Was steckt wirklich in unserem Essen? In Fleischwurst sind nur 8 Prozent echtes Fleisch

Schweinefleisch in Rindersalami, Aromen aus Ölen, Pflanzenmargarine mit Rindertalg. Klingt absurd? Ist aber ganz legal!

Selbst in korrekt etikettierten Lebensmitteln stecken oft Zutaten, von denen wir manchmal gar nichts wissen wollen. BILD sagt, was wirklich in unseren Lebensmitteln drin ist.

Fleischwurst

Sie muss nur mindestens 8 % Muskelfleisch ohne Sehnen und Schwarten enthalten, traditionell vom Schwein. Der Rest kann aus einfachem Speck, Fett und billigem Sehnenfleisch bestehen.

Bayrischer Leberkäse

Leberkäse muss Leber enthalten, die im Handel erhältlichen „Bayrischen Leberkäse“ allerdings nicht. Sie bestehen zu über 80 % aus Schweinefleisch. Die restlichen Zutaten sind Wasser, teilweise Speck, Salz, weitere Gewürze und verschiedene Zusatzstoffe.

Gummibärchen
Der „Gummi-Effekt“ entsteht durch Gelatine, die oft aus Schweineschwarten gewonnen wird. Vor dem BSE-Skandal in den 1990er-Jahren wurde die Gelatine von Rindern gewonnen.

Fruchtsäfte
Fruchtsaftgetränke sind eine Mischung aus Wasser, Zucker und Fruchtsaft (nur 6 bis 30 Prozent). Bei Fruchtnektar beträgt der Saftgehalt 25 bis 50 Prozent. Nur Fruchtsäfte müssen zu 100 Prozent aus der genannten Frucht stammen. Fruchtsaft kann aber auch aus Konzentrat verdünnt sein, Direktsaft hingegen darf nicht aus Konzentrat stammen.

Um einen süßeren Geschmack zu erzielen, dürfen Säften bis zu 15 Prozent Zucker beziehungsweise 150 Gramm pro Liter zugesetzt werden.

Schokoladenpudding
Er muss nur ein Prozent Kakaopulver enthalten, der Rest kann aus Aromen, Gelatine, Emulgatoren und Fetten bestehen.

Geflügel-Salami
Wenn der Geflügelanteil über 15 Prozent beträgt, darf eine Wurst Geflügel-Wurst genannt werden – auch, wenn der Rest Schweine- und Rindfleisch ist. Beides muss nicht extra genannt werden. Nur als „rein Geflügel“ deklarierte Ware darf kein Rind oder Schwein enthalten.

Der Rest ist Mayonnaise mit würzenden Zutaten (z. B. Zwiebeln, Paprika). Erlaubte Zusatzstoffe: Ascorbinsäure (E 300), damit das Fett nicht ranzig wird, Karmin (E 120) als roter Farbstoff für das Fleisch und Johannisbrotkernmehl (E 410) zur Verdickung.

Kalbsleberwurst
Der Anteil an Kalbsleber muss hier nur mindestens 15 % betragen. Oft ist billigeres Leberfleisch von Schweinen oder anderes Fleisch enthalten.

Kalbfleisch- Leberwurst
Diese Wurst muss gar keine Kalbsleber enthalten, sondern nur mindestens 15 % Kalbfleisch.

Lachsforelle
Dahinter verbirgt sich gar kein Lachs, sondern eine Forelle. Die rote Färbung kommt durch spezielle Fütterung zustande.

Heringssalat
Der Salat muss nur mindestens 20 Prozent Hering enthalten. Der Rest kann aus Rindfleisch oder „Fleischsalatgrundlage“ bestehen.

Balkan- oder Hirtenkäse
Das sind keine geschützten Begriffe, die Milch für diesen Käse muss nicht vom Balkan kommen, kann auch aus Deutschland oder anderen Ländern sein. Es darf auch Kuhmilch statt Schafsmilch verwendet werden.

Geräucherte Wurst
Der Rauchgeschmack muss nicht echt sein, also aus dem Räucherschrank stammen. Das Fleisch kann auch in industriellem Flüssigrauch getränkt sein.

Körnerbrot
Es muss gar kein Vollkornmehl enthalten. Oft ist der Teig gefärbt, zur Deko werden einige Körner draufgestreut.

Mozzarella
Er muss nicht aus Italien stammen und auch keine Büffelmilch enthalten. Meist wird er aus deutscher Kuhmilch produziert.

viaWas steckt wirklich in unserem Essen? In Fleischwurst sind nur 8 Prozent echtes Fleisch – Verbrauchertipps – Bild.de.

Advertisements

Stiftung Warentest : Mineralöl in fast jeder Nussschokolade gefunden

In fast allen getesteten Tafeln Nussschokolade hat die Stiftung Warentest aromatische Mineralöle nachgewiesen. Sie stehen zum Teil unter Krebsverdacht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, die Stoffe in Lebensmitteln zu vermeiden.

Die Substanzen stammen vermutlich aus den Verpackungen. Außerdem wiesen die Warentester in allen 26 Schokoladen die als weniger kritisch geltenden gesättigten Mineralölfraktionen nach, berichtet die Zeitschrift \“test\“ Ausgabe 12/2013.

Weitere Giftstoffe entdeckt

In drei Produkten wurden auch noch die Pflanzgifte Aflatoxine gefunden – allerdings deutlich unter dem zulässigen Höchstwert. Dennoch fällt das Schadstoffurteil für kein Produkt im Test schlechter als befriedigend aus. Aufpassen sollten Verbraucher, die allergisch auf Mandeln sind. So enthielten sechs der getesteten Nussprodukte Spuren davon.

Insgesamt schnitten neun der Schokoladen, die entweder ganze oder gehackte Nüsse enthalten, gut ab. Weitere zehn erhielten die Gesamtnote \“Befriedigend\“, vier ein \“Ausreichend\“. Allerdings waren drei Produkte mangelhaft: Auf ihren Verpackungen wurden falsche Angaben gemacht. So enthielten sie statt natürlicher Aromen künstliche Stoffe oder die angegebene Menge von Haselnüssen fiel um fast ein Drittel geringer aus.

viaStiftung Warentest : Mineralöl in fast jeder Nussschokolade gefunden – Nachrichten Geld – Verbraucher – DIE WELT.

Forscher entdecken resistente Keime in Masthähnchen

Masthähnchen können eine Ursache für die Verbreitung antibiotikaresistenter Keime sein. Das haben Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in einer aktuellen Untersuchung nachgewiesen.Die Forscher untersuchten 120 Proben von Schlachthähnchen aus vier unterschiedlichen Beständen. Es handelte sich dabei um gesunde Tiere, die ohne Einschränkung zur Schlachtung freigegeben waren. In knapp 90 Prozent der überprüften Tiere entdeckten sie die resistenten Keime. Diese wurden vor allem in Form von Darmbakterien nachgewiesen.

Hitze und Hygiene schützen bei der Zubereitung

Laut Studienleiter Günter Klein wird ein Großteil der resistenten Bakterien beim Schlachten entfernt. Überhaupt gehe für gesunde Menschen keine Gefahr von den Hähnchen aus. Bei schwerkranken Patienten könnten die Keime allerdings dazu führen, dass Antibiotika nicht mehr anschlagen.

Im Alltag können sich Verbraucher schützen, indem sie das Fleisch ausreichend erhitzen und streng auf Hygiene bei der Zubereitung achten, empfiehlt Klein.

Auch wenn die Studie nicht repräsentativ ist, ergänzen die Forschungsergebnisse eine aktuelle Debatte. Erst kürzlich hatten Wissenschaftler aus Hannover und Leipzig herausgefunden, dass Masthähnchen in Deutschland rund ein Viertel ihres Lebens lang Antibiotika bekommen. Am vergangenen Freitag hatte sich der Bundesrat für strengere Regeln zum Antibiotika-Einsatz in der Tiermast ausgesprochen.

viaForscher entdecken resistente Keime in Masthähnchen | tagesschau.de.

Sichere Lebensmittel: 8800 Warnmeldungen über Europäisches Schnellwarnsystem RASFF

Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) wurden 2012 zwischen den EU-Ländern fast 8.800 Warnmeldungen ausgetauscht, davon fast die Hälfte über Produkte, die bereits an den EU-Grenzen zurückgewiesen wurden.

Aus Deutschland kamen insgesamt 362 Meldungen (2011: 415), unter anderem über aus China importierte kontaminierte Erdbeeren. Zur Vorstellung des RASFF-Jahresberichts 2012 kündigte EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg heute (Montag) in Brüssel an, dass neben Meldungen über unsichere Lebens- und Futtermittel über das Warnsystem künftig auch Informationen über Lebensmittelbetrug ausgetauscht werden sollen. Dies ist eine Lehre aus dem Pferdefleischskandal der vergangenen Monate. „Das RASFF ist zu einem unerlässlichen Instrument geworden, um auf Probleme für die Lebensmittelsicherheit in der EU zu reagieren und sie abzumildern, da wichtige Mitteilungen zum Schutz der europäischen Verbraucher rasch ausgetauscht werden“, sagte er.

Im Jahr 2012 verzeichnete das RASFF insgesamt 8797 Meldungen. Das sind 3,9 Prozent weniger als 2011. Insgesamt 526 Warnmeldungen betrafen schwerwiegende Risiken, die bei auf dem Markt befindlichen Produkten festgestellt wurden; das ist ein deutlicher Rückgang von 14 Prozent gegenüber 2011. So meldete die tschechische Lebensmittelsicherheitsbehörde über das RASFF Im September 2012 schwerwiegende Fälle von Methanolvergiftungen und insgesamt 36 Todesfälle durch gepanschte Spirituosen. Die tschechische Behörde nutzte RASFF, um ihre Partner in der EU über ihre Nachforschungen und die Maßnahmen, die sie getroffen hatte, schnell zu informieren und auf dem Laufenden zu halten.

Über das RASFF-System können seit 1979 Informationen schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ausgetauscht werden, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette ein Risiko für die menschliche Gesundheit festgestellt wird. Alle RASFF-Mitglieder (die 27 EU-Staaten, die Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, Norwegen, Liechtenstein, Island und die Schweiz, die EFTA-Überwachungsbehörde sowie die Europäische Kommission als Managerin des Systems) gewährleisten rund um die Uhr, dass dringende Meldungen unverzüglich verschickt, von allen empfangen und wirksam umgesetzt werden können. Dank des Warnsystems konnten bisher viele Lebensmittelrisiken abgewendet werden, bevor den Verbraucherinnen und Verbraucher zu Schaden kamen.

viaSichere Lebensmittel: 8800 Warnmeldungen über Europäisches Schnellwarnsystem RASFF.

Weltbank: Teure Lebensmittel verschärfen Hunger

Die Weltbank schlägt wegen der anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise Alarm.

In den ärmsten Regionen drohten eine Ausweitung des Hungers und der Unterernährung, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Kreditgebers. Zwar sei eine weltweite Preiskrise wie vor vier Jahren offenbar abgewendet worden. Es bilde sich aber mittlerweile eine „neue Norm“ heraus, dass Lebensmittel teuer sind. „Die Welt kann es sich nicht leisten, sich an hohe und schwankende Nahrungspreise zu gewöhnen oder gar damit zufrieden zu geben“, warnten die Autoren.

Ihren Angaben zufolge haben sich die Nahrungspreise seit den Spitzenständen im Juli mittlerweile zwar stabilisiert. Sie liegen aber noch immer sieben Prozent höher als vor einem Jahr. Bei den Getreidepreisen beträgt das Plus sogar zwölf Prozent. Sie sind damit nicht weit entfernt von ihrem Rekordniveau im Jahr 2008, als es wegen der massiven Verteuerung zu Unruhen in Asien und Afrika kam. Nach Auskunft der Vereinten Nationen leiden schätzungsweise weltweit 870 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung.

viaWeltbank: Teure Lebensmittel verschärfen Hunger | Ausland | Reuters.

Lebensmittelwerbung: Rund 1600 Slogans werden untersagt

rreführende Werbung für Lebensmittel wie „Gut fürs Immunsystem“ oder „Stärkt die Abwehrkräfte“ wird in der EU drastisch eingeschränkt. Der Ausschuss für Verbraucherschutz im Europaparlament billigte am Mittwoch in Brüssel einen Vorschlag der Kommission, rund 1600 gesundheitsbezogene Werbeslogans zu verbieten. Erlaubt wurden nur rund 220 Werbeaussagen – etwa „gut für die Verdauung“ für Kekse mit viel Ballaststoffen.

Die gesundheitsbezogenen Werbeaussagen wurden von der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA in Parma überprüft. Zugelassen wurden nur Slogans, die als wissenschaftlich fundiert erachtet wurden. Durchgefallen ist beispielsweise die Behauptung, so genannter probiotischer Joghurt stärke das Immunsystem.

6 Monate Übergangsfrist für bereits verpackte Produkte

Die EU-Kommission muss die Listen nun noch formal absegnen, was nach Angaben eines Beamten in einigen Wochen geschehen soll. Nach der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt haben die Hersteller von Lebensmitteln, deren Werbeslogans nicht genehmigt wurden, sechs Monate Zeit, um bereits verpackte Produkte zu verkaufen. „Nach dieser Frist dürfen sie die beanstandeten Slogans nicht mehr verwenden“, erläuterte der Beamte. Die Hersteller könnten allerdings jederzeit auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Überprüfung beantragen.

Die Listen sind Teil einer EU-Verordnung, die bereits 2006 verabschiedet wurde. Ihre Erstellung dauerte länger als zunächst geplant, weil die EFSA rund 44.000 Anträge auf Zulassung von Werbeaussagen erhielt – weit mehr als zunächst erwartet.

„Schritt in die richtige Richtung“

Der Antrag einiger Abgeordneter, das Votum über die Negativ-Liste zu verschieben, scheiterte mit deutlicher Mehrheit. Hinter diesem Versuch „stand klar die Lobby der Lebensmittelindustrie“, sagte die SPD-Abgeordnete und Verbraucherschutz-Expertin Dagmar Roth-Behrendt.

Die Europäische Verbraucherschutzzentrale BEUC in Brüssel begrüßte die Neuregelung als „Schritt in die richtige Richtung“. Verbraucher würde so besser vor „unbegründeten, übertriebenen oder unwahren Werbeaussagen“ geschützt, betonte die Leiterin des BEUC, Monique Goyens. Kritik an dem Verbot übte dagegen die CDU-Abgeordnete Renate Sommer. „Die Kommission legt einen missionarischen Eifer an den Tag, der die Verbraucher entmündigt.“

viaLebensmittelwerbung: Rund 1600 Slogans werden untersagt – Wirtschaft – FAZ.

Rund 333 Millionen Kinder leben weltweit in Slums

Kein Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen oder Schulen – Kinder und Jugendliche leiden oft unter MangelernährungFast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen dieser Welt wachsen mittlerweile in Städten auf. Das entspricht einer Zahl von rund einer Milliarde Menschen. Davon leben laut Schätzungen des Kinderhilfswerks UNICEF rund 333 Millionen in „einem übervölkerten Slum“. Die Folgen sind kein ausreichender Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen, Gesundheitsversorgung oder Schulen für diese Gruppe. Das geht aus dem UNICEF-Bericht „Zur Situation der Kinder in der Welt 2012″ hervor.“Weltweit sind Städte für Millionen von Kindern ein Ort eines brutalen Überlebenskampfes“, sagte Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich. Damit verweist sie unter anderem auf den steigenden Anteil von unter- oder fehlernährten Kindern in den Städten. Alleine in den Slums von Indien würden 54 Prozent der armen Kinder an den Folgen von Mangelernährung leiden. Zivilgesellschaft wird aufgerufenUm an einen Liter Wasser zu gelangen, müssten die ärmsten Familien zudem etwa 50-mal mehr an private Wasserverkäufer zahlen als reichere Menschen. Und das ist nicht immer leicht zu bewerkstelligen, da bereits 50 bis 80 Prozent des gesamten Einkommens für Nahrung aufgewendet werden müssen. Kinder, die auf der Straße leben und arbeiten sowie sozialer Ungleichheit und Kriminalität ausgeliefert sind, leiden außerdem häufig an Angst, Depression und Aggression.Mit dem Bericht will die UNICEF die „Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft“ zum Handeln aufrufen. Unter anderem sollen den ärmsten Familien dauerhafte und sichere Unterkünfte gewährt werden. Die armen Bevölkerungsgruppen müssten zudem mehr Mitspracherecht bei der Planung und Entwicklung von Stadtteilen und Gemeinden haben. Als einer der wichtigsten Punkte wird allerdings die Dokumentation hervorgehoben. In den meisten Metropolen würden umfassende Informationen zur Lage der armen Menschen fehlen. „Diese sind notwendig, damit ihre Interessen von der Politik nicht länger übersehen werden“, heißt es in einer UNICEF-Aussendung. red, derStandard.at, 28.2.2012

viaRund 333 Millionen Kinder leben weltweit in Slums – Welt-Chronik – derStandard.at › Panorama.