiger

Für den Franzosen naht die Machtübernahme beim Rüstungskonzern Dassault. Bisher vertrieb er sich die Zeit als Jäger, Künstler und Politiker

Olivier Dassault hält sich für etwas Besonderes. Spätestens seit 1984, als er auf einer Safari in Afrika von einem Löwen angegriffen wurde und schwer verletzt überlebte. “Da habe ich verstanden, dass mein Schicksal bestimmt ist, dass ich wohl dazu berufen bin, große Dinge zu tun”, sagt er.
Französischer Abgeordneter, Komponist von Filmmusik, weltweit anerkannter Kunstfotograf, Weltrekordhalter als Kampfjetpilot – der Tausendsassa hat schon viel gemacht. Auf seine größte Tat aber wartet er seit Jahrzehnten: Chef der Dassault-Holding zu werden, jenes Firmenkonglomerats, in dem sich französische Rüstungsgeschäfte, Politik und Medienmacht auf besondere Weise miteinander vermischen.
Jetzt ist er dem Ziel einen Schritt näher: Oliviers 86-jähriger Vater Serge – “Forbes” zufolge 9,3 Mrd. Dollar schwer – hat den Filius diese Woche heimlich zum Verwaltungsratschef der Familienholding mit einem Jahresumsatz von etwa 8 Mrd. Euro befördert. Darin gebündelt sind der Rüstungskonzern Dassault Aviation, die Softwarefirma Dassault Systèmes, Frankreichs größte Tageszeitung “Le Figaro”. Und ein Weingut in der Bordeaux-Bestlage Saint-Émilion.
Die Berufung Oliviers an die Spitze des Verwaltungsrats bedeutet nicht, dass der Vater schon die Macht abgibt: Im Tagesgeschäft bestimmt der Patriarch als Dassault-Präsident zunächst weiter allein. Und erst vor drei Wochen erklärte er: “Meine Nachfolge ist noch offen.”
Das Rätselraten um seine Absichten wurde in Frankreich mit Kreml-Astrologie verglichen. Hier kommt es darauf an, die Zeichen richtig zu deuten, die aus dem Konzernsitz an den Pariser Champs-Élysées dringen: Oliviers Beförderung ist eine Vorentscheidung für ihn – und gegen seine Geschwister Laurent, Thierry und Marie-Hélène. “Die Wartezeit nehme ich gern in Kauf, auch wenn ich es manchmal als Vergeudung empfinde”, erklärt Olivier im Magazin “Le Point”. “Ich stehe voll im Saft, bin immer bereit, hart zu arbeiten.”
Arbeit gibt es. Das Kerngeschäft mit Kampffliegern steckt in der Krise. Mögliche Käufer lehnen den neuen Rafale-Jet reihenweise als zu teuer ab, erst kürzlich kam eine Absage aus der Schweiz. Da ist es gut, dass der französische Staat, zugleich Co-Aktionär bei Dassault Aviation, Treue zeigt.

viaKopf des Tages: Olivier Dassault – Der Löwenbändiger | FTD.de.

Was Nicolas Sarkozy über Dassault denkt

Politische Kontakte unterhält Olivier Dassault bei der Jagd, wenn er Minister und Abgeordnete in sein Privatrevier einlädt. Und natürlich in der Nationalversammlung, für die er nicht nur die Warteschleifenmusik komponiert hat. Er sitzt dort als Abgeordneter der Regierungspartei UMP für denselben Wahlkreis wie einst sein Großvater Marcel, der Konzerngründer. Politisch setzt sich der stramm Konservative ein für die Abschaffung der 35-Stunden-Woche, die Todesstrafe für Kindermörder und gegen die Homoehe. Er fühlt sich als Vollblutpolitiker. Selbst als Dassault-Präsident will er sein Mandat behalten.

Auch sein Freund Nicolas Sarkozy, der Staatschef, habe keinen Zweifel, sagt Olivier: “Es gibt keine andere Option als Olivier Dassault an der Konzernspitze.” Für Vater Serge war das lange nicht so eindeutig. Das Verhältnis ist schwierig. Es gab eine Zeit, da sprachen sie jahrelang nicht miteinander. Und noch vor zwei Jahren zeigte Bruder Laurent öffentlich Ambitionen auf den Dassault-Chefsessel.
Jüngst aber gab der Vater endlich doch seine Präferenz für Olivier zu erkennen: Als gelernter Luftfahrtingenieur sei er “am besten geeignet”, während die Geschwister doch “nichts Interessantes” gemacht hätten.
Harter Umgang hat Tradition im Dassault-Clan. Großvater Marcel machte damals auch kein Hehl aus seinen Zweifeln an den eigenen Kindern. Serge musste warten, bis er 61 Jahre alt war, um den Konzern zu übernehmen. Olivier darf sich nun immerhin etwas früher auf die Machtübernahme vorbereiten. Er ist erst 60.

viaKopf des Tages: Olivier Dassault – Der Löwenbändiger, Seite 2 | FTD.de.

Niederlage gegen Rafale: Eurofighter verliert Mega-Auftrag aus Indien

Riesenrückschlag für EADS: Der französische Dassault-Konzern gewinnt einen Auftrag aus Indien für 126 neue Kampfjets. Das Eurofighter-Konsortium hat das Nachsehen.

 

Die Regierung in Neu-Delhi will 126 neue Kampfjets bestellen. Zudem ist eine Option auf 63 weitere Jets geplant. Das Auftragsvolumen wird je nach Einrechnung der Option und weiteren Leistungen auf zehn bis 20 Mrd. Dollar taxiert. Das Projekt gilt als größte Kampfflugzeugausschreibung in diesem Jahrzehnt.

 

 

Eine Besonderheit ist, dass 50 Prozent des Auftragswertes wiederum in die indische Rüstungsindustrie investiert werden muss. Daher bekommt der französische Dassault-Konzern jetzt maßgeblichen Zugang zu dem wachsenden indischen Rüstungsmarkt – ein Geschäft, das auch EADS mit seiner Rüstungssparte Cassidian gerne gehabt hätte. Eine Bedingung des Auftrages ist, dass die Endmontage der Kampfjets in Indien erfolgt. Nun entstehen voraussichtlich tausende neue Arbeitsplätze in Indien.

 

viaNiederlage gegen Rafale: Eurofighter verliert Mega-Auftrag aus Indien | FTD.de.

 

Formal muss Dassault jetzt noch das Angebot endgültig aushandeln und einen Vertrag unterschreiben. Indien ist dafür bekannt, dass es dabei immer wieder Verzögerungen gibt. So sollte der jetzt erteilte Zuschlag für die Schlussverhandlungen schon Ende 2011 vorliegen.

Für das von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien gestützte Eurofighter-Modell ist die Indien-Absage eine Blamage und gefährdet indirekt Arbeitsplätze. Das Konsortium braucht dringend weitere Exporterfolge, um die Endmontagelinien in Europa über 2017 hinaus auszulasten. Der Eurofighter hat bislang erst zwei Exportkunden, Saudi-Arabien und Österreich, während das Rafale-Modell noch keinen Exportkunden vorweisen kann. Der Eurofighter gilt als technologisch hochgerüstetes Flugzeug, das aber auch teurer als das Rafale-Modell ist.

Am Eurofighter sind die Konzerne EADS, BAE Systems und Alenia beteiligt. Für EADS gibt es einen kleinen Trost, denn der Konzern ist mit gut 46 Prozent an Konkurrenten Dassault beteiligt.
Die Mehrheit an dem französischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern gehört der Familie des Industriellen Serge Dassault. An der französischen Börse gewann die Dassault-Aktie am Dienstag nach den ersten Meldungen über den Zuschlag rund 20 Prozent auf 740 Euro.

viaNiederlage gegen Rafale: Eurofighter verliert Mega-Auftrag aus Indien, Seite 2 | FTD.de.

EU-Emissionshandel: Indien prescht im CO2-Streit gegen EU vor

Im Streit um den neu eingeführten EU-Emissionshandel hat Indien als erstes Land konkrete Gegenmaßnahmen formuliert – und will diese womöglich schon im kommenden Monat beschließen. Der Staatssekretär des Luftfahrtministeriums, Prashant Sukul, hat nach Informationen der FTD Vertretern von Lufthansa, Air France-KLM und British Airways auf einem Treffen in Neu-Delhi in der vergangenen Woche offen damit gedroht, dass europäische Fluglinien mit zusätzlichen Steuern belegt oder ihnen Start- und Landerechte an indischen Flughäfen entzogen werden könnten. Denkbar wäre auch, auf dem Subkontinent einen Emissionshandel einzuführen, an dem ausschließlich europäische Fluglinien teilnehmen müssten, soll Sukul laut Teilnehmern gesagt haben. Im Februar treffen sich indische Regierungsvertreter in Moskau mit ihren amerikanischen, russischen und chinesischen Kollegen, um Gegen-Aktionen zu beschließen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums äußerte sich nicht.Mit dem Vorstoß der Inder gewinnt der politisch heikle Streit deutlich an Schärfe. Zwar hatten zuvor auch andere Länder protestiert, die USA klagten sogar – wenn auch erfolglos – vor dem Europäischen Gerichtshof. Bei der Formulierung von Gegen-Maßnahmen blieben die Beteiligten aber stets diplomatisch vage. Entsprechend reagieren viele europäische Luftfahrt-Manager jetzt alarmiert: Sie fürchten, Leidträger des politischen Streits zu werden. “Diese Nachrichten zeigen, dass wir über die Phase des Säbelrasselns hinaus sind” , sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch. “Die europäischen Fluggesellschaften stehen unmittelbar vor einem Handelskrieg.”

Die nicht-europäischen Fluggesellschaften wehren sich dagegen, dass sie seit Anfang des Jahres in den Emissionshandel einbezogen werden. Alle Fluglinien, die in einem EU-Staat starten oder landen, müssen jetzt – ihren CO2-Emissionen entsprechend – Zertifikate vorhalten und gegebenenfalls zukaufen. Die EU-Kommission will so den Schaden, den die Umwelt durch die wachsende Branche nimmt, begrenzen. Obwohl den Fluglinien 2012 noch 82 Prozent der benötigten Zertifikate geschenkt werden, rechnet allein die Lufthansa im laufenden Jahr mit 130 Mio. Euro Kosten.

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hatte sich bereits im Dezember besorgt über den “eskalierenden” Streit mit den USA zu dem Thema geäußert. Jetzt wollte er sich aber ebenso wenig äußern wie die zuständige Klimakommissarin Connie Hedegaard. Allerdings hatten beide vergangene Woche in einem Brief an die USA klar gemacht, dass die EU nicht daran denkt, ihr Gesetz zurückzunehmen. Alle 27 EU-Länder hatten den Brief gebilligt.

viaEU-Emissionshandel: Indien prescht im CO2-Streit gegen EU vor | FTD.de.

Indien und Deutschland

Indien und Deutschland können auf eine lange und bewährte Freundschaft und Partnerschaft zurückblicken. Wir arbeiten mit Indien in allen internationalen und globalen Fragen eng und vertrauensvoll zusammen. Unsere bilateralen Wirtschaftsbeziehungen boomen und werden absehbar in diesem Jahr die Rekordmarke von 20 Milliarden Euro im Handelsaustausch erreichen.Auch die Strategische Partnerschaft zwischen der EU und Indien hat mit dem Vertrag von Lissabon eine neue Qualität bekommen und weiteres großes Potenzial in den Beziehungen eröffnet. Vom EU-Indien Freihandelsabkommen, das sich in der entscheidenden Phase der Verhandlungen befindet, werden beide Seiten erheblich profitieren.Das „Deutschlandjahr“ würdigt 60 Jahre diplomatische Beziehungen2011 war für Deutschland und Indien ein besonderes Jahr: Es markiert den 60. Jahrestag der Vereinbarung zwischen den damals noch jungen Demokratien, diplomatische Beziehungen aufzunehmen.Damals wurde der Grundstein für Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit gelegt, auf dem unsere bilateralen Beziehungen noch heute solider denn je ruhen. Dieses Jubiläum sollte sichtbar und umfassend gefeiert werden.So vereinbarten Auswärtiges Amt, Goethe-Institut, Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und Bundesministerium für Bildung und Forschung die Durchführung eines Deutschlandjahres in Indien unter dem Titel “Deutschland und Indien 2011-2012: Unendliche Möglichkeiten” “Germany and India 2011-2012: Infinite Opportunities”.Mehr als 400 Einzelprojekte, unter das Oberthema „StadtRäume-CitySpaces“ gestellt, widmen sich Themen wie Mobilität, Bildung, Migration, Wasser, Architektur, Energie, Handel, Bautechnologie, kulturelle Infrastrukturen und soziale Fragen.Regierungskonsultationen – ein wichtiger MeilensteinBundeskanzlerin Angela Merkel und die Sprecherin des indischen Parlaments, Meira Kumar, eröffneten am 31. Mai 2011 in New Delhi feierlich das „Deutschlandjahr in Indien“ mit einem gemeinsamen Konzert der Young Euro Classic und renommierten indischen Musikern, die die enge Partnerschaft zwischen Indien und Deutschland sichtbar und hörbar machten.Indien stellt sich in Deutschland vorIndien wird sich, an den Grundgedanken des Deutschlandjahres in Indien anknüpfend, mit “Days of India” 2012 in Deutschland umfassend vorstellen. Die zahlreichen Freunde Indiens in Deutschland freuen sich darauf.Nähere Informationen zum Deutschlandjahr und zu allen Projekten finden sich auf der Website des Deutschlandjahres: www.germany-and-india.com

viaREGIERUNGOnline – Indien.

USA an China: Iranische Öl-Importe drosseln

US-Finanzminister Timothy Geithner drängt China dazu, weniger Öl aus dem Iran zu importieren. Hintergrund sind Sanktionen gegen den Staat aus Nahost. „Wir bemühen uns um eine breite diplomatische Allianz, um diese Maßnahmen gemeinsam umzusetzen und den Druck auf Iran zu erhöhen”, sagte ein US-Regierungssprecher. „Wir erklären den Chinesen unsere Sicht und sie hören uns zu. Wir sind dazu entschlossen, einige Staaten von iranischem Öl abzubringen.”

Wie China mit den Sanktionen umgehen wird, liegt auf der Hand: Für gewöhnlich hört sich China das Anliegen der USA an, wägt Alternativen ab, trifft eine endgültige Entscheidung aber meist erst nach Monaten.

China: Iranische Ölimporte bereits gesunken

In einer ersten Reaktion gegenüber den Medien hat China die Avancen der USA mit Nachdruck zurückgewiesen. US-Offizielle wollen allerdings erst einmal abwarten, ob den Worten nun auch wirklich Taten folgen werden.

In den USA glaubt man, dass Peking hinter den Kulissen bereits Maßnahmen ergriffen hat, um diejenigen Unternehmen, die nach wie vor mit Iran handeln, enger an die Leine zu nehmen. Man ist sich allerdings unsicher darüber, ob der jüngste Rückgang der Ölimporte von Iran nach China bereits den Sanktionen geschuldet ist – oder ob es sich dabei schlichtweg um einen Disput der beteiligten Unternehmen handelt.

Die Sanktionen der USA zielen darauf ab, Iran Probleme auf dessen größten Absatzmärkten für Öl zu machen. Dazu gehören neben China auch Indien, Japan und Südkorea. Washington will ausländischen Finanzinstituten, die Geschäfte mit der iranischen Zentralbank machen, den Zugang zum US-Finanzmarkt verwehren. Ausnahmegenehmigungen sind allerdings möglich – wenn weniger iranisches Öl importiert wird.

USA und China demonstrieren Einigkeit

Neben den Äußerungen über chinesische Ölimporte drängte Geithner China erneut, seine Währung aufzuwerten. Auch in diesem Bereich sehen US-Offizielle China auf einem guten Weg: „Sie sprechen intern über weitere Aufwertungsrunden”, so ein hoher Beamter. „Sie haben erkannt, dass ihre Wachstumsstrategie sie zu sehr von der Nachfrage aus dem Ausland abhängig macht.” Analysten erwarten allerdings, dass China seine Währung im Vergleich zum US-Dollar nicht wie im Vorjahr um 5 Prozent, sondern nur zwischen 2 und 3 Prozent aufwerten wird.

In einer Stellungname vor dem Treffen mit den chinesischen Vizepräsident Xi Jinping zeigte sich Geithner versöhnlich: „Im Bereich des Wirtschaftswachstums, der weltweiten Finanzmarktstabilität und der Nichtverbreitung von Atomwaffen sehen wir eine starke Partnerschaft zu China.”

Xi gilt als kommender Parteichef in China und heißer Kandidat für das Präsidentenamt 2013. Geithner traf sich auch mit dem chinesischen Premierminister Wen Jiabao den dessen Vertretern Le Keqiang und Wang Qishan.

Chinas Premier reist in den Nahen Osten

Wie aus Regierungskreisen zu hören war, wollte Geithner während des Treffens auch über Ölimporte aus Iran, die wirtschaftliche Lage in Europa und den starken Yuan sprechen. China lagen dagegen geringere Auflagen für Exporte von Hightech-Produkten sowie niedrigere Hürden für Investitionen in den USA am Herzen. Die Vereinigten Staaten wollen bei diesen Themen traditionell auch über geistiges Eigentum sprechen.

Im Bereich der Ölimporte aus China scheinen die USA bereits einen großen Schritt vorangekommen zu sein: Chinas Premierminister Wen plant einen Besuch des Mittleren Ostens. In den USA wird das bereits als Versuch gewertet, Chinas Ölquellen zu diversifizieren und weniger vom Iran abhängig zu werden.

Tauschgeschäfte als Sanktions-Schlupfloch

Derzeit kommen rund 11 Prozent der chinesischen Importe aus dem Iran. Auch die US-Verbündeten Japan und Südkorea – beide Importeure iranischen Öls – dürften dem Wunsch der USA nachkommen, wenn auch mit Zähneknirschen. „Wir sorgen uns über den möglichen Effekt für die weltweiten Energiepreise”, so ein Vertreter des japanischen Außenministeriums. „Auch könnte eine Treibstoffknappheit den japanischen Wiederaufbau nach Erdbeben und Tsunami im März des vergangenen Jahres beeinträchtigen.”

Sollte der Druck der USA Früchte tragen und Iran Ölkunden verlieren, steht Rivale Saudi-Arabien bereit, für die Ausfälle auf dem Weltmarkt in die Bresche zu springen. Sollte Iran auf Öl sitzen bleiben, müsste das Land die Preise senken – dies würde das Land hart treffen. Eine weitere Alternative könnten Tauschgeschäfte sein. „Ich glaube, dass China bereits versucht, mit dem Iran einige Tauschgeschäfte anzubahnen”, glaubt Philip Verleger, Analyst für den Energiesektor. Solche Tauschgeschäfte sind von den Sanktionen nicht betroffen.

viaUSA an China: Iranische Öl-Importe drosseln – Wallstreetjournal.de.

 

Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline

Die Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline (Abk. TAP), im angelsächsischen Raum auch Trans-Afghanistan Pipeline, ist ein geplantes Erdgas-Transportsystem. Die Pipeline soll unter der Federführung der Asiatischen Entwicklungsbank projektiert und gebaut werden.

Die Pipeline soll Erdgas von Chardschou in Turkmenistan am Kaspischen Meer durch Afghanistan zu Häfen am Indischen Ozean in Pakistan leiten. Die Kosten für ihren Bau belaufen sich nach Schätzungen auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Die TAP soll den Plänen zufolge entlang der Fernstraße von Herat nach Kandahar in Afghanistan und über Quetta und Multan in Pakistan verlaufen. Ausgehend von den Förderfeldern um Dauletabad in Turkmenistan soll die im Endausbau knapp 1700 Kilometer lange Pipeline jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren. – Befürworter sehen in dem Vorhaben eine moderne Fortsetzung der alten Seidenstraße. Die Gasvorkommen in Dauletabad werden auf 1,7 Billionen Kubikmeter (2002) geschätzt. 830 Kilometer der TAP sollen in Afghanistan, etwa 400 km in Pakistan verlaufen.

Zwischen den beteiligten Staaten vereinbart ist unterdessen auch die auf 2775 Kilometer projektierte (im Vergleich zur TAP kostspieligere) Iran-Pakistan-Indien-Pipeline (IPI; euphemistisch auch “Friedens-Pipeline” genannt),[4], die Ende 2014 in Betrieb gehen soll.[5] Dieses Vorhaben wird allerdings von den USA mit Argwohn betrachtet,[6][7] da eine direkte Zusammenarbeit mit dem “Schurkenstaat” Iran derzeit ausgeschlossen scheint. Pakistan und Indien hingegen wollen sich nach Einschätzung von Beobachtern auf ein einziges – zudem US-kontrolliertes – Standbein nicht verlassen. Obgleich es im September 2005 so schien, als komme es zu einem Zerwürfnis zwischen dem Iran und Indien, das auf der IAEO-Ratssitzung für EU-Resolution zur Verurteilung des Iran wegen dessen Atomprogramm gestimmt hatte, wurden die Verhandlungen über die Gas-Pipeline Ende Dezember in Neu-Delhi auf Vizeminister-Ebene wiederaufgenommen.[8] Nach Medienangaben hat der Kontrakt ein Volumen von 40 Mrd. Dollar. – Als Öllieferant ist der Iran für die über eine Milliarde Inder schon seit Jahren von großer Bedeutung, wie im Übrigen auch für China.

Eine dritte Pipeline soll von Myanmar über Bangladesch nach Indien führen. Auch sie war im Prinzip beschlossene Sache; mit dem Bau sollte noch 2005 begonnen werden. Beobachtern zufolge ist es Ziel der Regierung in Neu-Delhi, allen voran des Ölministers Mani Shankar Aiyar, ein transasiatisches Gas-Netz zu schaffen, das sich – unter dezidierter Einbindung des einstmaligen Rivalen China – vom Persischen Golf bis Südostasien erstreckt. Allerdings schien es hier zur Jahreswende 2005/2006 durch Vereinbarungen chinesischer Unternehmen mit Myanmar zu ernsthaften Rückschlägen gekommen zu sein.[9]

Nachdem hingegen Indiens Beteiligung an der TAP jahrelang unsicher schien, wird die Trans-Afghanistan-Pakistan-Pipeline nunmehr gleichwohl als entscheidend für die Deckung des rapide wachsenden Energiebedarfs auf dem Subkontinent angesehen.[10] Ob allerdings eine noch 2002 erwogene, 640 Kilometer lange Erweiterung nach Indien realisiert wird, ist derzeit (Anfang 2006) unklar. Als LNG (Liquefied Natural Gas) jedenfalls – von dessen Einfuhr insbesondere Japan abhängig ist, solange eine Pipeline vom westlichen Kasachstan nach Xinjiang (China) und gfs. weiter an die Pazifikküste unmachbar erscheint, vor allem aus ökonomischen (sie wäre zu teuer), aber auch aus politischen Gründen (Xinjiang gilt als potentiell rebellische Provinz) – soll turkmenisches und gfs. später auch afghanisches Erdgas von pakistanischen Häfen aus nach ganz Ost- und Südostasien verschifft werden. Die Importe von Flüssiggas durch Japan, Südkorea und Taiwan machen schon derzeit (Stand: 2005) fast 80 Prozent des globalen LNG-Handels aus.

viaTurkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline – Wikipedia.

Indien – Bauern töten Kind als Opfergabe für bessere Ernte

Grausames Ritual: In Indien ist eine Siebenjährige ermordet worden, damit ihre Leber den Göttern geopfert werden konnte. Die Bauern wollten so um eine bessere Ernte bitten.

Als Opfergabe für eine bessere Ernte ist ein Mädchen in Zentralindien getötet worden. Zwei festgenommene Verdächtige gaben nach Angaben der Polizei zu, der Siebenjährigen die Leber herausgeschnitten zu haben.

Als Motiv hätten die Bauern angegeben, damit die Götter besänftigen und ihre Erträge steigen zu wollen. Das Mädchen war bereits im Oktober auf dem Heimweg entführt worden. Eine Woche später wurde ihre verstümmelte Leiche entdeckt. Die beiden Verdächtigen gehören laut Polizei zur überwiegend armen und ungebildeten Stammesbevölkerung im Bundesstaat Chhattisgarh. Dort ist der Glaube an Heiler oder Hexendoktoren weit verbreitet.

Im Juni 2011 war eine 45-jährige Frau von einem Mob der Schwarzen Magie beschuldigt, erschlagen und anschließend verspeist worden. Der Sohn der Frau zeigte bei der Polizei zudem an, dass das Opfer zuvor gebraten worden sei. Schätzungen zufolge werden in Indien pro Jahr 200 Frauen wegen angeblicher Hexerei umgebracht.

viaIndien – Bauern töten Kind als Opfergabe für bessere Ernte – Vermischtes – Berliner Morgenpost – Berlin.

Alternative Finanzarchitektur: Asien untergräbt die Macht von Dollar und Euro

Europa und die USA kämpfen gegen den Schuldenstrudel, dem atlantischen Finanzsystem droht deshalb eine chronische Belastungsprobe. Eilig bauen führende Länder entlang des Pazifiks eine alternative Finanzarchitektur auf: Dollar und Euro werden dort nur noch Nebenrollen spielen.

In Europa und Nordamerika wird zu Beginn des neuen Jahres eine große Zukunft beschworen. Finanzexperten im Wirtschaftssender CNBC sagen den USA ein blühendes Jahrzehnt vorher – dank einer Renaissance des verarbeitenden Gewerbes und dank sinkender Abhängigkeit von Energieimporten.

 

In Europa sieht derweil EZB-Ratsmitglied Christian Noyer den Euro binnen zehn Jahren zur globalen Leitwährung aufsteigen. Voraussetzung sei freilich, dass die Beschlüsse des EU-Gipfels vom 9. Dezember eingehalten werden. Barack Obama schließlich hat vor Weihnachten neun Tage lang Hawaii, Australien und Indonesien besucht. Er will die USAwieder als Führungsmacht in den Staaten entlang des Pazifiks verankern.

In dieser Region verliert Amerika seit Jahren in einem Land nach dem anderen den Status als größter Handelspartner. Eine Position, die immer öfter China übernimmt.

3. Teil: Neuer 1500 Kilometer langer Industriekorridor

Das Abkommen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Asiens ist indes kein Einzelfall, sondern nur ein Schritt in einer wachsenden Serie ähnlicher Vereinbarungen. China hat mit Russland im vergangenen Jahr ein vergleichbares Abkommen geschlossen. Japan hat im Oktober mit Südkorea ein Swap-Abkommen vereinbart.

Und Japans Premier Noda flog nach seinem Besuch in Peking weiter zu Gesprächen in Indien. Dabei wurde ein Swap-Abkommen mit einem Volumen von 15 Milliarden Dollar geschlossen. In diesem Umfang kann Japan den Indern kurzfristig zu Hilfe eilen, wenn die Rupie weiter unter Druck gerät und Indien zusätzliche Devisen braucht, um zu intervenieren. Die Rupie war im vergangenen Jahr die schwächste Währung in Asien, sie verlor gegenüber dem Greenback 16 Prozent an Wert.

Bei einem globalen Devisenmarkt, der täglich laut der BIZ bis zu 4000 Milliarden Dollar umsetzt, sind 15 Milliarden kein großer Akt. Aber das Volumen der Währungsvereinbarung zwischen Tokio und Delhi entspricht dem Umfang des Außenhandels zwischen beiden Ländern im Jahr 2010.

Mehr noch: Ein umfangreiches Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern flankiert den Swap-Deal. Japan wird umgerechnet 4,5 Milliarden Dollar in einen fast 1500 Kilometer langen Industriekorridor investieren. Er wird sich von Delhi bis ins Finanzzentrum Mumbai erstrecken. Teil des Korridors sind 24 neue Städte, in die laut Indiens Handelsminister Anand Sharma 100 Milliarden Dollar investiert werden sollen. Japan hat zudem zwei große Kredite im Umfang von 1,7 Milliarden Dollar zugesagt.

Die Vereinbarungen erstrecken sich aber nicht nur auf die drei großen Volkswirtschaften China, Japan und Indien. Teil der neuen Finanzarchitektur, die in Asien-Pazifik entsteht, ist auch eine stärkere Abwicklung des umfangreichen Ölhandels über russische Banken. Japan, Indien und China sind enorm energiehungrig und müssen ihren Bedarf durch erhebliche Einfuhren decken. So haben Indiens staatseigene Ölgesellschaften Ende 2011 Abkommen unter anderem mit der Gazprombank abgeschlossen, um den Zahlungsverkehr für Erdöl aus dem Iran abzuwickeln. Damit wollen sie die ihnen immer lästiger werdenden US-Sanktionen umgehen.

Kurzfristig hat der Greenback durch die Serie pazifischer Abkommen wenig zu befürchten, im Gegenteil. Laut der neuesten “Cofer”-Statistik des Internationalen Währungsfonds (IWF)hat der US-Dollar im dritten Quartal 2011 seine Position als Weltleitwährung mit einem Zuwachs um zwei Prozentpunkte auf 61,7 Prozent aller Devisenreserven sogar ausgebaut.

Euro-Schwäche hilft dem Dollar – zumindest kurzfristig

Im Jahresvergleich konnte der Greenback seine Position um 7,5 Prozent festigen. Und das trotz des wachsenden Schuldenbergs in den USA, trotz einer erneuten Anhebung der Schuldengrenze sowie dem Unvermögen des Sparausschusses im Kongress, einschneidende Kürzungen für die nächsten zehn Jahre zu vereinbaren. Doch die Schwäche des Euro, dessen Anteil an allen Devisenreserven im dritten Quartal 2011 um 3,5 Prozent sank, hat dem Greenback diesmal geholfen.

Der Renminbi wird bei seinem Vormarsch, zunächst als Handelswährung vorübergehend gebremst werden. Denn nachlassende ausländische Direktinvestitionen – vor allem sinkende Handelsüberschüsse wegen der Schwäche des wichtigen europäischen Absatzmarktes – werden eine weitere Aufwertung des Renminbi zunächst zügeln. Doch Chinas Notenbankgouverneur Zhou Xiaochuan verriet Ende 2011, “das Band, in dem der Renminbi schwanken darf, wird erweitert”.

Im Herbst hatte er einer EU-Delegation volle Konvertibilität bis 2015 in Aussicht gestellt. Der nächste Schritt steht also bereits fest. Und die Spuren der rasanten Ausbreitung des Yuan sind weltweit gut sichtbar. Die Chicago Mercantile Exchange hat will künftig als Sicherheit für den Handel mit Rohstoffkontrakten auch Renminbi akzeptieren. Und der britische Einzelhandel meldete bereits, wer seine Klientel mit dem größten prozentualen Umsatzzuwachs im vergangenen Jahr war. Chinesische Shopping-Touristen, deren Zahl um 23 Prozent auf 110.000 zunahm. Jeder von ihnen hat im Schnitt doppelt so viel ausgegeben wie im Vorjahr. Einige britische Einzelhändler akzeptieren daher schon Chinas populärste Bankkarte “Unionpay”.

China kommt mit seinem Zweifrontenkrieg gegen den Dollar – Aufwertung und Internationalisierung im Großformat – dank den Schuldendramen in Europa und den USA plangerecht voran. Längst wird die Infrastruktur dafür geschaffen, mit Offshore-Zentren in Hongkong, Singapur und nun auch London. Wie schnell der Renminbi zu einer wichtigen globalen Währung neben dem Dollar aufsteigen kann, ist indes umstritten. Optimisten wie Arvind Subramanian, ein Senior Fellow beim Peterson Institute für Internationale Wirtschaft in Washington, schätzen zehn Jahre. “Die wirtschaftliche Dominanz der Chinesen, inklusive Fertigung, Handel und Währung, kommt schneller als erwartet”, sagt er.

Barry Eichengreen weist darauf hin, dass der Greenback innerhalb von zehn Jahren das Pfund Sterling ablöste. Noch viel schneller könnte der Renminbi so weit sein, wenn es nach Alicia Garcia-Herrero, der Schwellenmarkt-Spezialistin der spanischen Bank BBVA in Hongkong geht: “Wenn China massive spekulative Kapitalzuflüsse vermeiden kann, könnte das binnen fünf Jahren passieren”, vermutet sie. Doch bevor der Renminbi einen Durchbruch erzielen kann, muss er frei konvertierbar werden. Peking muss aufhören, Zinsen, Kapitalbewegungen und Wechselkurse streng zu kontrollieren. Es muss seine Finanzmärkte weit für ausländische Teilnehmer öffnen und den Umlauf seiner Währung an wichtigen Finanzzentren noch deutlich erhöhen.

viaAlternative Finanzarchitektur: Asien untergräbt die Macht von Dollar und Euro – manager-magazin.de – Politik.

Spitzelschnittstelle – Staatliche Mobilfunk-Spionage in Indien

ndische Hacker haben angeblich aus einem Netzwerk des indischen Militärs entwendete Dokumente veröffentlicht. Demnach hätten Hersteller wie RIM, Nokia und Apple Hintertüren im Smartphones eingebaut, die das Mitlesen verschlüsselter Mails ermöglichen sollen.Die indische Hackergruppe “Lords of Dharmaraja” will in ein Netzwerk des indischen Militärs eingedrungen sein und von dort Dokumente des militärischen Geheimdienstes gestohlen haben. Aus den veröffentlichten Dokumenten, deren Echtheit nicht bestätigt ist, geht hervor, dass mehrere namhafte IT-Unternehmen Zugeständnisse an die indische Regierung gemacht haben. Dies soll der Preis für den Zugang zum indischen Markt (über eine Milliarde Menschen) gewesen sein.Unter den veröffentlichten Dokumenten befinden sich auch Mails der US-Behörde USCC, die sich mit Sicherheitsaspekten der Handelsbeziehungen zu China befasst. Die USCC hat eine Untersuchung der Vorfälle gefordert, will sie jedoch nicht weiter kommentieren. Die angeschuldigten Hersteller bestreiten die Vorwürfe oder verweigern eine öffentliche Stellungnahme. Zwischen RIM und der indischen Regierung gab es schon früher Streit um den Zugriff auf Blackberry-Mails.

viaSpitzelschnittstelle – Staatliche Mobilfunk-Spionage in Indien – Sonstiges – PC-WELT.