Ungewöhnliche Uran-Funde im Urin von Patienten

In Deutschland und in der Schweiz wurden Anfang 2017 außergewöhnlich hohe Mengen Uran im Urin mehrerer Patienten nachgewiesen. Woher der Stoff kam, ist bis heute rätselhaft. Eine Spurensuche.

Uran im Urin – „Wir konnten das nicht glauben!“
Als der Schweizer Arzt Thomas Carmine das Uran bei seinen Patienten nachwies, vermutete er zunächst einen Messfehler: „Wir konnten das nicht glauben!“. In den Monaten zwischen Februar und Mai 2017 hatte er 39 Patienten untersucht und in ihrem Urin dabei unüblich hohe Mengen Uran 238 nachgewiesen.* Die Werte waren acht bis zehnmal so hoch wie normal, so Carmine gegenüber dem SWR. Die Proben wurden von zwei unabhängigen Labors in den USA und in der Schweiz per Massenspektrometrie analysiert. Die Patienten wohnen verstreut in einem Gebiet, das große Teile der deutschsprachigen Schweiz abdeckt. Vor und nach diesem Zeitraum dagegen war kaum mehr Uran zu finden. Was war passiert?
Uranspuren auch in Deutschland
Das Rätsel wurde noch größer, als gleiche Resultate aus Deutschland auftauchten. Thomas Fischer, Präsident der Ärztegesellschaft für klinische Metalltoxikologie, konnte im Raum Düsseldorf in 250 Urinproben ebenfalls einen kontinuierlichen Anstieg von Uran im Urin feststellen – im gleichen Zeitraum! Sowohl die Schweizer als auch die Düsseldorfer Daten hat Thomas Carmine auch im Netz veröffentlicht.
Nun kommt Uran natürlich im Erdboden vor. Das radioaktive Element stammt aus der Entstehungszeit des Universums. In unseren Regionen sind die größten natürlichen Konzentrationen im Granit. Mehr als 99 Prozent dieses Natur-Urans bestehen aus dem Isotop Uran 238. Doch dieses natürliche Uran im Gestein ist für den Menschen nicht gefährlich.
Allerdings ist Uran ein sogenannter Alphastrahler. Er hat zwar nur eine sehr geringe Reichweite, dafür eine sehr hohe Energie. Wenn Uran vom menschlichen Organismus aufgenommen wird, kann es die Zellkerne mit den Erbinformationen schädigen.
Woher stammt das Uran, das 2017 im menschlichen Urin nachgewiesen wurde?
Die Suche nach dem Ursprung der ungewöhnlichen Uranfunde gestaltet sich wie ein Krimi. Immerhin gibt es verschiedene Mosaiksteine:

  • Der Schweizer Mediziner Carmine ist sicher: „Es muss irgendwie Anfang des Jahres eine größere Menge Uran insofern freigesetzt worden sein, dass Menschen das inkorporiert haben. Auf welchem Weg auch immer – sei es übers Trinkwasser, über die Nahrung oder über die Atmung. Ich denke mittlerweile, dass der Weg über die Einatmung der wahrscheinlichste ist, weil die regionale Verteilung sehr groß war.“
  • Eine entscheidende Rolle spielte offenbar auch das Wetter. Es herrschte damals nämlich eine ungewöhnlich lange austauscharme Wetterperiode. So konnten sich viele Schadstoffe, darunter Uran, in der bodennahen Luft anreichern. In der letzten Januarwoche und Mitte Februar 2017 entstanden windschwache Inversionswetterlagen. Dabei sind die oberen Luftschichten wärmer als die unteren und halten diese am Boden. Und genau in dieser Zeit fanden die Mediziner in der Schweiz und in Deutschland den uranbelasteten Urin.
  • Uranaerosole, die durch den Einsatz von Uranmunition freigesetzt werden. Uranmunition wird intensiv eingesetzt seit 1990 in weltweiten Konflikten. So auch im Irak, in Afghanistan, Lybien, der Ukraine und in Syrien. Bei einem Treffer mit dieser Munition beginnt das auf über 3.000 Grad Celsius erhitzte Metall zu brennen. So entsteht ein Uranoxid-Aerosol, eine Gaslösung mit feinen Uranpartikeln, die der Wind fortträgt und weiträumig verteilt.
  • Uranaerosole zum Beispiel aus dem Syrienkrieg können bis zu uns nach Mitteleuropa gelangen, sagt der Kernphysiker Martin Kalinowski. Er ist zuständig für weltweite Radioaktivitätsmessungen bei der „Organisation über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen“ mit Sitz in Wien. Diese radioaktiven Schwebeteilchen können beliebig lange in der Luft bleiben und lange Reisen vornehmen, sie können aber auch als Staub zur Erde fallen oder von Regen und Schnee herunter gewaschen werden. Das ist nach einer langen Trockenperiode wahrscheinlich mit dem Uran geschehen, das Anfang 2017 in der Schweiz und im Raum Düsseldorf im Urin von Menschen gefunden worden ist.

Weitere Uran-Quellen in unserem Lebensumfeld

  • Uran gelangt durch die Verbrennung von Kohle in die Luft
  • Europas gefährlichste uranhaltige Quelle für Flugasche sind die beiden Uralt-Braunkohlekraftwerke in der Nähe von Pristina im Kosovo. Die Weltbank bezeichnete das Werk „Kosova A“ bereits vor vielen Jahren als die „größte punktuelle Quelle für Umweltverschmutzung in Europa“ – die schlimmste Dreckschleuder auf dem Kontinent. Dessen Schadstoffausstoß, verteilt über riesige Gebiete, überschreitet die europäischen Grenzwerte bisweilen um das 70-Fache.
  • Uran steckt in den meisten Phosphatdüngern und gelangt so in Ackerboden und Trinkwasser
  • Seit Jahrzehnten sammelt sich in unseren Ackerböden Uran. Enthalten ist es in den meisten Phosphatdüngern. Die meisten natürlichen Phosphatvorkommen waren früher Meere, die dann ausgetrocknet sind. Im Meerwasser ist Phosphat und Uran drin. Wenn das austrocknet, gibt es Ablagerungen. Deshalb stecken in solchen natürlichen Phosphaten erhebliche Mengen an Uran.
  • Allein die deutsche Landwirtschaft hat bisher in all diesen Jahrzehnten um die 15.000 Tonnen Uran ausgebracht. Konservativ geschätzt. Ein Teil davon sammelt sich nicht in den Ackerböden, sondern gelangt ins Grundwasser gelangt und damit in unser Trinkwasser. Deswegen ist verseuchtes uranbelastetes Trinkwasser die wohl unmittelbarste Gefahr, die vom Uran ausgeht.

Quelle: swr.de

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Atommüll in Deutschland: Regierung rechnet mit doppelt so viel Abfall

Deutschland muss in den kommenden Jahrzehnten offenbar deutlich mehr Atommüll entsorgen als bislang angenommen. Allein die Menge des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls, für den bei Salzgitter derzeit das Endlager Schacht Konrad errichtet wird, könnte sich verdoppeln, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen Entwurf des sogenannten nationalen Entsorgungsplans, den die Bundesregierung mit den Ländern abstimmt.

Bislang wurde für Schacht Konrad eine Abfallmenge von 298.000 Kubikmetern Atommüll prognostiziert, meist aus dem Abriss der Atomkraftwerke. Stattdessen gehe der Bund nun „von einer Gesamtmenge der zu entsorgenden Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung von rund 600.000 Kubikmetern“ aus.

Die schonungslose Abrechnung

In dem Dokument zählt der Bund wohl erstmals auch Abfälle aus der Urananreicherungsanlage in Gronau als Atommüll mit. Dessen Betreiber Urenco lagert dort derzeit 13.000 Tonnen so genannte Urantails, die bei der Anreicherung übrig blieben. Bislang gingen diese Mengen als „Wertstoffe“ durch, aus denen sich noch Kernbrennstoffe fertigen lassen.

Der Bund rechnet in dem Entsorgungsplan nun mit bis zu 100.000 Kubikmetern Atommüll allein aus der Urananreicherung. Weitere 200.000 Kubikmeter kämen hinzu, wenn das Salzbergwerk Asse II bei Wolfenbüttel geräumt wird. Dort lagern 126.000 Fässer Atommüll, die geborgen und neu verpackt werden sollen, um in ferner Zukunft in einem tauglichen Endlager zu landen. Aus „Gründen der Vorsorge“ sei schonungslos abgerechnet worden, zitierte die Zeitung aus dem Bundesumweltministerium.

Suche nach zweitem Endlager läuft

Ziel sind dem Entsorgungsplan zufolge zwei Endlager für den Atommüll: Schacht Konrad für Abfälle, die wenig Wärme entwickeln, sowie ein zweites für den „heißen“, in Castoren gelagerten Atommüll. Mit der Suche danach befasst sich derzeit eine Bund-Länder-Kommission. Wie es in dem Bericht weiter heißt, wird auch eine Vergrößerung von Schacht Konrad „nicht ausgeschlossen“.

Die Grünen begrüßen den Entwurf. Die „ehrliche Einbeziehung“ der Urenco-Abfälle sei „sehr positiv“, sagte die Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl der Zeitung. Nötig sei nun, die Anreicherung in Gronau ganz zu beenden.

viaAtommüll in Deutschland: Regierung rechnet mit doppelt so viel Abfall – Politik | STERN.DE.

Fast tausend Atomtransporte in Deutschland seit Anfang 2012

In Deutschland haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren fast tausend Atomtransporte stattgefunden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Die jeweiligen Routen könnten nicht veröffentlicht werden, weil die Angaben als Verschlusssache eingestuft seien, hieß es. Etwa jeder fünfte Atomtransport stand offenbar im Zusammenhang mit der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau. – Bei den Transporten geht es dem Bericht zufolge in der Regel nicht um hochradioaktives Material. Allerdings könnten bestimmte Stoffe bei Unfällen schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

viaDeutschlandfunk – Nachrichten.

Kirowograd Ukraine

Kirowograd ist die Hauptstadt der Region Kirowograd (Oblast). Kirowograd Oblast wurde in seiner heutigen Grenzen im Jahr 1939 gebildet. Sein Gebiet ist 24.600 km ², die 4,1% der gesamten Territorium der Ukraine macht, mit der Bevölkerung von 1.168.500 Menschen, die 2,4% des in der Ukraine ist. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 48 Personen / sq. km, gegen 83 Personen / sq. km in das Land als Ganzes. Die Oblast umfasst 21 administrative Rayons, 12 Städte, 4 von ihnen sind jene der regionalen Unterordnung, 26 Siedlungen städtischen Typs und 1024 Land-Art Siedlungen. Die städtische Bevölkerung macht 61,2% der Gesamtzahl in der Region, gegen 67,9% in der Ukraine. Über 30 ethnische Gruppen sind in der Oblast vertreten: 85,3% Ukrainer, Russen 11,7%, und andere.

Die Kirowograd Region befindet sich im Zentrum der Ukraine, im Dnjepr und dem südlichen Buh interfluves. Eine Markierung des geografischen Zentrum der Ukraine wurde im Rayon Dobrovelychkivka setzen.

Das gemäßigte warme Klima, die Verfügbarkeit der Einlagen von Radon und Mineralwässern (Reserven von rund 150.000 cu. M / Jahr), Waldflächen, Wiesen und Flüsse schaffen günstige Voraussetzungen für die Organisation von kurz-und langfristige Erholung sowie eine Netz von Resort-Einrichtungen therapeutisch.

Die Oblast Position im Zentrum der ukrainischen kristalline Massiv bestimmt die Herkunft der große Vorkommen an seltenen Metallen. Die Verfügbarkeit einer ganzen Reihe von Erzen Erscheinungsformen: Wolfram, Kupfer, Molybdän, Apatit, Uran, Gold und Silber, Wismut, Zinn, Blei, Beryllium, Antimon, Tantal und Niob, ist das charakteristische Merkmal der Kirowograd metallogene Zone

Die Mineral-und Rohstoff Potenzial der Region umfasst über 340 Lagerstätten von Mineralien, wobei 107 von ihnen entwickelt. Diese sind: Braunkohle, Erz Rohstoffe, Rohstoffe für die Atomindustrie (Uran), Nicht-Erz Mineralien.

Die wichtigsten Menge an Mineralien ist von offenen Gruben, die günstige Bedingungen schafft für die Entwicklung des Bergbaus in der Region ausgegraben.

Die Gold-Lagerstätten in den letzten Jahrzehnten entdeckt, sind die Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Goldgewinnung und Gold-verarbeitenden Sektor in der Region. Laut Geologen Stellungnahme kann die Ablagerungen von Platin, Diamanten, Chrom, Wolfram und seltene Metalle sowie entdeckt zu werden.

Die Region ist seit Kirowograd längst als eine Region mit gut entwickelten landwirtschaftlichen Produktion bekannt. Die natürlichen klimatischen Bedingungen und Tiefschwarz Böden (Schwarzerde) sind günstig für den Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Eine Reihe von organisatorischen, Agrar-und Wald-Rückgewinnung, Wasserkraft und andere technische Maßnahmen mit dem Ziel der rationellen Nutzung der Bodenressourcen worden.

Die Oblast ist positiv und liegt geographisch hat ein entwickeltes Verkehrsnetz.

Die Kirowograd Region wird von Haupt-Eisenbahnen für den Transport im Donbass-Karpaten Richtung Verknüpfung der wichtigsten industriellen und landwirtschaftlichen Regionen des Südens mit der Süd-West und Zentrum der Ukraine überquert. Das Verkehrsnetz umfasst 926 km von Eisenbahnen. Die Netzdichte ist 38 km je 1000 km ². Die Region verfügt über 10 Kirowograd Autobahnen 728,7 km lang in praktischen Richtungen, die Ukraine führt mit den Ländern der GUS und Mittel-und Südeuropa. Die Autostraßen Dichte ist 308,5 km je 1000 km ².

Die Kirowograd Flughafen entspricht der 3. Kategorie der ICAO. Verkehrsmittel Flugzeug wird vom Staat Luftfahrtunternehmen “Ukrainian Airlines” durchgeführt. Es gibt zwei kommerzielle Fluggesellschaften: “Urga” und “Tschaika”, arbeitet an International Air Lines

viaKirowograd Ukraine – – Uran StudieArtikel und Übersetzungen.

Ukraine: Zustände wie in der Sowjetunion

Artikel vom 17.02.2011

Die Menschen in der Ukraine leiden immer noch unter den Folgen und Altlasten der sowjetischen und ukrainischen Atompolitik.

Die Sowjetunion hatte nur ein Ziel. Sie wollte mit ihrem Klassenfeind den USA auf Augenhöhe sein. Um von den Vereinigten Staaten ernst genommen zu werden, musste der Kreml während des gesamten kalten Krieges enorm in seine Rüstungsindustrie investieren. Oberste Priorität hatten Atomwaffen. Deren Produktion wurde gnadenlos vorangetrieben.

Menschen zahlen hohen Preis

Bei der Rohstoffbeschaffung hat die sowjetische Führung massenhaft Menschenleben verheizt, denn die Sicherheitsvorkehrungen in den meisten Uranminen waren miserabel. Die Arbeiter waren hoher Radioaktivität ausgesetzt, viele haben schwere Gesundheitsschäden davongetragen. Schilddrüsen-, Blut- und Lungenkrebs waren die häufigsten Folgekrankheiten des Uranabbaus.

Altlasten

Unrentable Minen haben die Sowjets einfach verfallen lassen, an Rückbau hat keiner gedacht. An diesem Erbe haben die Nachfolgestaaten der Sowjetunion bis heute zu kauen. In der Ost-Ukraine ist die Situation besonders ernst: Dort stehen einige alte Uranfabriken, radioaktiv verseucht und frei zugänglich. In der verfallenen Urananlage Dowgiwka liegt die Strahlenbelastung stellenweise bei über 2000 Mikroröntgen pro Stunde. Die natürliche Radioaktivität beträgt etwa 18 Mikroröntgen.

Leben im verseuchten Umfeld

Eigentlich dürften im Umkreis von mehreren Kilometern keine Menschen wohnen. Die umliegenden Dörfer müssten evakuiert werden. Doch die ukrainischen Behörden tun nichts dergleichen, sie ignorieren das Problem und überlassen die Dorfbewohner sich selbst. Viele sind gezwungen, in dem radioaktiv verseuchtem Umfeld zu leben, weil sie kein Geld haben, um wegzuziehen.

Behörden ignorieren Gesundheitsschäden

In den nahen Städten Kirowograd und Shelti Wodi wird nach wie vor Uran abgebaut und angereichert. Die ukrainischen „Atomshiki“ machen daraus Brennstoff für ihre Kernkraftwerke. Etwas mehr als 10 Prozent der Einwohner beider Städte leiden an Schilddrüsenkrebs, weil die Sicherheitsvorkehrungen ähnlich lausig sind wie früher. Das Elend in dem Uranfördergebiet beweist, dass die ukrainischen Behörden immer noch nach dem alten Sowjetmuster ticken. Einzelschicksale interessieren keinen.

viaUkraine: Zustände wie in der Sowjetunion | Zustände wie in der Sowjetunion | ARTE Journal | Welt | de – ARTE.

Der staatliche ukrainische Uranproduzent Skhidnyj HZK plant den Ausbau der Förder- und Verarbeitungsanlagen an der Uranlagerstätte Nowokonstantinowskoje nahe der Ortschaft Aleksejewka im Gebiet Kirowograd. Wie ukrainische Medien unter Verweis auf eine entsprechende Regierungsverordnung berichten, sind dafür Investitionen in Höhe von insgesamt 6,51 Mrd UAH (610 Mio EUR) vorgesehen. Die Finanzierung des Projekts ist vor allem über Kredite staatlicher ukrainischer Banken geplant, die mit der künftigen Produktion des Urankomplexes besichert werden sollen. Die neuen Anlagen sollen über Förderkapazitäten von jährlich etwa 1,5 Mio t Uranerz verfügen.

viaMärkte weltweit.

Atommüllfässer in Brunsbüttel sind vom Rost befallen

Brunsbüttel: In einer Kaverne des stillgelegten Atomkraftwerks Brunsbüttel sind 18 von 70 Fässern mit schwach radioaktivem Abfall von Rost befallen. Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck sagte, die Korrosionserscheinungen seien teils so stark, dass die Fasswand durchdrungen sei. Umgebung und Umwelt seien nicht gefährdet, versicherte Habeck. Die Atomaufsicht habe sich schon mit dem Betreiber Vattenfall darauf verständigt, für die Fässer eine spezielle Bergungseinrichtung zu entwickeln.

via24:00 : Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks | Meldungen | Nachrichten | BR.de.

Japan : Atom-Befürworter gewinnt Gouverneurswahl in Tokio

Ein Atomkraft-Befürworter hat nach Medienberichten die Wahl zum Gouverneur der japanischen Hauptstadt Tokio gewonnen. Ersten Prognosen zufolge lag der frühere Gesundheitsminister Yoichi Masuzoe am Sonntag vor seinen Herausforderern, wie der Fernsehsender NHK und andere japanische Medien berichteten. Die Wahlbeteiligung war mit rund 34 Prozent sehr niedrig.

Der Urnengang galt als Stimmungstest für die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe und die künftige Atompolitik in Japan. Der bisherige Gouverneur Naoki Inose war im Dezember wegen eines Spendenskandals zurückgetreten.

Abes Regierung ist grundsätzlich für die weitere Nutzung der Atomenergie und den Bau neuer Reaktoren, sieht sich aber mit starken Vorbehalten in der Bevölkerung konfrontiert. Das Atomkraftwerk Fukushima war 2011 von einem Erdbeben und einem Tsunami schwer beschädigt worden, die Umgebung wurde weiträumig radioaktiv verstrahlt.

Insgesamt traten 16 Bewerber zur Wahl des Gouverneurs an, unter ihnen auch der frühere Regierungschef Morihiro Hosokawa. Hosokawa hatte für den Ausstieg aus der Atomenergie geworben.

viaJapan : Atom-Befürworter gewinnt Gouverneurswahl in Tokio – Nachrichten Politik – Ausland – DIE WELT.