Mobilität : Oslos schlechte Luft schränkt auch Touristen ein

Auf Taxi-Kunden kommen schwere Zeiten zu

Bleibt noch das Taxi, das in vielen Metropolen ein anerkanntes und gern genommenes Verkehrsmittel ist. Doch das kostet in Oslo schnell viele Kronen: Allein vom 50 Kilometer entfernten Flughafen in die Innenstadt berechnen die Chauffeure den Festpreis von umgerechnet 120 Euro – das ist mehr, als das Oslo-Ticket bei einer Billigairline kostet.

Doch es kommt noch dicker für Taxi-Fans. Denn die Stadtverwaltung will nur noch schadstoffarme Fahrzeuge zur Personenbeförderung zulassen. Lediglich 100 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer sollen Neufahrzeuge ausstoßen dürfen, ein Wert, den kaum ein Autotyp schafft.

Jedenfalls nicht die Mercedes-Limousinen, die das Taxi-Bild auch in der norwegischen Hauptstadt dominieren. Die Folge: Die Taxifahrer müssten auf andere, teurere Modelle umsteigen – das erhöht die Kosten, die wiederum der Kunde durch höhere Tarife zahlen müsste.

Eine echte Gefahr für die Gesundheit

Das ist noch nicht alles: Die Stadt will die Luftqualität weiter verbessern und denkt daran, eine Null-CO2-Grenze ab 2023 einzuführen. „Das machen wir, um den Ausstoß von klimaschädlichem Gas einzudämmen“, sagt eine Stadträtin.

Ganz ohne Grund ist die Sorge nämlich nicht: Obwohl Oslo am Meer liegt und meist ein frischer Wind weht, gibt es im Winter Wetterlagen, die hohe Feinstaubkonzentrationen mit sich bringen. Die feuchtkalte Luft saugt solche Schwebestoffe förmlich auf; manchmal hängen die dunklen Schwaden tagelang über Oslo.

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Norwegen: Richterin stoppt Vortrag von Massenmörder Breivik

Der Norweger Anders Behring Breivik bleibt nach den Anschlägen von Olso und Utoya für weitere acht Wochen in Untersuchungshaft. Haftrichterin Anne Margrethe Lund entsprach am Montag mit ihrer Entscheidung in Oslo dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Für die kommenden vier Wochen gilt außerdem eine neu verhängte Einzelhaft mit Kontaktsperre.Breivik wollte nach Gerichtsangaben zu Beginn der Verhandlung eine kurze schriftlich verfasste Erklärung vorlesen. Die Richterin unterbrach dies aber. Sie habe Breivik „einige Male“ gestoppt, als dieser versucht habe, die Stellungnahme abzugeben, sagte Richterin Lund. „Er wollte dem Gericht etwas sagen. Für die heute zu treffende Entscheidung war es nicht relevant, also war es ihm nicht erlaubt, darüber hinaus etwas zu sagen“, berichtete Lund.Zum Inhalt meinte Breiviks Anwältin Mette Yvonne Larsen im Rundfunksender NRK: „Er hat Dinge gesagt, die es nicht verdienen, ans Tageslicht gebracht zu werden.“ Es sei für die Öffentlichkeit nicht von Belang, Breiviks Äußerungen zu kennen. Die Richterin verhängte eine komplette Nachrichtensperre zu den Aussagen.

Breivik hatte sich nach dem Massaker festnehmen lassen, und die Tötungen zugegeben. Er bereut den Massenmord nach den Verteidigerangaben nicht, sondern stuft ihn als „notwendig“ ein.

Die Richterin gab nach dem Termin an, dass Breivik die Einzelhaft mit Kontaktsperre als „Folter“ eingestuft habe. Die Verlängerung der Einzelhaft begründete sie mit der Möglichkeit, dass der Massenmörder „versteckte Botschaften“ an andere übermitteln und damit die polizeilichen Ermittlungen sabotieren könne.

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