ExxonMobil verpasst den Anschluss

Nachdem der US-Ölkonzern ExxonMobil den Titel des teuersten Konzerns der Welt an Apple abgeben musste, ist das Unternehmen auch beim Quartalsgewinn deutlich hinter den Kaliforniern geblieben.Im vierten Quartal legte der Überschuss nur um 1,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar oder 1,97 je Aktie zu. Damit bleibt Exxon Mobil unter den Erwartungen und ist weit von den 13 Milliarden Dollar entfernt, die Apple im selben Zeitraum verdient hat. Analysten hatten einen Gewinn von 2,00 Dollar je Aktie oder 9,66 Milliarden Dollar erwartet. Im dritten Quartal war der Gewinn von Exxon noch um 41 Prozent auf 10,33 Milliarden Dollar gestiegen.

Auch auf das Gesamtjahr hoch gerechnet erscheinen die Zahlen des Ölgiganten in einem deutlich helleren Licht. Danach erwirtschaftete Exxon 2011 einen Reingewinn von 41,06 Milliarden Dollar, zehn Milliarden mehr als 2010. Höher war der Gewinn nur 2008, als 45,22 Milliarden Dollar verdient wurden. Der Umsatz stieg im Vorjahr von 383,2 auf 486,4 Milliarden Dollar.

Gewinnrückgang erwartet

Lediglich in der Zeit zwischen Oktober und Dezember verdiente Exxon so wenig wie in keinem anderen Quartal des vergangenen Jahres. Als Bremse erwies sich das Geschäft mit Chemikalien und Motorenschmierstoffen. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz aber um 16 Prozent auf 121,6 Milliarden Dollar.

An der Wall Street gibt die Aktie 0,7 Prozent nach – auch weil sich die Aussichten für das laufende Jahr etwas eingetrübt haben. Analysten erwarten einen Gewinnrückgang auf 37,7 Milliarden Dollar.

Ölkonzerne profitierten derzeit von dem Preisanstieg, leiden jedoch zeitgleich unter der schwächeren Konjunktur. Rohölfutures legten in New York bis Ende des vierten Quartals um ein Viertel auf 98,83 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Der Brent-Preis stieg in dem Quartal um fünf Prozent. Der Gewinn des Exxon-Konkurrenten Chevron war im abgelaufenen Quartal wegen höherer Kosten sogar leicht gesunken.

viaboerse.ARD.de : ExxonMobil verpasst den Anschluss.

Frachtschiff “Vera” sinkt vor türkischer Küste

Unglücksursache ist vermutlich der extreme Wellengang: Nach der Havarie eines Frachtschiffs vor der türkischen Küste werden offenbar neun Mitglieder der elfköpfigen Besatzung vermisst. Die “Vera” ist im Schwarzen Meer gesunken.

Vor der türkischen Küste ist bei stürmischer See ein Frachtschiff untergegangen. Die türkische Küstenwache suche nach neun mutmaßlich ukrainischen Besatzungsmitgliedern, teilten die Behörden mit. Zunächst hatte es geheißen, es würden zehn polnische Seeleute vermisst. Die Zahl der Vermissten wurde später jedoch revidiert. Zwei Mannschaftsmitglieder konnten gerettet werden und wurden ins Krankenhaus gebracht.Der Frachter “Vera” unter kambodschanischer Flagge war von Russland aus auf dem Weg nach Aliaga, als er im Schwarzen Meer vor Eregli kenterte. Als die Küstenwache nach Erhalt des Notrufs eintraf, war das Schiff schon gesunken”, sagte der Leiter der Handelskammer für die Region, Irfan Erdem, dem türkischen Fernsehsender NTV. Vermutlich sei die Ladung bei dem stürmischen Wellengang verrutscht. Das Schiff hatte offenbar Metallschrott geladen.In der Türkei herrschen seit der vergangenen Woche extreme Wetterbedingungen mit heftigen Schneestürmen. Für Dienstag galten Sturmwarnungen für Teile des Marmarameers, des Schwarzen Meers und der Ägäis. Die Bosporus-Meerenge, eine wichtige Route für den Schiffsverkehr durch Istanbul, war am Dienstag wegen schlechter Sichtverhältnisse komplett geschlossen worden.

viaSchwarzes Meer: Frachtschiff “Vera” sinkt vor türkischer Küste – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama.

Aliağa ist eine Stadt und ein Landkreis etwa 50 km nördlich von İzmir an der türkischen Ägäisküste in der Provinz İzmir.

Eine Öl-Raffinerie, mehrere Schiffsabbruchbetriebe und der Tourismus sind die wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine Aliağas.

viaAliağa – Wikipedia.

Ban kritisiert Afrika für Umgang mit Homosexuellen

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kritisiert, dass in vielen afrikanischen Staaten Diskriminierung aufgrund von sexuellen Neigungen “ignoriert oder gar gebilligt” werde. Regierungen würden Homosexuelle wie “Bürger zweiter Klasse oder sogar Verbrecher” behandeln, sagte er in seiner Rede vor den Staats- und Regierungschefs der AU-Mitgliedsstaaten.

In den meisten afrikanischen Staaten wird Homosexualität nicht anerkannt und unter Strafe gestellt. Lediglich Südafrika erkennt offiziell die Rechte von Schwulen und Lesben an. Afrikanische Staatschefs hatten Kritik aus dem Ausland bislang häufig mit dem Verweis zurückgewiesen, Homosexualität sei nicht Teil ihrer Kultur.

An der zweitägigen Konferenz nehmen in der äthiopischen Hauptstadt mehr als 30 Staatschefs teil, darunter der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und der kenianische Präsident Mwai Kibaki. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Ankurbelung des innerafrikanischen Handels und die Schaffung einer kontinentalen Freihandelszone.

Südsudan stoppt im Grenzstreit Ölproduktion

Während Ban die Regierungen des Sudans und des Südsudans vor Journalisten dringend dazu aufrief, eine Lösung für ihren schwelenden Grenzkonflikt zu finden, stoppte der Südsudan die eigene Ölproduktion vollständig. Das Land verfügt seit seiner Unabhängigkeit vom Sudan im Juli über rund Dreiviertel der Ölförderung des ehemaligen Gesamtstaates. Doch für den Export ins Ausland ist der Südsudan auf Pipelines des Sudan angewiesen. Beide Länder können sich bisher nicht auf Transitgebühren einigen. “Je länger die bestehenden Probleme ungelöst bleiben, desto schlimmer wird die Krise werden”, sagte Ban und nannte den sich zuspitzenden Konflikt eine “ernsthafte Gefahr für den Frieden und die Sicherheit in der Region”.

Die beiden Staatschefs Omar al-Baschir und Salva Kiir hätten bisher keinen politischen Willen gezeigt, um eine Einigung zu finden. Es sei Zeit, Kompromisse einzugehen und Flexibilität zu zeigen, betonte Ban.

Präsident Benins Yayi ist neuer Vorsitzender

Am Morgen hatte die aus 54 Ländern bestehende Staatengemeinschaft den Präsidenten Benins, Thomas Boni Yayi, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst den Staatschef von Äquatorial-Guinea, Teodoro Obiang Nguema, ab, der den Posten im vergangenen Jahr innehatte. Der Vorsitz der AU wechselt jährlich zwischen den afrikanischen Staatschefs, wobei das Amt hauptsächlich repräsentative Aufgaben umfasst.

200-Millionen-Dollar-Hauptquartier von China finanziert

Das Treffen findet erstmals im neuen AU-Hauptquartier statt. Das 200 Millionen Dollar (152 Millionen Euro) teure Gebäude war komplett von China finanziert und am Samstag bei einer feierlichen Zeremonie eingeweiht worden. Mit rund 100 Metern Höhe ist der Turm mit angrenzendem Konferenzzentrum der derzeit höchste Bau in Addis Abeba.

viaBan kritisiert Afrika für Umgang mit Homosexuellen | tagesschau.de.

Neue Mehrheitsverhältnisse bei der Dillinger Stahlhütte

Artikel vom 16.12.2008 – Gegen das Vergessen!

In der saarländischen Stahlindustrie ist Bewegung. Der weltweit größte Stahlproduzent Arcelor-Mittal trennt sich nach langen Verhandlungen von 21,2 Prozent seiner Anteile an der Dillinger Hütte und gibt damit die Mehrheit ab. Als Käufer treten die Montan-Saar-Stiftung sowie die Dillinger Hütte selbst auf. Über eine Zwischenholding gehören der Montan-Saar-Stiftung damit etwa 60 Prozent, wodurch sie künftig den Kurs vorgeben kann.

Sollten die Kartellbehörden dem Deal zustimmen würde der Stahlstandort Saar nicht nur abgesichert, sondern sogar gestärkt aus einem langen Verwirrspiel hervorgehen. Vor einem halben Jahr plante Arcelor-Mittal noch eine Komplettübernahme der Hütte mit folgender Integration in den Konzern.

Nun kontrolliert der Konzern nur noch 30,1 Prozent des Dillinger Kapitals. Der Wert der Hütte wurde im Juli noch auf rund 7 Milliarden Euro geschätzt.

Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Stahlkrise benötigt der indische Weltmarktführer jedoch inzwischen dringend Kapital um nicht zu hart zu fallen. Weltweit sollen etwa 9.000 Arbeitsplätze wegfallen. Davon betroffen sind auch die deutschen Standorte in Bremen, Hamburg, Duisburg und Eisenhüttenstadt. Dem Vernehmen nach sollen für die Anteile der Dillinger jetzt circa 777 Millionen Euro geflossen sein, da die Saarländer nach dem Einsetzen des Abschwungs nur noch mit 2,6 Milliarden Euro taxiert wurden.

Die Dillinger Hütte kann auf einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro verweisen. Die 5.200 Mitarbeiter produzierten im letzten Jahr rund 2,3 Millionen Tonnen Stahl. Von der Krise wird das Unternehmen bislang vergleichsweise wenig berührt, da die Hauptabnehmer in der bisher krisenfesten Energiesparte tätig sind. Künftig soll das Unternehmen enger mit der ebenfalls von der Montan-Stiftung-Saar kontrollierten Saarstahl zusammenarbeiten, wodurch sich vermutlich Synergien in hohem Maße ergeben würden. Personelle Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen gibt es bereits. Die Montan-Saar-Stiftung wurde zwar mit Unterstützung des Saarlands gegründet. Allerdings betonen beide Seiten, dass sie unabhängig agiere.

viaNeue Mehrheitsverhältnisse bei der Dillinger Stahlhütte.

EUROPIPE

Nord Stream – ein Offshore Projekt in 2 Phasen

Aus dem russischen Erdgasfeld Yuzhno-Russkoye – und in Zukunft auch von den Gasfeldern der Jamal Halbinsel sowie Shtokmanovskoye – soll Gas in das westeuropäische Netz geführt werden. Vom russischen Wyborg aus ist deshalb eine Offshoreleitung mit 2 Strängen zur deutschen Ostseeküste in die Nähe von Greifswald geplant. Von hier aus wird das Gas weiter in das deutsche Netz sowie nach Holland, Dänemark, Frankreich, England und in weitere Länder geleitet.

EUROPIPE hat für den ersten Strang ca. 990 km (860.000 Tonnen) Rohre produziert und an Nord Stream geliefert. Auch für den zweiten Strang ist EUROPIPE der Haupt-Rohrlieferant und wird ca. 850 km (714.000 Tonnen) Großrohre herstellen.

Alle Rohre erhalten durch unsere Tochtergesellschaft MÜLHEIM PIPECOATINGS innen eine Auskleidung mit Epoxy und außen eine Beschichtung mit Polyethylene.

Hier einige Daten zum Projekt: Gesamtlänge zweimal 1.220 km, max. Wassertiefe 210 m, Anfangsdruck 220 bar, Basisspezifikation DNV OS-F 101, Materialgüte SAWL 485 IF, Durchmesser 48″ (1220 mm), Wanddicken 26,8 – 41 mm.

viaEUROPIPE. Nord Stream.

Gesellschafter der EUROPIPE GmbH sind zu je 50 % die Salzgitter Mannesmann GmbH

und die AG der Dillinger Hüttenwerke.

viaEUROPIPE. Anteilseigner/Gesellschafter.

Ostsee-Pipeline: Gazprom-Tochter bekommt Milliardenhilfe von Deutschland

Artikel vom 18.12.2009 – Gegen das Vergessen!

Die Ostsee-Pipeline soll russisches Erdgas nach Westeuropa transportieren – doch ohne Staatshilfe kommt das Projekt offenbar nicht aus: Die Betreiberfirma Nord Stream, eine Tochter des Energiegiganten Gazprom, bekommt nun von der Bundesregierung eine Milliardenbürgschaft.

Es ist ein Mammutprojekt für die europäische Energieversorgung: Die Ostsee-Pipeline soll eines Tages russisches Erdgas nach Westeuropa transportieren – auf direktem Weg von Russland nach Deutschland, ohne Transit über andere Länder wie die Ukraine. Doch bei der Finanzierung ist der Betreiber offenbar auf öffentliche Hilfe angewiesen: Im März hat das Konsortium Nord Stream in Deutschland Staatsgarantien beantragt, nun hat die Bundesregierung die Bürgschaften bestätigt.

Nord Stream gehört mehrheitlich dem russischen Energieriesen Gazprom Chart zeigen. Der Konzern wiederum ist mehrheitlich in Staatsbesitz und befindet sich unter Kontrolle des Kreml. Vorsitzender des Aktionärsausschusses von Nord Stream ist Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Weitere Anteilseigner sind neben Gazprom die beiden deutschen Konzern E.on Chart zeigen und BASF Chart zeigen sowie der niederländische Energieversorger Gasunie Chart zeigen.

Nord-Stream-Sprecher Jens Müller erklärte am Freitag, bei den Staatshilfen gehe es lediglich um Bürgschaften. Kredite seien nicht angefragt worden. Damit widersprach Müller einem Bericht des “Focus”. Der Pipelinebau sei und bleibe das größte privatfinanzierte Konjunkturprogramm Europas.

Insgesamt geht es um 2,6 Milliarden Euro

Allerdings machte Müller deutlich, dass Nord Stream sehr wohl staatliche Hilfe angefragt habe. Er erklärte, Nord Stream habe bei der Regierung in Berlin Hermes-Garantien im Umfang von 1,6 Milliarden Euro beantragt. Darüber hinaus gebe es einen Antrag im Umfang von einer Milliarde Euro auf sogenannte ungebundene Finanzkredite. Auch hierbei handle es sich – ungeachtet des Namens – nicht um Kredite sondern um Garantien. Diese würden für solche Projekte vergeben, die im staatlichen Interesse lägen. Dies sei bei der Ostsee-Pipeline, die die Energieversorgung Deutschlands sichern soll, der Fall.

Im Dezember habe die Regierung die Bürgschaften bestätigt, sagte Müller. Am Mittwoch dieser Woche sei der Haushaltsausschuss des Bundestags darüber informiert worden.

Müller betonte, dass Nord Stream in erheblichem Umfang Aufträge an deutsche Firmen vergeben habe. Namentlich nannte er das Unternehmen Europipe, das einen großen Teil der Stahlrohre für die Ostsee-Pipeline liefert. “Das Engagement des deutschen Steuerzahlers kommt deutschen Firmen zugute”, sagte Müller mit Blick auf die beantragte Hermes-Bürgschaft.

Das Konsortium habe bis Mitte Oktober Angebote von Banken weltweit eingeholt und dabei Offerten im Umfang von mehr als sechs Milliarden Euro erhalten. Es gebe ein “sehr hohes Interesse” an Beteiligungen an dem Projekt.

Die Pipeline soll eine Länge von 1220 Kilometer haben. Die Gesamtkosten werden mit 7,4 Milliarden Euro veranschlagt. Nach ihrer kompletten Fertigstellung soll die Leitung jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach Westeuropa liefern.

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Energiemarkt: Russland steigt bei deutschen Raffinerien ein

Artikel vom 15.10.2010 – Gegen das Vergessen!

Anteile an vier Raffinerien für insgesamt 1,13 Milliarden Euro: Die russische Ölgesellschaft Rosneft hat sich im großen Stil in den deutschen Energiemarkt eingekauft. Besonders bei Benzin und Heizöl gewinnt das staatliche Unternehmen an Einfluss.

Russlands Einfluss auf die Energieversorgung in Deutschland wird immer größer. Die staatliche russische Ölgesellschaft Rosneft hat sich am Freitag für 1,13 Milliarden Euro in den deutschen Raffineriemarkt eingekauft. Rosneft übernimmt 50 Prozent an der Ruhr Oel GmbH, die vier Raffinerien betreibt und einer der Hauptversorger der deutschen Benzin- und Heizölkunden ist. Schon seit Jahren ist Russland Deutschlands wichtigster Lieferant von Rohöl und Erdgas.

Rosneft übernimmt den Anteil vom venezolanischem Ölkonzern Petroleos de Venezuela. Die andere Hälfte der Ruhr Oel hält weiter der britische Ölkonzern BP. Ruhr Oel ist an den Raffineriebetrieben Bayern Oil, MiRO Karlsruhe und PCK Schwedt beteiligt sowie Alleineigentümer der Raffinerie Gelsenkirchen-Scholven. Zusammen stellen die Anlagen ein Viertel der deutschen Raffineriekapazitäten.

Ruhr Oel kann bis zu 23,2 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr veredeln. Das entspricht den Angaben zufolge 20 Prozent der gesamten deutschen Raffineriekapazität. “Wir wollen international wachsen”, sagte Rosneft-Chef Eduard Chudainatow.

Dabei konzentriere sich das Unternehmen auf große Schlüsselmärkte. “Mit der Übernahme sind künftig 18 Prozent des Raffinieriekapazitäten von Rosneft im industriellen Herzen Europas”, so Chudainatow. Ruhr Oel werde von der finanziellen Stärke seines Unternehmens profitieren. Rosneft wiederum wolle das Wissen und die Erfahrungen von Ruhr Oel für sich nutzen.

Noch mehr russischer Einfluss durch die Ostsee-Pipeline?

Die Russen drängen seit Jahren auf den deutschen Energiemarkt: Der russische Gaskonzern Gazprom hält bereits einen Anteil an der Wintershall-Vermarktungsgesellschaft Wingas von 50 Prozent und an der Verbundnetz Gas AG. Außerdem sponsert Gazprom den Fußballverein Schalke 04.

Deutschlands Abhängigkeit von russischer Energie könnte noch steigen, wenn ab 2011 russisches Gas durch die neue Ostsee-Pipeline nach Europa fließt. Im Endausbau ab 2012 sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas für mehr als 26 Millionen Haushalte durch die Rohre strömen. Bauherren des Milliardenprojekts sind Gazprom und europäische Energiekonzerne.

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Petroplus Raffinerie Ingolstadt vor der Insolvenz

Der Schweizer Raffineriebetreiber Petroplus http://www.petroplusholdings.com hat Insolvenz angemeldet. In Deutschland sind die vier Tochtergesellschaften Marimpex, Petroplus Deutschland, Petroplus Bayern und die Petroplus Tankstorage betroffen. “Am Arbeitsverhältnis der insgesamt 420 Mitarbeiter in Deutschland ändert sich vorerst nichts. Die Lohn- und Gehaltszahlungen sind zumindest bis Ende März gesichert”, so ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Michael Jaffé http://www.jaffe-rae.de gegenüber pressetext.

Kredite eingefroren

Das Unternehmen kann Medienberichten zufolge Schuldverschreibungen und Anleihen im Wert von 1,75 Mrd. Dollar (1,34 Mrd. Euro) nicht mehr zurückzahlen. Ende Dezember 2011 hatten Banken noch nicht bezogene Kredite in Höhe von einer Mrd. Dollar eingefroren. Vor allem durch Überkapazitäten am europäischen Markt ist das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Die Raffinerieindustrie leidet durch die Konkurrenz aus den Schwellenländern.

Die Petroplus Deutschland als eine der wesentlichen operativen Gesellschaften des Konzerns hat 2010 mit Erdölprodukten einen Umsatz von über 4,2 Mrd. Euro gemacht. “Alle deutschen Petroplus-Gesellschaften erwirtschafteten dabei trotz schwieriger Marktverhältnisse operativ Gewinne”, unterstreicht der Sprecher.

Investoren gesucht

Wichtigster Standort in Deutschland ist Ingolstadt, wo nicht nur die Raffinerie ihren Sitz hat, sondern von wo aus unter anderem auch Ölgesellschaften, Tankstellen, Industrieunternehmen, Wiederverkäufer und Heizungskunden vor allem in Süddeutschland versorgt werden. Den Standort hatte Petroplus 2007 von ExxonMobil übernommen. Derzeit läuft die Produktion in der Raffinerie Ingolstadt mit halber Kraft. Das drängendste Problem für die weitere Fortführung ist die Schaffung von Liquidität.

“Wir haben bereits mit Unterstützung der Agentur für Arbeit eine Vorfinanzierung des den Mitarbeitern zustehenden Insolvenzgeldes in die Wege geleitet”, so der Insolvenzverwalter. Bis Ende März sollen Lösungen für potenzielle Investoren gefunden werden.

viaRaffineriebetreiber Petroplus geht in Insolvenz – Raffineriebetreiber Petroplus geht in Insolvenz.

Die Raffinerie Ingolstadt besitzt Anlagen für die integrierte atmosphärische und Vakuum-Destillation und das Fluid Catalytic Cracking (FCC) und hat eine Nennkapazität von 110.000 Barrel pro Tag.

Das Rohöl bezieht die Raffinerie über die 753 km lange Transalpine Ölleitung (TAL), die vom Hafen Triest (Italien) nach Ingolstadt führt. Die in der Raffinerie Ingolstadt hergestellten leichten und mittelschweren Destillate wie Benzin, Diesel, verschnittenes Diesel und Düsentreibstoff werden hauptsächlich in Deutschland und Österreich abgesetzt.

Petroplus betreibt weitere Raffinerien in Cressier NE (Frankreich), Teeside (England) und Anvers (Belgien).

Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. Die Raffinerie Ingolstadt wurde im April 2007 von Esso an den Ölhändler und Raffineriebetreiber Petroplus verkauft.

viaPetroplus Raffinerie Ingolstadt Firmenprofil + Adresse.