Gefährlichen Folgen von Unterernährung

Millionen Kinder sterben jährlich an Unterernährung. Die britische Wissenschaftlerin Claire Bourke glaubt, dass bessere Ernährung allein die Tragödie nicht verhindern wird. Sie sieht in dem Problem eine Immunkrankheit.

Jedes Jahr sterben mehr als drei Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung. Claire Bourke von der Queen-Mary-Universität in London ist der Ansicht, dass sich diese Tragödie nicht allein durch eine bessere Ernährung verhindern lässt. Sie betrachtet Unterernährung als Immunkrankheit und begründet dies unter anderem damit, dass die Betroffenen zumeist an einer Infektion sterben, nicht an einer Auszehrung. Unser traditionelles Bild von Unterernährung sei sehr oberflächlich, schreiben Bourke und ihre Kollegen in der Zeitschrift „Trends in Immunology“ (doi.org/10.1016/j.it.2016.04.003). Es sei das Bild von Menschen, die immer fragiler werden. Unterernährung sei aber mehr als ein zu geringes Körpergewicht und eine zu geringe Körpergröße. Sie führe auch zu Problemen mit dem Immunsystem, was die Betroffenen anfällig für Infektionen mache, so die Wissenschaftler weiter.

Allerdings ist derzeit noch nicht klar, was Ursache und was Wirkung ist. Ist das Immunsystem angeschlagen, weil es zu wenig Energie für seine Aktivitäten erhält, oder sind die Betroffenen unterernährt, weil ihr Immunsystem durch eine epigenetische Prägung aus der Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen ist? Man weiß jedenfalls, dass sich die Ernährung der Vorfahren über solche Prägungen im Genom auch auf die Gesundheit der Nachkommen auswirkt.

Unterernährung ist mit einer Reihe immunologischer Probleme verbunden. Die Betroffenen haben weniger weiße Blutkörperchen, produzieren mehr entzündungsfördernde Botenstoffe, lassen mehr Keime durch ihre Haut und ihren Darm passieren und haben Probleme mit den Lymphknoten. Auch die Darmfunktion ist beeinträchtigt. Bourke und ihre Kollegen sind der Ansicht, dass sich Unternährung nur dann effizient beseitigen lässt, wenn auch etwas gegen diese immunologischen Probleme getan wird. Falls sie mit dieser Sicht recht haben, wäre für die Ausrottung des Hungers mehr nötig als größere Essensportionen. Die Vereinten Nationen haben sich offiziell zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts den weltweiten Hunger zu beseitigen.

Quelle: Gefährlichen Folgen von Unterernährung

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Lösegelder an al-Qaida: 90 Millionen Euro kamen wohl aus Europa

Europäische Staaten haben das Terrornetzwerk al-Qaida in den vergangenen Jahren mit Zahlungen von Lösegeldern für Geiseln unfreiwillig unterstützt, insbesondere mehrere Qaida-Ableger in Afrika sollen massiv von den Erpressungen profitiert haben. Die Zeitung „New York Times“ berichtete am Dienstag detailliert über mehrere Fälle von Lösegeldzahlungen für europäische Geiseln.

 

Teilweise waren die genannten Fälle bereits bekannt, bei manchen sind die Details der Zahlungen neu. Die Zahl unterm Strich ist jedoch spektakulär: Laut einer Auflistung der Zeitung flossen in verschiedenen Ländern seit 2008 mindestens 125 Millionen Dollar an die Extremisten.

Allein im vergangenen Jahr hätten al-Qaida und Partnerorganisationen der Extremisten 66 Millionen Dollar (knapp 50 Millionen Euro) eingenommen, heißt es in dem Bericht, ein Großteil dieser Zahlungen sei aus Europa gekommen. Die Lösegeldzahlungen seien mittlerweile zu einer Haupteinnahmequelle des Terrornetzwerks geworden, um neue Mitglieder zu werben, zu trainieren und Waffen zu kaufen. In den Anfangsjahren hatte sich al-Qaida zumeist durch Geldgeber finanziert.

Schwierige Abwägung der Diplomaten

Dass die Ableger von al-Qaida in Afrika sich durch Lösegeldzahlungen enorm aufrüsten konnten, war bereits bekannt. Neu ist hingegen die detaillierte Zusammenstellung durch eine lange Recherche der „NYT“.

Mit dem Bericht widmet sich die Zeitung einem heiklen Thema. Seit Jahren ist bekannt, dass europäische Regierungen und auch die Bundesregierung in einigen Fällen horrende Lösegeldzahlungen getätigt haben obwohl den Verantwortlichen klar war, dass das Geld an Kriminelle mit Verbindungen zu Terrorgruppen oder direkt an Terroristen geflossen ist.

Grundsätzlich bestätigt kein Land solche Zahlungen, folglich stritten die Außenministerien von Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz in E-Mails oder Telefonaten gegenüber der Zeitung ab, Gelder an Terroristen gezahlt zu haben. Seit Jahren stehen die Zahlungen für die Freiheit oder Unversehrtheit von westlichen Geiseln in der Diskussion.

Diplomaten betonen jedoch immer wieder, dass man bei Geiselnahmen eine schwierige Abwägung treffen muss. Auf der einen Seite muss sich ein Staat um das Wohl der eigenen Bürger kümmern. Ebenso aber müssen die Krisenstäbe in den Außenministerien im Auge behalten, ob man mit Zahlungen potenzielle Täter nicht gerade zu neuen Geiselnahmen anstiftet.

Zahlungen getarnt als Entwicklungshilfe

Die „New York Times“ beschreibt nun in ihrem Bericht, das Terrornetz al-Qaida habe mit der Forderung von Erpressungsgeldern ein „weltweites Geschäftsmodell“ geschaffen. Offen gezahlt wurde in der Vergangenheit selten. Die europäischen Regierungen tarnten die Zahlungen von Lösegeld teilweise als Gelder der Entwicklungshilfe. Als Quellen geben die Journalisten Interviews mit ehemaligen Geiseln, Verhandlungsführern, Diplomaten und Beamten in zehn Ländern in Europa, Afrika und dem Nahen Osten an.

Ehemalige Diplomaten, die als Verhandlungsführer bei Entführungen tätig waren, erklärten die quälende Kalkulation als Kernproblem: Den Forderungen der Terroristen nachzugeben oder zuzulassen, dass Unschuldige – meist gewalttätig und öffentlich – getötet werden. Werde einmal gezahlt, so die Linie, starte der Teufelskreis. Laut der Zusammenstellung der „NYT“ ging das meiste Geld an al-Qaida in der Maghreb-Zone in Nordafrika, auf der arabischen Halbinsel im Jemen und an die Schabab-Miliz in Somalia.

Umstrittener deutscher Fall

 

Ausführlich wird ein Beispiel aus dem Jahr 2003 angeführt, der damals in allen Details im SPIEGEL berichtet worden war, bei dem ein deutscher Top-Diplomat in Mali fünf Millionen Euro Lösegeld übergeben hatte. Offiziell wurde die Zahlung als Entwicklungshilfe deklariert, tatsächlich flossen die Millionen als Lösegeld an eine Gruppe von Islamisten, die 32 europäische Geiseln in ihrer Gewalt hatten.

Die Geiseln kamen nach der Zahlung unversehrt frei, eine Deutsche war durch die Strapazen in der Wüste zuvor gestorben. Aus deutscher Sicht gilt der Fall bis heute als problematisch, schon damals hatte sich eine lebhafte Diskussion entfaltet, ob man den Geiselnehmern nachgeben durfte.

Wochenlang hatte die rot-grüne Regierung 2003 abgewogen, ob eine militärische Befreiung der Geiseln möglich ist, die Pläne wurden aber immer wieder verworfen, weil sie zu risikoreich waren. Am Ende entschied man sich für die Zahlung des Lösegelds. Nach der Freilassung sprach die Regierung nie öffentlich über den Fall. Ähnlich sah es in den anderen Fällen von europäischen Lösegeldzahlungen aus, welche die „NYT“ jetzt beschreibt.

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Bayer – Standort Monheim – Agrarinnovationen bringen die Landwirtschaft in Afrika voran und lindern Hunger und Armut

Qualitativ hochwertiges Saatgut und Pflanzenschutzmittel steigern die Produktivität / Partnerschaften verschaffen Kleinbauern Zugang zu Technologien und Finanzmitteln / Einheitliche Gesetzgebung und Schutzrechte sind Voraussetzungen für Innovationen.

Monheim, 20. Januar 2014 – Bayer CropScience will einen Beitrag zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität in Afrika leisten, indem das Unternehmen den Kleinbauern Zugang zu Innovationen und Know-how verschafft, erklärte Marc Reichardt, Mitglied des Executive Committee von Bayer CropScience und Leiter Agricultural Commercial Operations, auf dem dritten AGCO Africa Summit in Berlin.

In seiner Rede mit dem Titel „Innovationen für Afrika“ stellte Reichardt heraus, dass die afrikanische Landwirtschaft ein großes Potenzial habe, die Lebensmittelproduktion nachhaltig zu steigern. „Die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent wächst und wächst. Unterernährung ist ein großes Problem“, führte er weiter aus und wies dabei insbesondere auf den mangelnden Zugang zu Produktionsmitteln wie Dünger, qualitativ hochwertiges Saatgut, innovative chemische und biologische Pflanzenschutzlösungen sowie Maschinen und andere wichtige landwirtschaftliche Geräte hin.

Die Aktivitäten von Bayer CropScience in Afrika reichen von Saatgut und modernen Pflanzenschutztechnologien über Schulungen in guter landwirtschaftlicher Praxis und im Umweltschutz bis hin zu Product-Stewardship-Programmen. „Partnerschaften sind wichtig für die ländliche Entwicklung und den Wohlstand der Landbevölkerung, weil sie den Zugang der Kleinbauern zu modernen Technologien radikal verändern können. Das verhilft ihnen zu höherer Produktivität und einem besseren Auskommen“, sagte Marc Reichardt. Bayer CropScience unterhält bereits Public-Private-Partnerships entlang der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette – von landwirtschaftlichen Lieferketten über eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung und die Agrarforschung bis hin zur Mikrofinanzierung – und das Unternehmen beabsichtigt, seine Aktivitäten in Afrika weiter auszubauen.

Neue Produkte erhöhen die Sichtbarkeit von Bayer CropScience in Afrika

„Wir erzielen heute rund 20 Prozent unseres Jahresumsatzes in Afrika mit neuen Produkten, die wir im Jahr 2013 auf den Markt gebracht haben, und wir wollen diesen Anteil bis 2020 auf 90 Prozent erhöhen“, führte Reichardt an. Zugleich unterstrich er die Entschlossenheit von Bayer CropScience, sein geistiges Eigentum vehement zu verteidigen und den illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln zu verhindern. Das Unternehmen kämpft aktiv gegen Produktfälschungen, nicht nur um seine Wettbewerbsfähigkeit zu schützen, sondern auch im Interesse von Kunden, Verbrauchern und der Umwelt. „In Afrika sind immer noch zu viele illegale und nicht zugelassene Produkte im freien Umlauf. Damit wir erfolgreich dagegen vorgehen können, müssen Gesetze und Datenschutzbestimmungen vereinheitlicht werden“, fügte Reichardt hinzu.

Maßgeschneiderte Lösungen für Kleinbauern

Die maßgeschneiderten Lösungen von Bayer CropScience sind passgenau auf die Bedürfnisse der afrikanischen Landwirte abgestimmt. So bietet das Unternehmen den Bauern beispielsweise Pflanzenschutzmittel in kleinen Packungsgrößen an, mit denen sich die richtige Dosierung leichter berechnen lässt. Dies trägt zu einer sicheren Verwendung und Entsorgung der Pflanzenschutzmittel bei. „Darüber hinaus bieten wir hervorragende Hochertragssorten für verschiedene Anbaukulturen wie Gemüse, Baumwolle und Hybridreis“, erklärte Reichardt. Bayer CropScience testet zurzeit verbesserte Saatgutsorten für den Reisanbau und hat bereits mit der Züchtung von Baumwollsaatgut für den afrikanischen Markt begonnen.

Ausbau der Präsenz in Afrika

Bayer CropScience besitzt sechs Gesellschaften und zwei Niederlassungen in acht afrikanischen Ländern und unterhält ein breites Spektrum an erfolgreichen Kooperationen mit Distributoren und anderen Partnern in der Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen will bis 2015 neue Gesellschaften in der Elfenbeinküste und Nigeria sowie Niederlassungen in Äthiopien und Sambia gründen. Insgesamt soll der Mitarbeiterstamm in Afrika bis zum Jahr 2015 um mehr als 40 Prozent zunehmen.

„Afrikanische Kleinbetriebe können einen großen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung leisten. Ihre Produktivität lässt sich durch Innovationen in der landwirtschaftliche Praxis erheblich steigern“, fasste Reichardt zusammen. Zugleich forderte er höhere öffentliche Investitionen im sozialen Bereich und in die Infrastruktur – vor allem in die Verkehrs- und Versorgungsnetze sowie die landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung, um die Agrarproduktion in Afrika weiter zu steigern.

Der AGCO Africa Summit ist eine Gemeinschaftsinitiative von AGCO, Bayer CropScience, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG), der Rabobank, der John Agyekum Kufuor (JAK) Foundation und De Lage Landen.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft sowie hochwertige Materialien. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 8,383 Milliarden Euro im Jahr 2012 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 20.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten.

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Westafrika: Ebola-Ausbruch geht auf Kleinkind zurück

Ärzte Zeitung online, 17.04.2014

Das Ebolavirus, das in Westafrika bislang für über hundert Todesopfer gesorgt hat, ist offenbar ein parallel entstandener Stamm. Darauf deuten erste Analysen eines internationalen Forscherteams unter Mitwirkung von Virologen des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts (BNI).

Danach ist der entscheidende Indexfall womöglich schon deutlich früher aufgetreten, nämlich bereits Anfang Dezember 2013 (N Engl J Med 2014; online 16. April).

Nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Dienstag sind aus Westafrika insgesamt 210 Verdachtsfälle gemeldet, die der klinischen Falldefinition der Ebola-Viruserkrankung entsprechen. 121 Menschen starben. Nur bei rund 40 bis 45 Prozent der Betroffenen liegt bislang jedoch ein positiver PCR-Nachweis vor.
Epizentrum Guinea

Fast 1000 Menschen standen oder stehen unter Beobachtung. Epizentrum des Ausbruchs ist Guinea. Von dort werden allein 168 Verdachtsfälle und 108 Todesopfer gemeldet. Auch Liberia und Mali sind betroffen. Die lokalen Gesundheitsbehörden sprechen derweil davon, dass der Ausbruch bereits unter Kontrolle sein könnte. Es gebe keine neuen Fälle.

Allerdings ist diese Einschätzung nicht von der WHO bestätigt, die die Untersuchungen vor Ort koordiniert. Die UN-Organisation sprach zuletzt davon, dass man womöglich noch bis zu vier Monate mit dem Ausbruchsgeschehen beschäftigt sein könnte.

Nach der vorläufigen Analyse des internationalen Forscherteams, das vor Ort Proben gesammelt und Krankenhausberichte epidemiologisch ausgewertet hat, hat der jetzige Ausbruch seinen Lauf offenbar schon am 2. Dezember vergangenen Jahres genommen. Damals war im Dorf Meliandou in der Provinz Guéckédou ein zweijähriges Kind mit entsprechenden Symptomen einer Ebola-Viruskrankheit erkrankt, allerdings ohne hämorrhagische Symptome.
Indexpatient ist ein Kind

Dieses Kind muss nach der jetzigen Analyse der Indexpatient gewesen sein. Bereits vier Tage nach dem Erkrankungsbeginn starb es. Vier Tage später starb auch die Mutter mit Blutungen. Auch die dreijährige Schwester des Kindes erkrankte und starb kurz vor Silvester. Am 1. Januar starb zudem die Großmutter der beiden Kinder.

Ebolaviren können bekanntlich eine Inkubationszeit von bis zu drei Wochen haben. In der Folge starben Anfang Februar außerdem eine Krankenschwester, die offenbar die Erkrankten gepflegt hatte, und eine Dorfhebamme.

Von ihr ging später offenbar ein kleiner Cluster mit sechs Todesfällen in dem Dorf Dandou Pompo in der gleichen Provinz aus. Dort wurde die Frau von einem Familienmitglied gepflegt, das schließlich selbst am 11. Februar mit hämorrhagischen Symptomen starb und den Erreger mutmaßlich an die fünf anderen Personen weitergegeben hat, die bis Ende März dort starben.

Die Erkrankungswelle ins Rollen brachte offenbar erst die Großmutter des Indexpatienten. Zu ihrer Beerdigung waren den Forschern zufolge die Schwester und eine weitere Kontaktperson aus dem Dorf Dawa in der gleichen Provinz angereist.

In den Ländern Äquatorialafrikas ist es nicht ungewöhnlich, sich bei Beerdigungen mit Berührungen von den Gestorbenen zu verabschieden. Da Ebolaviren im Serum aber noch viele Tage virulent sind und das Blut somit hochkontagiös bleibt, sind diese Zeremonien eine enorme Gefahr während eines solchen Ausbruchs.

Die beiden Personen aus Dawa bachten die Erkrankung schließlich in ihr Heimatdorf. Dort starben sie Ende Januar, bis Mitte März starben weitere sechs Einwohner. Von dem Dorf Dawa könnten schließlich zwei weitere Cluster mit insgesamt 18 Toten ausgegangene sein – in Baladou und Farako.
Pflegekraft bringt Virus wohl nach Macenta und Kissidougou

Den entscheidenden Sprung in die anderen betroffenen Regionen Macenta und Kissidougou hat das Virus aber offenbar erst durch eine Pflegekraft gemacht. Sie könnte sich bei einem Einsatz in Meliandou oder Dawa infiziert habe. Vermutlich hat die Pflegekraft das Ebolavirus ins Krankenhaus von Macenta eingeschleppt, wo sie am 10. Februar starb – und der Ausbruch seinen Lauf nahm.

Dort, und nun sprechen die Forscher von bestätigten Fällen, die sie beweisen können, hat sich zuerst ein Arzt infiziert. Er hat das Virus an mindestens drei Personen weitergegeben, die wiederum andere Menschen infiziert haben. Für diesen Weg über mindestens acht Kontaktpersonen hat das Virus immerhin knapp drei Monate gebraucht – ein Zeichen für die große „Ausdauer“ des Filovirus und die hohe Kontagiosität.

Unklar ist bisher allerdings, wie sich der junge Indexpatient im November infiziert hat. Immerhin ist das der erste bekannte Ebolafall in Westafrika. Hier laufen die Untersuchungen noch. Als mögliche Überträger gelten Fruchtfledermäuse, die selbst nicht erkranken und in großen Teilen Westafrikas heimisch sind.

Eine vollständige genetische Analyse des viralen Erbguts zeigt allerdings auch, dass die jetzige Virusklade zwar zu dem bekannten Zairestamm gehört, sich aber parallel zu den bekannten Stämmen aus dem Kongo und in Gabun entwickelt hat.

Die Kladen haben den Forschen zufolge einen gemeinsamen „frühen Vorfahren“. Die Ebolaviren wurden im jetzigen Ausbruch also offenbar nicht importiert. Das lässt darauf schließen, dass die Viren unbemerkt in ihren ursprünglichen Reservoiren zirkulieren.

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Ebola: Epidemie in Westafrika außer Kontrolle

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist nach den Worten von Ärzte ohne Grenzen „völlig außer Kontrolle“. Von Seiten der Organisation heißt es, sie sei mit ihren Möglichkeiten, auf den Ebola-Ausbruch zu reagieren, an ihrem Limit angekommen. Mehr als 40 Mitarbeiter und vier Behandlungszentren hat Ärzte ohne Grenzen vor Ort – mehr könne man nicht leisten.

Der aktuelle Ausbruch hat mehr Todesopfer gefordert als jeder andere zuvor in der Geschichte. In Guinea, Sierra Leone und Liberia hat Ebola den jüngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zufolge mehr als 330 Tote gefordert. Der bisher schlimmste Ausbruch war 1976 im Kongo mit 280 Toten.

Internationale Organisationen und Regierungen müssten mehr Gesundheitsexperten schicken und die Öffentlichkeit besser darüber informieren, wie man die Ausbreitung der Krankheit stoppen könne, so Bart Janssens, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen. Der einzige Weg, die Ausbreitung zu stoppen, sei die Menschen zu überzeugen, dass sie sich bereits bei kleinsten Symptomen melden müssen und dass sie nicht mit den Kranken und Toten in Berührung kommen dürfen.

Länder haben Tragweite nicht erkannt

„Wir müssen uns der Wahrheit stellen, dass es jetzt eine zweite Welle der Epidemie gibt. Und, für mich, ist sie völlig außer Kontrolle geraten“, so Janssens. Die betroffenen Regierungen hätten die ganze Tragweite der Epidemie noch nicht erkannt.

Der Ausbruch hatte Ende 2013 in Guinea begonnen, hatte sich dann verlangsamt, sich aber in den vergangenen Wochen weiter ausgebreitet und erstmals in der liberianischen Hauptstadt Monrovia angekommen.

Ebola ist eine der tödlichsten Krankheiten weltweit. Das Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden unter anderem an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen.

Die Krankheit ist sehr ansteckend und endet meist tödlich. Bisher gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch eine Therapie.

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Wildleaks: Whistleblower gegen Wilderer

Der Handel mit illegal erlegten Wildtieren ist zum Milliardengeschäft einer internationalen Mafia geworden. Nun formieren sich die Gegner im Netz. In Zukunft sollen Whistleblower Wilderei und illegalen Handel mit gefährdeten Tieren enthüllen. Dazu ruft die Plattform „Wildleaks“ auf.

„Deutlich über 20.000 Elefanten“ werden jährlich gewildert, sagt Franz Böhmer vom Fachbereich Artenschutzvollzug des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Massenschlachtungen sind dabei vor allem in Afrika keine Seltenheit. Für ein Paar Stoßzähne kassieren Wilderer mitunter vierstellige Dollarbeträge. Die Hintermänner der Wildererszene schicken – etwa im Krüger-Nationalpark in Südafrika – ganze Hundertschaften von illegalen Jägern los. Oft sind sie besser ausgerüstet als ihre Gegner, haben Nachtsichtgeräte und exzellente Waffen.

Whistleblower gegen Wilderer

Doch nun formieren sich die Gegner: Mit der Bitte um Dokumente und Fotos in anonymsiertem Format und dem Versprechen von Sicherheit und Vertraulichkeit ist eine neue Whistleblower-Plattform gegen Wilderer an den Start gegangen. Unter Wildleaks werden künftig Informationen gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht, die zur Aufklärung von Verbrechen beitragen.

„Unsere erste Priorität ist es, die Identifizierung, Festnahme und Verfolgung von Straftätern zu erleichtern“, sagt die Organisation. Dazu zählen Menschenhändler, Geschäftsleute und korrupte Regierungsbeamte, die oftmals hinter der Wilderei von gefährdeten Arten und dem illegalen Handel mit Wildtieren und Produkten wie Elfenbein und Nashorn stecken.

Das Wikileaks der Tierschützer

Die Seite verspricht im Stile von Wikileaks, dem Schutz der Informanten oberste Priorität einzuräumen. Dazu wird nach Angaben der Betreiber ein besonders hoher technischer Aufwand betrieben. Zugleich wird auf eine To-Do-Liste verwiesen, die dem Whistleblower zusätzliche Sicherheit gewähren soll.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte in den vergangenen Jahren mehrfach geheime Dokumente der, vor allem der US-Regierung, veröffentlicht und für weltweites Aufsehen gesorgt.

Wildleaks versteht sich als „nicht-profitorientiertes Kooperationsprojekt“, das von Spendengeldern und der Elephant Action-League (EAL) finanziert wird. Die EAL hatte der Wildleaks-Projektleiter Andrea Crosta 2013 im US-Bundesstaat California gegründet, ehe er sich mit vier weiteren- nach eigenen Angaben – profilierten Umweltaktivisten für die Aktion zusammenschloss.

Wildtierhandel profitabler als illegaler Waffenhandel

Illegale Wildtierhandel gilt nach Informationen der Umweltschutzorganisation WWF inzwischen als weltweit viertgrößter illegaler Markt – nach Drogen- und Menschenhandel sowie Produktpiraterie und noch vor dem illegalen Waffenhandel. Das Volumen wird auf bis zu 26,5 Milliarden US-Dollar geschätzt – einschließlich Fischwilderei und dem Einschlag geschützter Hölzer.

Speziell der Elfenbeinhandel boomt: Im Jahr 2013 gab es insgesamt 18 Großbeschlagnahmungen, bei denen knapp 42 Tonnen Elfenbein sichergestellt wurden, sagt Sylvia Ratzlaff von der Tierschutzorganisation WWF. Die Dunkelziffer läge jedoch weit höher.

viaWildleaks: Whistleblower gegen Wilderer – heute-Nachrichten.

Frankreichs Uran-Interessen bringen Mali auf Kriegskurs

Die Vereinten Nationen haben den Weg für einen Kriegseinsatz im Norden des Landes und das Chaos im ganzen Land freigemacht

Die Lage in Mali ist verworren, doch nun haben sich die Vereinten Nationen (UN) dazu entschlossen, eine sogenannte „Friedenstruppe“ in die afrikanische Republik zu entsenden. Der Norden des Landes, der Azawad genannt wird, soll damit angeblich von Islamisten befreit werden. Im April hatten – nach einem Militärputsch in Bamako und dem dadurch entstandenen Machtvakuum – Tuareg-Rebellen den Azawad für unabhängig erklärt.

Frankreich macht sich besonders für einen Krieg gegen die Rebellen und ihre ehemaligen Verbündeten der islamistischen „Ansar Dine“ (Verteidiger des Glaubens) stark (Neoprimitive zerstören Timbuktu). Dabei geht es Paris aber nicht um Menschenrechte und nur am Rand um die Bekämpfung der Islamisten. Wie bei Nachbar Niger mischt sich Paris vor allem ein, um dem Atom-Land den Uran-Nachschub zu sichern und Ansprüche auf Öl, Gold, Gas und Phosphat anzumelden.

Frankreich treibt eine militärische Intervention im afrikanischen Mali voran. Man fühlt sich in aller Hinsicht an den Krieg gegen Afghanistan erinnert. Statt die „Sicherheit Deutschlands am Hindukusch“ soll nun die „Sicherheit Frankreichs in Mali auf Spiel“ stehen. Ist für ersten Satz der kürzlich verstorbene Sozialdemokrat und ehemaliger Verteidigungsminister Peter Struck verantwortlich, ist für den zweiten der sozialistische französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian verantwortlich.

Als hätte es keinen Machtwechsel vom konservativen Sarkozy zum Sozialisten Hollande gegeben, drängt nun auch der sozialistische Verteidigungsminister auf ein schnelles Eingreifen in Mali. Sonst entstehe mit Azawad „Schritt für Schritt ein terroristischer Staat.“ Er ging am Sonntag sogar noch weiter und erklärte, die „Integrität Malis ist entscheidend für die Sicherheit Europas“.

Waren einst Anschläge wie in New York und Washington und die angeblichen Verwicklungen der Taliban darin oder angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak die Begründung dafür, dass sich Europa in fernen Ländern in Kriegen mitmischt, reicht nun scheinbar eine herbeifabulierte Bedrohung für Frankreich offenbar schon für einen Kriegseinsatz aus, nur weil Islamisten an der Abspaltung von Azawad von Mali beteiligt waren. Einstimmig hat der UN-Sicherheitsrat die Militäroperation genehmigt und die Entsendung von „Friedenstruppen“ zunächst auf ein Jahr begrenzt. Krieg sollen zunächst die Afrikaner stellvertretend für Europa führen, die Regierung in der Hauptstadt Bamako soll zunächst nur „mit allen notwendigen Mitteln“ dafür ausgestattet werden, um gegen angebliche Al-Qaida Kämpfer und Tuareg-Rebellen vorzugehen.

So wird ein umstrittener Militäreinsatz in einem Land vorangetrieben, das von Militärputsch zu Militärputsch taumelt. Es waren Militärs in Mali, die im März putschten und Amadou Toumani Touré stürzten. Der Putsch wurde maßgeblich von Hauptmann Amadou Haya Sanogo angeführt. Das Militär putschte schließlich unter seiner Führung kürzlich erneut, um nun die von ihm eingesetzt Marionette wieder zu beseitigen. Auch Cheick Modibo Diarra wurde gestürzt und nun von Sanogo durch Diango Sissoko ersetzt, der nun der neue Ministerpräsident der Militärs ist.

Sanogo, der starke Mann im Hintergrund, erklärte in einem Interview, es störe ihn, dass Diarra als „Bremser“ auftrete und „keine Achtung für das Volk“ habe. Man darf gespannt sein, wie die Militärs auf die internationale Einmischung reagieren werden, schließlich wurde Diarra auch weggeputscht, weil er sich immer wieder für den internationalen Militäreinsatz in Azawad aussprach. Offenbar sorgt sich Sanogo um einen Machtverlust und will deshalb keine ausländischen Truppen im Land haben.

Die Militärs haben schon vor Monaten damit begonnen, freiwillige junge Männer zu einer „Front für die Befreiung des Nordens“ auszubilden. Miserabel ausgerüstet wollen die Milizen „Verbrecher, Drogenhändler und Terroristen“ aus dem Norden vertreiben. Sie halten sich für Patrioten und sind bereit ihr Leben für die Befreiung des Nordens in die Waagschale zu werfen. Damit ziehen die Militärs die ethnische Karte, schließlich werden Norden und Süden von sehr unterschiedlichen Bevölkerungen bewohnt. Ethnische und religiöse Zusammenstößen werden programmiert.

Uran, Öl, Gas, Gold, Phosphat …

Die Lage in Mali enthält deshalb nun alle Ingredienzen zur Eskalation. Vielleicht ist es genau das, was Frankreich dazu gebracht hat, die Intervention voranzutreiben. Spitzt sich die Lage zu, kann im Notfall eine militärische Intervention unter französischer Führung folgen. Dabei fällt auf, dass bei der Betrachtung des vielschichtigen Konflikts in diesem Land – auch gerade in Telepolis geschehen (Der angekündigte Krieg) – das massive Interesse Frankreichs an seiner Versorgung mit Uran meist geflissentlich unter den Tisch fällt. Frankreich hängt aber als Atommacht und als Atomstromland von der Versorgung mit Uran ab. Die Abhängigkeit von dieser Region wird dabei immer größer.

„Es gibt im Norden des Landes bislang zwar noch keinen Bergbau, aber beachtliche Bodenschätze, vor allem Uran“, stellt Afrikaexpertin Gaelle Aerson zum Azawad fest. Bisher bekannte Uranvorkommen fänden sich zwischen Gao und Kidal. Wundert man sich also noch, dass die Region um Gao und Kidal genauso befreit werden soll wie Timbuktu, um die Einheit des Landes zu sichern?

Interesse hat Frankreich aber auch an drei bislang noch nicht erforschten Erdölfeldern im Norden. Neben Öl und Uran findet sich hier auch Phosphat, das ebenfalls weltweit immer knapper wird. Ohne den Stoff geht bei Düngung zur industriellen Nahrungsmittelerzeugung nichts und längst wird schon von einer drohenden Phosphatkrise gesprochen. Doch im Azawad gibt es zudem noch Gas und Gold. Insgesamt liegt das arme Mali in der Spitzengruppe der Produzenten von Gold, in Afrika galt Mali als drittgrößter Gold-Produzent.

Frenkreich will weitere Destabilisierung im Niger verhindern

Allerdings ist Frankreich vor allem am Uran interessiert. Das Land erzeugt nicht nur einen Großteil seines Stroms mit zum Teil altersschwachen Atomkraftwerken. Zudem setzt das Land statt auf Erneuerbare Energien und Atomausstieg weiter auf Atomstrom, auch wenn die Kosten wie in Flamanville beim neuen EPR-Reaktor wie in Finnland aus dem Ruder laufen (Atomkraft: Kostenexplosion beim EPR-Bau). Für die Beschaffung des Urans ist der staatliche Atomkonzern Areva zuständig. Und etwa ein Drittel des Urans beschafft sich Frankreich schon heute im Niger, dem Nachbarland Malis.

Bis 2014 soll dort in der Region Agadez, nahe dem Dorf Imouraren, die zweitgrößte oberirdische Uranmine bereit zum Abbau sein. Die Verstrahlung der Region ist damit programmiert. Schon jetzt haben unabhängige französische Forscher nachgewiesen, dass die Jahrzehnte des Uranabbaus durch Areva dazu geführt haben, dass die Minenarbeiter, die Wasservorräte und der Boden um die Abbaugebiete radioaktiv verstrahlt sind (Schmutziges Uran). Areva hofft aber darauf, seine Erfahrungen im Niger auf Mali übertragen zu können. Denn die geologischen Formationen sind sich in beiden Ländern sehr ähnlich

Frankreich will schon deshalb in Mali intervenieren, um eine Destabilisierung seiner Uran-Quelle im Niger zu verhindern. Denn das Land ist längst zu einem Alptraum für Areva geworden (Und wieder mal ein höchst radio-aktiver Staatspräsident). Immer wieder werden Franzosen entführt. Verantwortlich dafür sind Tuareg-Rebellen, die mehr Geld für das nigrische Uran fordern. Aber auch Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) entführt immer wieder Areva-Mitarbeiter. Insgesamt sind, mit der neuen Entführung des Ingenieurs Francis Colump in Nigeria, nun neun Franzosen weltweit in den Händen von Entführern. Alle in Afrika.

Sechs davon sind Areva-Mitarbeiter, die schon im September 2010 im Niger entführt wurden. Dazu kommt eine Entführung in Mali und eine im zerfallenden Somalia, wo Frankreich aber keine Intervention vorantreibt, obwohl die islamistische Al-Shabaab in Süd- und Zentralsomalia längst einen Gottesstaat aufbaut. Angeblich haben Islamisten im Niger noch keine eigene Basis und zögen sich deshalb nach ihren Aktionen wider über die Grenze nach Mali zurück. Das ist eine der Begründungen, mit der Frankreich aufwartet, um einen Militäreinsatz im Norden des Landes zu rechtfertigen.

Obwohl die Entscheidung zu Mali im Sicherheitsrat einstimmig gefallen ist, bedeutet das nicht, dass es keine Widersprüche gibt. Ausgerechnet die USA haben enorme Probleme damit gehabt, die Vorlage von Frankreich abzunicken. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Susan Rice soll die Pläne „eine Scheiße“ genannt haben. Das berichtet Colum Lynch in ihrem Blog „Foreign Policy“, der sich der UN-Politik widmet. Bisher wurden diese Worte nicht dementiert. Rice glaubt nicht, dass eine Truppe aus 3.300 Mann, die von Nigeria geführt wird, die Fähigkeit hat, es in der gnadenlosen Wüste mit den kampferprobten Rebellen aufzunehmen.

viaFrankreichs Uran-Interessen bringen Mali auf Kriegskurs | Telepolis.