Italien verkauft Teil seines Energienetzes an China

Italien gibt grünes Licht für den Verkauf von Anteilen an seinem Energienetz an ein chinesisches Unternehmen. Für mindestens 2,1 Milliarden Euro solle eine Beteiligung von 35 Prozent an der Energieholding CDP Reti dem Netzbetreiber State Grid International Development aus der Volksrepublik überlassen werden, teilte die staatliche Förderbank Cassa Depositi e Prestiti CDP heute mit. Der CDP-Verwaltungsrat habe dem zugestimmt.

Die Übernahme ist eine der größten Investitionen Chinas in Italien. Die vollständig der CDP gehörende Energieholding Reti hält ihrerseits 30 Prozent am Gasnetzbetreiber Snam. In Kürze soll ein 30-Prozent-Anteil am Stromnetzbetreiber Terna dazukommen. Mit den Einnahmen will die Regierung in Rom den Staatshaushalt sanieren und Infrastrukturprojekte finanzieren. Ein Teil der Netze soll in staatlicher Hand bleiben.

viaItalien verkauft Teil seines Energienetzes an China – news.ORF.at.

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IPPNW: Fukushima-Folgen werden vertuscht

Vertuscht, verharmlost und verschwiegen: Mit scharfen Worten kritisiert die internationale Ärzteorganisation IPPNW die japanische Regierung. Drei Jahre nach der Reaktorkatastrophe werde jegliche Untersuchung möglicher strahlenbedingter Erkrankungen verhindert, sagte die Vertreterin der deutschen IPPNW-Sektion, Angelika Claußen, in Berlin. Der Verdacht liege nahe, dass die Behörden kein tieferes Interesse an der Aufklärung gesundheitlicher Folgen der Katastrophe hätten.

Ärzte würden in Japan von Regierungsberatern, Krankenversicherungen und Fachverbänden unter Druck gesetzt, wenn sie die medizinische Auswirkungen der Katastrophe von Fukushima erforschen wollten. Unter anderem seien dadurch spezifische Blutuntersuchungen verhindert worden, berichtete Angelika Claußen.

Die „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) sind ein Zusammenschluss von Medizinern aus mehreren Ländern, die sich unter anderem für die Abrüstung atomarer Waffen einsetzen. 1985 wurde die Organisation mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

„Täglich neue Lecks“

IPPNW befürchtet einen Anstieg der Säuglingssterblichkeit oder eine Häufung von Leukämieerkrankungen bei Säuglingen wie nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl. Statistiken, mit denen solche Veränderungen untersucht werden könnten, lägen aus Japan jedoch nicht vor. Es sei lediglich eine gestiegene Anzahl von Schilddrüsenkrebsfällen festgestellt worden. Allerdings würde die Präfektur Fukushima bestimmen, wer entsprechende Krebs-Screenings durchführen dürfe, heißt es.

Die japanische Journalistin Oshidori Mako teilt diese Kritik: „Der Unfall ist noch nicht unter Kontrolle“, sagte sie in Berlin. Jeden Tag würden neue Strahlenlecks entdeckt. Zugleich versuchten die Behörden von den Folgen der Radioaktivität abzulenken. Dazu würden etwa Schulen oder Einrichtungen gezwungen, Lebensmittel aus der Region Fukushima zu verwenden, um deren Unbedenklichkeit zu demonstrieren. Eine freie Berichterstattung über die Atomkatastrophe werde es auch künftig nicht geben, befürchtet Oshidori Mako und verweist auf ein Ende 2012 verabschiedetes Gesetz zum besseren Schutz von Staatsgeheimnissen. Die Journalistin steht unter Beobachtung der japanischen Regierung.

„Viele Opfer, keine Anklagen“

Am Wochenende hatten in der japanischen Hauptstadt Tokio mehrere hundert Menschen dagegen protestiert, dass noch immer niemand für die Atomkatastrophe juristisch zur Verantwortung gezogen wurde. „Es gibt viele Opfer, aber keine Anklagen“, sagte die Organisatorin der Veranstaltung, Ruiko Muto. Im Jahr 2012 hatten 15.000 Betroffene eine Klage gegen den Atomkraftwerkbetreiber Tepco eingereicht. Im September 2013 entschied die Staatsanwaltschaft jedoch, keine Anklage zu erheben. Dagegen läuft ein Berufungsverfahren.

Bei dem verheerenden Erdbeben und Tsunami vom 11. März 2011 war das Kernkraftwerk Fukushima so schwer beschädigt worden, dass die Kühlanlagen ausfielen und es in der Folge zu einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren kam. Nach dem Desaster wurde eine Sperrzone um das Kraftwerk eingerichtet, rund 160.000 Menschen verließen das Katastrophengebiet.

viaIPPNW: Fukushima-Folgen werden vertuscht | Aktuell Asien | DW.DE | 03.03.2014.

Gefahr für Atomunfälle wächst in Europa

Die Gefahr eines großen Atomunfalls wächst in Europa. Derzeit sind in der EU, der Schweiz und der Ukraine 151 Atomkraftwerke in Betrieb – davon sind 66 Reaktoren älter als 30 Jahre und 25 Reaktoren sogar über 35 Jahre. „Wenn man sich anschaut, dass die Reaktoren meistens für eine Laufzeit von nur 30 Jahren ausgelegt sind, haben sie ihre Lebensdauer einfach schon überschritten“, warnt Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedel.

Laut der 146 Seiten umfassenden Studie, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat, wächst die Gefahr aus mehreren Gründen: In vielen Ländern sollen die Atomkraftwerke zukünftig wesentlich länger betrieben werden als ursprünglich geplant, und zudem mehr Strom erzeugen. Die Leistungserhöhung belaste die Kraftwerke jedoch zusätzlich und zusammen mit der Alterung wächst die potenzielle Bedrohung für die Sicherheit.

Altanlagen sind besonders riskant

Die Probleme der Altanlagen entstehen nach Angaben der Experten zum einen durch physische Alterung der Komponenten, Systeme und Bauwerke, zum anderen aufgrund des veralteten technischen und konzeptionellen Aufbaus. So wurden früher geringere Anforderungen an die Sicherheit gestellt als dies heute der Fall wäre. Alte Kernkraftwerke sind so oft schlechter gegen Hochwasser, Erdbeben oder Flugzeugabsturz gerüstet, erklärt Nuklearexpertin Simone Mohr vom Öko-Institut in Darmstadt und Mitautorin der Studie. „Alle genannten Aspekte führen zu einer fortschreitenden Absenkung des Sicherheitsniveaus der älteren Reaktoren in Europa“.

Nach Einschätzung von Mycle Schneider, Herausgeber des jährlich erscheinenden „World Nuclear Industry Status Report“, kommt noch ein weiteres Risiko hinzu. Schneider bezeichnet es als Kompetenzlücke: Denn EDF als größter Atomkraftwerksbetreiber der Welt wird „innerhalb von fünf Jahren etwa die Hälfte des Betriebspersonal ersetzen müssen“, dadurch ginge wichtiges Fachwissen in den Kraftwerken verloren, besonders in Krisenfällen wäre auch dies ein Problem, sagt Schneider.

Betreiber sollen für Risiken selber haften

Nach Ansicht von Greenpeace reagieren weder die Betreiber noch Politik und Atomaufsicht auf die wachsenden Gefahren. Problematisch dabei ist auch, dass Atomkraftwerksbetreiber für nukleare Unfälle nur sehr begrenzt haften. Die Experten der Studie fordern, dass die Kraftwerksbetreiber und Zulieferer das komplette Haftungsrisiko übernehmen und nicht mehr Staat und Steuerzahler das Risiko eines Unfalles tragen. Zum einen würden so die künstlichen Wettbewerbsvorteile der Atomkraft abgebaut, zum anderen würden für die Betreiber wirtschaftliche Anreize geschaffen, das Risiko eines Atomunfalls zu senken. Eine höhere Haftpflicht „käme nicht nur den Opfern eines Unfalls zugute, sondern hätte eine wichtige Präventivwirkung“, schreiben die Experten.

Um die Sicherheitsrisiken bestmöglich zu minimieren, schlagen die Autoren der Studie ein kollektives Haftungssystem der Kraftwerksbetreiber vor. „Die Zusammenlegung der unbeschränkten Haftung für ganz Europa würde die Betreiber motivieren sich gegenseitig zu kontrollieren.“

Aufforderung an die Politik

Angesichts des zunehmenden Risikos zeigt sich Greenpeace besorgt und fordert dringend Maßnahmen. Neben dem schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien, zählt die sofortige Abschaltung von Atomreaktoren – die älter als deren ursprüngliche Auslegungsdauer sind – dazu. Darüber hinaus fordert Greenpeace die „volle Transparenz und Beteiligung der Öffentlichkeit an den Entscheidungsprozessen“.

Zeitgleich zur Greenpeacestudie veröffentlichte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Studie zu einem ähnlichen Aspekt. Nach Berechnungen der technischen Universität Wien und der Stiftung Umweltenergierecht Würzburg kann Europa bis 2030 komplett aus der Atomkraft aussteigen und dies auch mit den ambitionierten Klimazielen vereinbaren.

viaGefahr für Atomunfälle wächst in Europa | Wissen & Umwelt | DW.DE | 05.03.2014.

Die Ukraine erhöht ihren jährlichen Stromexport um 52,5 %

Artikel vom 26.01.2012

Die Ukraine hat im Jahr 2011 den Umfang von Stromexporten im Vergleich zu 2010 um 52,5 Prozent erhöht. Die Produktion stieg dem ukrainischen Ministeriums für Energie und Kohleindustrie zufolge um 2,2 Mrd. kWh und führte zu einer Erzeugung von 6,4 Mrd. kWh. Die Gesamtmenge an Stromexporten für das Jahr 2011 machte dabei etwa drei Prozent der Jahresproduktion des Landes von 193,9 Mrd. kWh aus.

Weissrussland, Ungarn, Moldawien und die Slowakei entwickelten sich 2011 zu den grössten Importeuren von ukrainischem Strom und nahmen laut RBK u.a. 97,8 Prozent ab. Im Jahr 2011 importierte Belarus einen Anteil von 39,8 Prozent der Gesamtenergiemenge, die in der Ukraine produziert wurde. Ungarn, Moldawien und die Slowakei nahmen je 38,4 %, 10,3 % und 9,2 % der Stromproduktion aus der Ukraine ab. Polen, Russland und Rumänien importierten unter anderem auch Strom aus der Ukraine.

Ein Grossteil des elektrischen Stroms aus der Ukraine wurde 2011 in Brennstoff betriebenen Feuerungsanlagen – 92,6 Mrd. kWh, Atomkraftwerken – 90,2 Mrd. kWh und Wasserkraftwerken – 8,8 Mrd. kWh produziert.

Die staatliche Agentur für Energieeffizienz und Energieeinsparung in der Ukraine prognostiziert für das Jahr 2012 ausserdem eine Verfünffachung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen von bis zu 1 Mrd. kWh.

Bemerkenswerterweise plant die Ukraine die Einführung von Hydro-Kohle-Technologie in ihren Feuerungsanlagen. Diese Technologie ist eine sauberere und günstigere Alternative zu teurem Gas aus Russland. Laut des ukrainischen Ministers für Energie und Kohleindustrie, Yuriy Boyko, würde dies die Reduktion gefährlicher Emissionen ermöglichen und somit internationale Umweltstandards einhalten.

Seit 2010 ist die Ukraine im Begriff, ihr eigenes Energiesystem mit dem von Europa zu synchronisieren. Dies erfordert eine Übereinstimmung mit den Standards der Union für die Koordinierung des Transports von elektrischer Energie. Als Bestandteil dieser Anstrengungen hat die Ukraine für die Konstruktion einer neuen Hochspannungsleitung gesorgt, die das ukrainische System mit dem europäischen ENTSO-E Energiesystem verbinden soll. Im September 2011 unterzeichnete der ukrainische NPC Ukrenergo einen Vertrag in Höhe von 175 Mio. EUR für die Konstruktion einer neuen Hochspannungsleitung im grössten europäischen Atomkraftwerk in Zaporizhzhya im Süden der Ukraine.

Zusätzlich hat die Ukraine ihr Energiehandelssystem geändert, um ihren Strom für ausländische Käufer leichter zugänglich zu machen. Das Ergebnis ist, dass der Energieexport aus der Ukraine 2011 einen merklichen Anstieg von 52,5 Prozent im Vergleich zu 2,7 im Jahr 2010 verzeichnen konnte. Die Ukraine exportiert ihren Strom traditionell nach Weissrussland, Bulgarien, Ungarn, Moldawien, Polen, Russland, Rumänien, die Slowakei etc.

viaDie Ukraine erhöht ihren jährlichen Stromexport um 52,5 % | Pressemitteilung Worldwide News Ukraine.

Ukraine und Uran

Uranförderung

Im Jahr 2011 betrug die weltweite Uranförderung 54.610 Tonnen, dies entsprach nahezu der Förderung des Vorjahres (2010: 54.660 Tonnen).[2] Im Vergleich der letzten 5 Jahre hat sich die Förderung seit 2007 um etwa ein Drittel (32,2%) erhöht.

Die wichtigsten Förderländer waren Kasachstan (19.451 Tonnen), Kanada (9.145 Tonnen) und Australien (5.963 Tonnen), auf die knapp zwei Drittel (63,3%) der Weltförderung entfielen. In Europa fördern derzeit nur die Ukraine (890 Tonnen), Tschechien (229 Tonnen) und Rumänien (77 Tonnen) Uran. Die Uranbergwerke in Russland befinden sich im asiatischen Teil des Landes.

viaUran/Tabellen und Grafiken – Wikipedia.

Energieverbrauch Ukraine

Die Ukraine gehört zu den Ländern mit dem höchsten Energieverbrauch in Europa. Im Jahre 2007 war der Verbrauch doppelt so hoch wie in Deutschland. 27,4 % der Energie werden aus Kohle gewonnen, etwa 20 % aus Erdgas, 47,5 % aus Atomenergie und 5 % aus Wasserkraft. 50 Kilometer von der Großstadt Saporischschja steht das größte Kernkraftwerk der Welt mit einer elektrischen Gesamtleistung von 6000 Megawatt, außerdem befindet sich dort eine der größten Talsperren Europas. Diese Talsperre dient auch als Speicherkraftwerk und hat eine elektrische Leistung von 1500 Megawatt.

viaUkraine – Wikipedia.

Endlagerung von Atommüll

Die Endlagerung in Litauen (2), Ukraine (13/2), Tschechien (6), Slowakei (6/2), Ungarn (4) und Bulgarien (4) wird wohl an den AKW Standorten als atomare Zwischenlagerung erfolgen.

viaaaa Nr.163-164 Endlagerung weltweit.

Russland-Ukraine-Konflikte-Energie : Gazprom fordert Ukraine zur Begleichung offener Gasrechnungen auf

Der russische Energiekonzern Gazprom hat die Ukraine zur Begleichung offener Rechnungen aufgefordert. Kiew habe Gaslieferungen im Gesamtwert von 1,55 Milliarden Dollar (1,12 Milliarden Euro) nicht bezahlt, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Falls die Ukraine ihren Verpflichtungen nicht nachkomme, könne Moskau nicht länger einen Rabatt auf die Gaslieferungen anbieten. Die Vereinbarung sehe „eine vollständige und pünktliche Zahlung vor“, betonte der Gazprom-Sprecher.

viaRussland-Ukraine-Konflikte-Energie : Gazprom fordert Ukraine zur Begleichung offener Gasrechnungen auf – Nachrichten – DIE WELT.

Kiew garantiert reibungslosen Gastransit nach Europa

Die Ukraine wird die übernommenen Verpflichtung zum reibungslosen Gastransit nach Europa sowie zur Lieferung von Strom an die EU, an Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und an die Zollunion strikt erfüllen. Das erklärte der ukrainische Vizeregierungschef Juri Boiko am Freitag in Kiew.

„Politische Probleme im Land dürfen der Erfüllung wirtschaftlicher Verpflichtungen im Energiebereich und sonstiger Verpflichtungen gegenüber der internationalen ökonomischen Gemeinschaft nicht im Wege stehen. Wir haben die Kontrolle über die Arbeit der wichtigsten Betriebe verschärft, die für die Versorgung der Bevölkerung mit allem Notwendigem zuständig sind“, sagte Boiko.

Die Situation auf dem Treibstoffmarkt in der Ukraine sei unter Kontrolle der Regierung. Benzin- und Dieselreserven reichten aus, um den Bedarf im Laufe von drei Wochen zu decken, fügte der Vizeregierungschef hinzu.

viaKiew garantiert reibungslosen Gastransit nach Europa | Im postsowjetischen Raum | RIA Novosti.