Nuklearprogramm: Iran soll Atombombe in Nordkorea getestet haben

Messdaten zeigen, dass in Nordkorea im Jahr 2010 zwei geheime Atombombentests stattgefunden haben. Mehrere Geheimdienste glauben: mindestens einer davon war ein iranischer.

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Irans Militär ist bereit zum Erstschlag gegen Feinde

Mit der zunehmenden Isolation Irans wird der Ton politischer Erklärungen immer schärfer: Der Vize-Chef der iranischen Streitkräfte schloss am Dienstag einen präventiven Angriff nicht aus, wenn die nationalen Interessen des Landes dies erforderten.

Die Nachrichtenagentur Fars zitierte Mohammed Hedschasi mit den Worten: “Wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Feinde die nationalen Interessen des Iran gefährden wollen und sich dazu entschließen wollen, dann werden wir handeln, ohne auf ihr Vorgehen zu warten.” Das sei Teil der Militärstrategie des Landes.

Israel und die USA haben eine Militäraktion gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, falls die Gefahr besteht, dass der Iran an Atomwaffen gelangen könnte. Die USA hatten zudem angekündigt, dass sie die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus auch mit militärischen Mittel verteidigen würden. Sie reagierten damit auf die Drohung Irans, die Meerenge zu blockieren, wenn die internationale Gemeinschaft ihre Sanktionen verschärft. Durch die Straße von Hormus wird mit Supertankern ein Großteil des arabischen Erdöls transportiert.

Die Staatengemeinschaft verlangt vom Iran eine Offenlegung seines Atomprogramms und eine enge Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Deren Inspektoren haben am Dienstag ihre Gespräche im Iran fortgesetzt. Sie wollen Klarheit über die militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms. Der Iran behauptet, die Atomkraft nur für zivile Zwecke nutzen zu wollen, räumt aber Verdachtsmomente für ein Waffenprogramm nicht aus.

Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hat die Europäische Union (EU) ein Importverbot für iranisches Erdöl ab Juli verhängt. Der Iran reagierte darauf mit der Ankündigung, seine Lieferungen an einige EU-Staaten sofort einzustellen. Allerdings haben die meisten EU-Länder ihre Importe aus dem Iran bereits eingestellt oder stark zurückgefahren.

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Atomkonflikt: Iran warnt Westen vor Militärschlag

Im Streit um Irans kontroverses Atomprogramm scheint eine Einigung weiter entfernt denn je. Das Land wird nach den Worten seines geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei dem internationalen Druck nicht nachgeben und an seinem Atomprogramm festhalten. Stattdessen drohte Chamenei am Freitag mit Vergeltung für die Sanktionen gegen die iranischen Ölexporte.

Drohungen gegen Iran würden den USA schaden, erklärte er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. “Wir haben unsere eigenen Drohungen, die wir zu gegebener Zeit umsetzen können.” Zugleich wandte er sich gegen Israel. Der Iran werde jedes Land und jede Gruppe unterstützen, die eine Konfrontation mit Israel suchten, erklärte Chamenei.

Ein israelischer Angriff auf iranische Atomanlagen könnte möglicherweise schon bald bevorstehen. Laut “Washington Post” rechnet US-Verteidigungsminister Leon Panetta bereits ab dem Frühjahr mit einer solchen Attacke. Panetta gehe davon aus, dass Israel Iran höchstwahrscheinlich im April, Mai oder Juni angreifen könnte, schrieb “Washington-Post”-Kolumnist David Ignatius ohne Angabe von Quellen.

Israel fürchte, dass Iran in Kürze genügend angereichertes Uran in unterirdischen Anlagen lagere, um eine Atombombe zu bauen. Nur die USA hätten dann die Möglichkeit, Iran militärisch zu stoppen, schreibt Ignatius aus Brüssel, wo ein Treffen der Nato-Verteidigungsminister stattfand.

Der Fernsehsender CNN berichtet, ein Regierungsvertreter habe die Angaben bestätigt. Aus amerikanischen, britischen und französischen Regierungskreisen verlautet, die USA und ihre Verbündeten wollten Israel von solch einem Angriff unbedingt abbringen. Ein einseitiger Militärschlag gegen das umstrittene Atomprogramm werde letztlich die Herrschenden in Teheran stärken und nicht schwächen, hieß es zur Begründung. Die USA teilten aber mit Israel die Einschätzung darüber, wann Iran über Atomwaffen verfügen könnte.

Sowohl Panetta als auch das US-Verteidigungsministerium wollten sich zu dem Bericht der “Washington Post” nicht äußern. Der Minister sagte jedoch in Brüssel, Israel habe angedeutet, einen Militärschlag zu prüfen, und Washington habe seine Bedenken geäußert.

US-Senat für schärfere Sanktionen

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte am Donnerstag erklärt, die internationale Gemeinschaft könnte bereit sein, einen Militärschlag in Erwägung zu ziehen, sollten die Sanktionen gegen Iran nicht greifen. Dem Militär-Geheimdienstchef Awiw Koschawi zufolge besitzt Iran angereichertes Uran für vier Atombomben. Sollte der Befehl erfolgen, brauche Iran ein Jahr für den Bau einer Kernwaffe. Israel fühlt sich durch das iranische Atomprogramm in seiner Existenz bedroht.

Unmittelbar vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz warnt deren Leiter Wolfgang Ischinger vor einem Militärschlag gegen Iran. “Das wäre der Bankrott der Politik und der Diplomatie”, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Es müsse in München darüber geredet werden, ob nach einem Scheitern diplomatischer Bemühungen noch andere als militärische Optionen im Atomstreit mit Iran möglich seien.

Auch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat Israel vor “Abenteuern” – also möglichen Attacken gegen Iran – gewarnt. “Die Lage rund um das Thema Iran und sein Nuklearprogramm ist besorgniserregend”, sagte der Minister der Zeitung “Die Welt”.

Der US-Senat will die Sanktionen gegen Iran verschärfen. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben passierte am Donnerstag den zuständigen Banken-Ausschuss der Kongresskammer. Die vorgeschlagenen Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen den iranischen Ölsektor und die Eliteeinheit der Revolutionswächter. Außerdem sind Einreiseverbote und Kontosperren für Personen und Firmen geplant, die Teheran Technologie zur Unterdrückung der Oppositionsbewegung liefern. Im Streit um das Atomprogramm hatte zuletzt die EU ein umfassendes Ölembargo gegen Iran verhängt.

Viele Länder werfen Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran betont dagegen den friedlichen Charakter seines Programms und das Recht, als souveräner Staat die Atomtechnologie zu entwickeln.

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Iran schießt Mini-Satelliten in Erdumlaufbahn

Der Iran hat laut Medienberichten einen Satelliten ins All geschossen. Der Start sei erfolgreich verlaufen, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender al-Alam am Freitag. Der rund 50 Kilogramm schwere Beobachtungssatellit “Navid” solle in einer Höhe von 250 bis 370 Kilometern in seine Umlaufbahn gebracht werden, zitierte die Agentur den Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Hamid Faseli.

Nach seinen Angaben soll der Satellit “Bilder von der Erde aufnehmen”. Er habe eine Lebensdauer von etwa anderthalb Jahren und umrunde die Erde alle 90 Minuten. Es ist der dritte Satellit dieser Art, den das Land ins All geschickt hat. Iran hatte erstmals im Februar 2009 den Satelliten “Omid” gestartet und damit Ängste bei der internationalen Gemeinschaft geschürt. Im Juni 2011 schoss das Land den kleinen Satelliten “Rasad 1″ in den Orbit.

Die USA und andere westliche Staaten verdächtigen Teheran, mit seinem Programm zur Urananreicherung die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben. Die Regierung in Teheran weist militärische Absichten mit dem Argument zurück, ihr Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung.

Kritikern zufolge könnte die iranische Technologie zum Transport von Satelliten prinzipiell auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Tatsächlich wäre für den Transport eines Atomsprengkopfs aber eine erheblich größere Rakete nötig, als sie für den Mini-Satelliten verwendet wurde. Die Rakete des Typs Simorgh kann bis zu 60 Kilogramm schwere Lasten in eine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn befördern.

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Volksmudschaheddin: EuGH erteilt EU eine Lektion

Vor dem Hintergrund der jüngsten Sanktionen und des Ölembargos der EU gegen Iran erhält eine Entscheidung hohe Brisanz, mit der der EuGH den EU-Mitgliedsstaaten eine Lektion erteilt hat. Darf eine Organisation in die Liste terroristischer Organisationen aufgenommen werden, ohne dass sie vorher angehört wird?

Schon im Dezember 2008 hatte das Gericht Erster Instanz entschieden, dass die Mitgliedsstaaten im EU-Rat die Verteidigungsrechte der “Volksmudschaheddin des Iran” verletzt hatte, weil sie die Gründe für die Aufnahme in die Liste nicht vorher mitgeteilt hatte.

Die Aufnahme in diese Liste hat zur Folge, dass Gelder und sonstige Vermögenswerte eingefroren werden. Damit soll verhindert werden, dass Organisationen auf der Liste terroristische Anschläge vorbereiten oder gar durchführen. Voraussetzung für die Eintragung einer Organisation in die europäische Liste ist die Entscheidung einer zuständigen Behörde auf nationaler Ebene.

Im Mai 2002 wurden die Volksmudschaheddin vom Rat in die EU-Liste aufgenommen, nachdem sie vom britischen Innenministerium als terroristische Organisation verboten worden war. Dieser Beschluss des Rates wurde mit Urteil des Gerichts vom 12. Dezember 2006 wegen Missachtung der Verteidigungsrechte aufgehoben. Im Juni 2007 wurde das Verbot der Volksmudschaheddin von den britischen Behörden aufgehoben.

“Abwegig” und “vernunftwidrig”

Dabei wurde die ursprüngliche Eintragung als “abwegig” und “vernunftwidrig” qualifiziert. Dennoch nahm der Rat der EU, der die Liste regelmäßig überprüft, die Organisation nicht von der Liste. Mit Urteil vom 23.10.2008 wurde der Beschluss des Rates daher erneut für nichtig erklärt. Wenige Monate vorher, im Juli 2008, hatte der Rat in Kenntnis der Entscheidung der britischen Behörden die Volksmudschaheddin in der Liste belassen.

Nach seiner Auffassung war das durch neue Erkenntnisse gerechtfertigt, über die die Organisation am gleichen Tag informiert wurde. Die neuen Informationen kamen von der französischen Regierung und betrafen die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Antiterror-Abteilung der Staatsanwaltschaft beim Tribunal de grande instance in Paris im Jahr 2001 und zwei ergänzende Anschuldigungen gegen mutmaßliche Mitglieder Volksmudschaheddin im Jahr 2007.

Natürlich klagte die Organisation erneut gegen den Rat und erneut wurde der Ratsbeschluss aufgehoben. Im Urteil vom 4. Dezember 2008 äußert sich das Gericht befremdet darüber, dass ihm angeblich wichtige Dokumente aus Geheimhaltungsgründen von der französischen Regierung vorenthalten wurden. Ist es einem Gericht zuzumuten, auf der Grundlage bloßer Behauptungen einer Seite zu urteilen?

Gegen dieses Urteil rief Frankreich den Europäischen Gerichtshof (EuGH) an, der am 21. Dezember 2011 sein Urteil verkündete. Er macht zunächst darauf aufmerksam, dass der Rat bei einem Beschluss über die Aufnahme in die Liste und das damit verbundene Einfrieren von Geldern nicht verpflichtet ist, der betroffenen Person oder Organisation im Voraus die Gründe mitzuteilen. Eine solche Maßnahme müsse nämlich überraschend kommen und sofort angewandt werden können. Daher genügt eine Information, in der auch die Gründe mitzuteilen sind, mit oder unmittelbar nach Erlass des Beschlusses.

Rechte der Volksmudschaheddin

Bei der Entscheidung, eine Person oder Organisation auf der Liste zu belassen, gebe es aber kein Überraschungsmoment mehr. Deswegen müssten die belastenden Umstände vorher mitgeteilt werden und der betroffenen Person oder Organisation Gelegenheit zur Anhörung gegeben werden. Dies sei von fundamentaler und entscheidender Bedeutung für die Verteidigungsrechte. Im Fall der Volksmudschaheddin habe der Rat diese Rechte verletzt, und sein Beschluss sei vom Gericht Erster Instanz zu Recht aufgehoben worden.

Der EuGH wörtlich: “Die Regel, wonach der Adressat einer beschwerenden Entscheidung in die Lage versetzt werden muss, seinen Standpunkt vorzutragen, bevor die Entscheidung getroffen wird, soll es nämlich der zuständigen Behörde ermöglichen, alle maßgeblichen Gesichtspunkte angemessen zu berücksichtigen. Zur Gewährleistung eines wirksamen Schutzes des Adressaten soll die Regel diesem insbesondere die Möglichkeit geben, einen Fehler zu berichtigen oder seine persönliche Situation betreffende Umstände vorzutragen, die für oder gegen den Erlass oder für oder gegen einen bestimmten Inhalt der Entscheidung sprechen.” Warum sollte diese Grundregel nicht auch für den Rat der EU gelten?

Wenn es um Grundrechte geht, ist Geheimniskrämerei fehl am Platz. Erstaunlich, dass die EU-Mitgliedsstaaten darüber eine Lektion des EuGH benötigen.

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Wie hart trifft das Öl-Embargo den Iran?

Das EU-Embargo gegen iranisches Öl trifft ausgerechnet Griechenland hart, denn das Land muss derzeit für Lieferungen nicht zahlen – Teheran stundet Athen die Schulden. Der Iran dürfte nun versuchen, sein Öl in Asien loszuwerden. Das aber versuchen die EU und die USA zu verhindern.

Der Iran exportiert täglich rund 2,5 Millionen Fass Öl. Mehr als drei Viertel der iranischen Deviseneinnahmen kommen aus dem Verkauf von Öl und Gas. “Wenn du mit allen Mitteln verhinderst, dass der Iran diese Einnahmen hat, dann hast du dem Iran den Krieg erklärt. Du zerstörst damit die Existenz des islamischen Regimes”, meint Politikprofessor Zibakaram von der Universität Teheran.

Gut 75 Milliarden Dollar hat der Iran letztes Jahr durch den Verkauf von Öl und Gas eingenommen. Wie viel Geld ins Nuklearprogramm geflossen ist, ist völlig unklar. Klar ist, dass vor allem westliche Länder davon überzeugt sind, dass Teheran Ölgeld nutzt, um Nuklearwaffen zu entwickeln.

“Wir wollen die Verbreitung von Nuklearwaffen im Nahen Osten verhindern”, sagt Londons Außenminister William Hague. “Denn dadurch könnte ein Wettrüsten in der Region ausgelöst und das Überleben des Nichtverbreitungsvertrags [für Atomwaffen] in Frage gestellt werden.”

Frankreich, so versichert Präsident Nicolas Sarkozy, werde alles tun, um eine militärische Intervention zu verhindern. Es gebe nur eine Lösung: “Wir brauchen strengere, entschlossenere Sanktionen, die den Verkauf iranischen Öls unterbinden und die Guthaben der iranischen Zentralbank einfrieren.”

Etwa 20 Prozent der iranischen Ölausfuhren gehen in die EU. Vor allem nach Spanien, Italien und Griechenland. Für die Griechen ist iranisches Öl fast unentbehrlich: Athen zahlt nicht für iranisches Öl, Teheran stundet Athens Ölschulden. Wer wird die hochverschuldeten Griechen künftig mit bezahlbarem Öl versorgen? Deutschland, Frankreich, die EU-Kommission? Sie alle drängen auf eine wirtschaftliche Gesundung Griechenlands.

USA werben bei asiatischen Staaten für Ölboykott

Der Iran könne den Wegfall des europäischen Marktes verkraften, glaubt Professor. Zibakaram. Dramatischer wäre ein Embargo durch die asiatischen Großkunden. Über 60 Prozent des ausgeführten iranischen Öls gehen nach China, Japan, Indien und Südkorea. Die USA haben in den vergangen Tagen in allen vier Ländern heftig für ein umfassendes Ölembargo gegen den Iran geworben. Tokio und Seoul werden Washington zähneknirschend folgen. Indiens Außenminister Rajan Mathai aber hat unlängst erklärt, sein Land fühle sich nur an UN-Sanktionen gebunden. Indien werde deshalb weiterhin Öl im Iran kaufen.

Chinas Außenamtssprecher Liu Weimin drückt es diplomatischer aus: Die Probleme mit Iran könnten nicht durch Sanktionen gelöst werden. Sein Land sei sehr besorgt. Gleichzeitig schließt Peking mit Saudi-Arabien neue Lieferverträge ab.

Sollte es mittelfristig zu einem vollständigen Boykott iranischen Öls kommen, könnte schon allein Saudi-Arabien den Ausfall der 2,5 Millionen Fass auf dem Weltmarkt durch eine Produktionssteigerung wettmachen. Teheran warnt die Golf-Araber aber eindringlich vor einem solchen Schritt.

Droht die Blockade der Straße von Hormus?

Im Iran leben rund 75 Millionen Menschen. Die Wirtschaft lahmt, die Inflation ist hoch, die heimische Währung verliert gegenwärtig dramatisch an Wert – in den vergangenen zwölf Monaten um fast die Hälfte gegenüber Dollar und Euro. “Damit das Regime überleben kann, wird es zurückschlagen. Die einzige logische, die einzige natürliche Waffe, die Iran hat, ist, die Straße von Hormus zu blockieren”, sagt der Politologe Zibarakam.

Damit, so hat Washington unmissverständlich erklärt, würde der Iran die rote Linie überschreiten. Im Klartext: es käme zum Krieg.

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Lieberman: “Israel muss Teil des vereinten Europas sein”

Israels Außenminister Lieberman spricht sich auf einem Kongress in Wien für einen EU-Beitritt seines Landes aus. Den Iran sieht er als “größte internationale Bedrohung”.Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman wünscht sich einen EU-Beitritt seines Landes. “Meine Vision ist, dass Israel ein Teil des vereinten Europas sein muss”, sagte er am Dienstag beim “com.sult”-Kongress in Wien. Israel sei “die einzige stabile Demokratie” in der Nahost-Region und vertrete dort “die gesamte westliche Zivilisation”.”Wir haben wirklich eine schlechte Nachbarschaft”, meinte der rechtsgerichtete Politiker mit Blick auf die arabischen Staaten. “Es wäre besser gewesen, wenn uns Moses in die Nachbarschaft von Deutschland, Österreich und Italien geführt hätte. Aber das ist unser Schicksal, unser Platz und unsere Heimat. Und wir werden unser Land verteidigen”.Die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt sieht Lieberman skeptisch. In den arabischen Staaten gebe es nämlich keine starke Mittelschicht, die das Rückgrat demokratischer Systeme bilde. “Die wichtigste Voraussetzung für eine starke Demokratie ist die Existenz einer erfolgreichen Mittelklasse”, betonte der Minister.”Wirtschaft entscheidend” für Frieden in NahostZu den auf Eis liegenden Nahost-Friedensbemühungen meinte der israelische Chefdiplomat, man solle die Herangehensweise zu ändern: “Entscheidend ist die Wirtschaft”. Derzeit betrage das Pro-Kopf-Einkommen der Palästinenser lediglich 3000 Dollar 2305 Euro. “Wenn wir es auf 15.000 Dollar anheben, dann werden wir alle unsere Probleme ohne Vermittler lösen”, so Lieberman.Als “Unsinn” bezeichnete er den Vorwurf, dass die israelische Siedlungspolitik das größte Hindernis im Friedensprozess sei. Israel habe mit Ägypten und Jordanien Frieden geschlossen, obwohl es damals schon Siedlungen gegeben habe. Im Gaza-Streifen seien wiederum “21 florierende Siedlungen evakuiert” worden. “Das Ergebnis war, dass heute dort die Hamas als größte Terrorregierung der Welt an der Macht ist, und mittlerweile 12.000 Raketen auf Südisrael abgeschossen wurden.” Dies zeige, dass es im Konflikt mit den Palästinensern “nicht um Territorium, sondern um Werte geht”.”Iran wird den gesamten Energiemarkt kontrollieren”Den Iran bezeichnete Lieberman als “die größte internationale Bedrohung”. Teheran werde innerhalb von drei Jahren den mehrheitlich schiitischen Irak unter Kontrolle gebracht haben und sich danach den Golf-Staaten und Saudi-Arabien widmen. Dann werde der Iran “den gesamten Energiemarkt der Welt kontrollieren”. Schon jetzt sei er in zahlreiche Terroraktivitäten involviert, etwa über die Hamas und Hisbollah, aber auch am Horn von Afrika. Auch das syrische Regime könne nur durch die iranische Unterstützung überleben.Etwa ein Dutzend Personen demonstrierte in der Früh vor dem Eingang des Hauses der Industrie am Schwarzenbergplatz gegen die Teilnahme Liebermans am “com.sult”-Kongress.”Es ist kontraproduktiv, wenn ein Mann, der gegen die arabische Bevölkerung ist, über den Arabischen Frühling spricht”, sagte eine Aktivistin. Peter Melvyn von der Organisation “Kritische Jüdische Stimme” warf dem israelischen Rechtspolitiker vor, zur Gewalt aufzurufen.

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Irans Atomprogramm: EU beschließt „beispiellose“ Sanktionen gegen Iran

Spätestens vom 1. Juli an soll kein iranisches Öl mehr in die EU importiert werden. Auch Konten der iranischen Zentralbank werden gesperrt. „Wir können nicht akzeptieren, dass Iran nach der Atombombe greift“, sagt Guido Westerwelle nach dem Beschluss der EU-Außenminister.

Das Ölembargo trifft die wichtigste Einnahmequelle Irans. Etwa die Hälfte der staatlichen Einnahmen stammt aus Öllieferungen; sie machen achtzig Prozent der iranischen Exporte aus. Westerwelle bezifferte den von Europa bisher abgenommenen Teil auf gut ein Viertel der iranischen Ölexporte. Als Anteil am gesamten Außenhandel Irans waren es im ersten Halbjahr 2011 18 Prozent. Iran bleiben als große Abnehmer noch China (22 Prozent), Japan (14), Indien (13) und Südkorea (10). Die amerikanische Regierung, die selbst kein iranisches Öl importiert, versucht allerdings, asiatische Länder ebenfalls zu einer Rückführung ihrer Öleinfuhren zu bewegen. Die japanische Regierung hat sich dazu schon bereit erklärt. Es gibt Berichte, dass auch China seine Importe aus Iran ebenfalls drosseln wolle.

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China strebt Partnerschaft mit Saudi-Arabien an

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao ist nach Saudi-Arabien gereist, um sich den Zugang zu dessen Öl-Reserven zu sichern. China stellte im Gegenzug umfassende Investitionen in die saudische Infrastruktur in Aussicht und betonte, dass es die Kooperation mit Saudi-Arabien vertiefen wolle.

Angesichts der US-Sanktionen gegen den Iran bangt Peking, um seine Öl-Importe. Derzeit bezieht China 11 Prozent seiner Einfuhren aus dem Iran.

Wen-Jiabao will die Importe aus dem Iran nun reduzieren, auch wegen strittiger Preisvorstellungen.

Auf der Suche nach Alternativen wird er nach Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen.

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Höchste Menge seit 1980: Saudi-Arabien fördert mehr öl

Saudi-Arabien fördert so viel Öl wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gut eine Woche vor einem Treffen der Organisation Erdöl Exportierender Länder (Opec) werteten Analysten dies als Zeichen, dass der größte Öl-Lieferant der Welt entschlossen ist, die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff durch höhere Fördermengen auch zu bedienen. Eigentlich ist Saudi-Arabien als Opec-Mitglied an die Förderquoten des Kartells gebunden.

Einem hochrangigen saudischen Manager aus der Ölbranche zufolge produzierte das Königreich im November mehr als zehn Millionen Barrel pro Tag (bdp). Das ist mehr als die 9,45 bpd, die bei einer Reuters-Studie geschätzt wurden. „Das ist die höchste Fördermenge seit 1980“, sagte Analyst Michael Poulsen von Global Risk Management am Mittwoch.

„Das zusätzliche Öl wird entweder im Nahen Osten verbraucht oder nach Osten verschifft, um die brüllenden Drachen in Asien zu füttern.“

Andere Analysten meinten, dass dies nur zu dem üblichen Geschacher um Quoten vor dem nächsten Opec-Treffen am 14. Dezember gehört. Es könnte den Druck erhöhen, Fördermengen nicht zu begrenzen zumal die Europäische Union erwägt, Öl aus dem Opec-Land Iran zu verbieten.

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