Beunruhigende Statistik – Unfallursache? Rätselhaft!

Bei immer mehr Verkehrsunfällen bleibt die genaue Ursache ungeklärt.

Die meisten Unfallforscher bringen diesen Trend mit der gestiegenen Ablenkung am Steuer, beispielsweise durch Smartphones, in Zusammenhang.

Andere Experten sehen in der gestiegenen Nutzung von Medikamenten, vor allem von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie Antidepressiva, einen Hauptgrund für die höhere Zahl an „Unfällen aus ungeklärter Ursache“.

viaBeunruhigende Statistik – Unfallursache? Rätselhaft! – Auto & Mobil – Süddeutsche.de.

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Nachahmerpräparate: Die dreckige Medizin aus der „Apotheke der Armen“

Der Pharmadienstleister GVK Bio ist nicht die einzige indische Firma, die unter Verdacht steht, buchstäblich unsauber zu arbeiten. In Deutschland könnten deshalb sogar einige Medikamente knapp werden.

Immerhin hat GVK Bio mit offenen Karten gespielt. Auf seiner Webseite wirbt das Unternehmen mit einem Höchstmaß an „wissenschaftlicher Kreativität“ „flexiblem“ Geschäftsgebaren, und „beschleunigter“ Forschung. Kreativ, flott und flexibel ging es in der Tat zu bei GVK Bio – insbesondere bei der Durchführung von Tests für Generika, also für preisgünstige Nachahmerpräparate von Wirkstoffen, die ihren Patentschutz verloren haben. Dabei schummelte das Pharma-Dienstleistungsunternehmen aus der südindischen Acht-Millionen-Metropole Hyderabad erheblich. Das vermuten jedenfalls die europäischen Gesundheitsbehörden. Deshalb dürfen seit vergangener Woche 80 Medikamente in deutschen Apotheken nicht mehr verkauft werden.

Generikaproduzenten müssen in der Regel sogenannte Bioäquivalenzstudien durchführen, um nachzuweisen, dass die Wirkstoffe ihrer Präparate ähnlich wirken wie die Ausgangsmedikamente. Das lassen sie gern in Indien erledigen, weil es dort billiger ist. Die indische Pharmaindustrie ist auch dadurch zu einem der größten Räder der globalisierten Gesundheitsmaschinerie geworden. Lange wurde sie spöttisch als „Apotheke der Armen“ abgetan – versorgten indische Unternehmen doch vor allem Patienten in Schwellen- und Entwicklungsländern mit niedrigpreisigen Medikamenten, etwa zur Behandlung der HIV-Immunschwäche oder von Tuberkulose.

Das Label passt heute allerdings nicht mehr: Indien ist zu einer der Großapotheken der Welt aufgestiegen, für Arm und Reich. Der Weltpharmaumsatz übertrifft 2014 nach Angaben der Branchenanalysten von IMS Health voraussichtlich erstmals die Billionen-Dollar-Schwelle. Davon entfällt allein ein Drittel auf das US-Gesundheitssystem. Rund 90 Prozent aller dort verschriebenen patentfreien Heilmittel sind Generika. Hiervon stammen wiederum etwa 40 Prozent aus Indien. In Deutschland werden drei Viertel des Arzneimittelbedarfs der gesetzlichen Krankenkassen generisch gedeckt. Was davon genau aus Indien stammt, ist schwer zu belegen; der Anteil dürfte jedoch einen hohen zweistelligen Prozentsatz ausmachen.

„Schwerwiegende Mängel“

GVK Bio ist eine von vielen Firmen, die sich als Contract Research Organisation (CRO), also Auftragsforscher, auf diese Hilfestellung spezialisiert haben. Ihre Arbeit wird regelmäßig überprüft – so jüngst von der französischen Arzneimittelbehörde ANSM. Dabei fiel auf, dass die eingereichten Elektrokardiogramme („EKG“) offenbar von einer einzigen Person stammten statt von verschiedenen Studienteilnehmern. GVK Bio, ein Unternehmen, das in Indien nach fünf Standorte mit insgesamt rund 2400 Mitarbeitern unterhält, hält die Vorwürfe für unbegründet.

Von „schwerwiegenden Mängeln“ berichtet hingegen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, das den Vertriebsstopp in Deutschland einleitete. Es überprüfte 176 Zulassungen, deren Datengrundlagen GVK seit 2008 erarbeitet hatte. Bei 80 Arzneien, also 45 Prozent der überprüften Produkte, ruht nun die Zulassung, bis verlässliche Studien vorliegen. 15 Generikaproduzenten sind betroffen, darunter Branchengrößen wie Stada sowie europäische Tochtergesellschaften von Mylan und Dr. Reddy’s. Ein Fiasko, aber kein Einzelfall.

Denn die indische Pharmabranche ist selbst schwer erkrankt und taumelt von einer kritischen Diagnose zur nächsten. Dies vor allem, weil die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA indische Medikamente zuletzt genauer untersuchte – und massenweise aus dem Verkehr zog. Für Indiens Pharmabranche ist dies fatal. Das Land zählt mehr als 130 Produktionsanlagen, die von der FDA lizenziert wurden – mehr als jedes andere Land mit Ausnahme der USA. Doch fast immer, wenn die FDA in jüngster Zeit Mitarbeiter in indische Betriebe schickte, um nach dem Rechten zu sehen, endete die Werksvisite mit einem Eklat, der nachträglich bestenfalls hübsch verbal verklausuliert wurde. Im vergangenen Jahr hat die FDA mehr als zwanzig indische Anlagen mit einem Ausfuhrverbot in die USA belegt.

Müllberge, Rattenfalle, offene Latrinen, falsche Dokumente

Betroffen ist fast die gesamte Branche. Doch keine Firma traf es härter als Ranbaxy. Gleich vier Ranbaxy-Werke in Indien, die für den US-Markt produzierten, wurden mit dem Bann der Amerikaner belegt. Die Firma erfand Daten, behinderte die Aufklärung und einigte sich im Mai 2013 mit der FDA auf eine Strafzahlung von einer halben Milliarde Dollar. Auch die Wettbewerber hat die FDA auf dem Radar – etwa Wockhardt und den Branchenprimus Sun Pharma, der gerade Ranbaxy schluckt und damit zum fünftgrößten Generikaproduzenten der Welt aufsteigt.

Dabei geht es vor allem um zwei Kernprobleme. Zum einen sind die hygienischen Zustände, die Inspektoren auf dem Subkontinent vorfanden, oft suboptimal. Die FDA berichtet von Müllbergen in Pharmabetrieben, von Rattenfallen, offenen Latrinen und Toiletten „in totalem Verfall“. Zum anderen sind Dokumentenfälschungen weit verbreitet. Bei GVK betraf dies Zulassungsdaten. Doch auch die Datensätze, die bei der Produktion anfallen, werden nach Einschätzung der FDA oft manipuliert – ein Desaster, sind verlässlich-transparente Produktionswerte doch zentrales Element der Good Manufacturing Practices (GMP) der Branche. Wer dabei einmal lügt, dem glaubt man nimmermehr – oder sollte es jedenfalls nicht.

Die deutschen Aufsichtsbehörden schreckt die nun ins öffentliche Bewusstsein gerückte Medikamentenkrise auf. „Wir beobachten mit Sorge, dass immer mehr Studien in Schwellenländer außerhalb von Europa verlagert werden“, so Professor Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, gegenüber der „Welt“. Dort ließen sie sich „natürlich preiswerter durchführen als in Europa. Vor allem die Studien zu den Generika werden daher mittlerweile fast ausschließlich dort durchgeführt.“ Die pharmazeutischen Unternehmen – also die Auftraggeber – stünden in der Verantwortung.

„Engpass“ bei Medikamenten nicht ausgeschlossen

Dabei könnte alles noch viel schlimmer kommen. Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP), ein Gremium der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in London, nimmt gerade die Zulassungen von „ungefähr 1250“ in der EU vertriebenen Arzneien unter die Lupe, bei denen GVK Bio eine Rolle spielte. Die Schlussfolgerungen des CHMP und dessen Empfehlungen – nämlich ob „Zulassungen EU-weit aufrechterhalten, geändert, aufgehoben oder entzogen werden sollten“ – sind für Januar angekündigt.

Bleibt es bei der Durchfallquote von 45 Prozent, die sich im Zuge den Prüfungen des BfArM ergab, wären das etwa 560 Medikamente, die aus deutschen Apothekenregalen geräumt werden müssten. Ein theoretischer Wert; aber wenn Hunderte Arzneien auf einen Schlag verschwänden, könnte es in Deutschland zu einem „Engpass“, kommen heißt es hinter vorgehaltener Hand bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft in Berlin, der zuständigen Fachabteilung der Bundesärztekammer.

Der Vorstand der Arzneimittelkommission, Wolf-Dieter Ludwig, wiegelt allerdings ab: Den Vorwurf der systematischen Datenfälschung in Indien nennt er „hypothetisch“.

viaNachahmerpräparate: Die dreckige Medizin aus der „Apotheke der Armen“ – DIE WELT.

Polioviren in einem Fluss: Panne bei Pharmakonzern in Belgien

Ein Pharmakonzern hat in Belgien versehentlich mit Polioviren belastetes Wasser in eine Kläranlage entsorgt. Von dort gelangte die Lösung mit den Erregern in einen Fluss. Polio kann Kinderlähmung auslösen. An die Trinkwasserversorgung ist die Kläranlage jedoch nicht angeschlossen.

Der Vorfall geschah bereits am Dienstag südlich der Hauptstadt Brüssel, wurde aber erst am Samstag bekannt. Grund war ein Fehler beim Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK), wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Ein Mitarbeiter habe sich bei der normalerweise automatischen Reinigung eines Tanks vertan, erklärte ein GSK-Vertreter gegenüber Belga. 45 Liter belasteter Flüssigkeit flossen deshalb zur Kläranlage. Die Firma habe die Behörden sofort informiert, die folgenden Analysen hätten aber mehrere Tage gebraucht.

Sowohl das Unternehmen als auch die Behörden betonen Belga zufolge, das Risiko für die Bevölkerung sei äußerst gering. Die Viren seien nur stark verdünnt in die Umwelt gelangt, zudem seien praktisch alle Menschen in Belgien gegen Kinderlähmung geimpft. Gleichwohl riet ein Sprecher des Gesundheitsamtes in der belgischen „Le Vif“, sich vorerst vom Wasser des Flusses fernzuhalten.

viaPolioviren in einem Fluss: Panne bei Pharmakonzern in Belgien – SPIEGEL ONLINE.

Psychische Erkrankungen kosten doppelt

„Der Fall ist klar, die Regierungen haben noch viel zu tun.“ Für David Clark, Professor für experimentelle Psychologie an der Universität Oxford, steht ein großes Versäumnis westlicher Gesundheitspolitik fest: Im Bereich psychischer Erkrankungen gebe es viel Handlungsbedarf: mehr Therapiemöglichkeiten, weniger rein medikamentöse Eingriffe und eine breitere Verfügbarkeit von Betreuung auch für „leichtere“ Fälle wie Depressionen und Angstzustände.

Dabei bezieht sich Clark nicht nur auf medizinische Argumente. „Mehr psychologische Behandlungen wären gerade im Interesse der Finanzminister in den Industrienationen“, sagt Clark im Gespräch mit dem Standard.

Mit dieser Einschätzung weiß er auch die OECD hinter sich. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat in einer Studie, die Anfang des Monats vorgestellt wurde, die Gesamtkosten für psychische Erkrankungen in den Industrieländern auf rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung beziffert. Auf Basis von Daten aus dem Jahr 2010 summieren sich die Kosten auf 1842 Milliarden Euro weltweit. Auch in Österreich liegen die Kosten demnach bei einer zweistelligen Milliardensumme. Rund jeder fünfte OECD-Bürger leide aktuell an einer psychischen Erkrankung.

„Betreuung nutzt doppelt“

Geht es nach Clark, ließen sich diese enormen wirtschaftlichen Kosten allerdings gezielt senken. Mögliche Kosten für psychologische Betreuung würden vom Nutzen mehr als überwogen. „Das Mehr an Betreuung nützt gleich in doppelter Hinsicht“, sagt Clark. Einerseits führte sie effektiv dazu, dass andere Kosten im Gesundheitssystem deutlich gesenkt werden. Denn Patienten mit psychischen Leiden haben meist auch andere Beschwerden, die das Gesundheitssystem teuer kommen. Clark etwa hat für depressive und nichtdepressive Patienten die Therapiekosten für Herzerkrankungen, Rückenschmerzen, Asthma oder Epilepsie verglichen. Die Kosten liegen in manchen Fällen doppelt so hoch.

Ein zweiter Effekt wiegt vielleicht sogar noch schwerer. Denn psychische Erkrankungen kommen vor allem bei Menschen im Erwerbsalter vor (dort machen sie sogar jeden zweiten Krankheitsfall aus). Erfolgreiche Therapien könnten also über reduzierte Krankenstände, höhere Produktivität und mehr Kreativität auch ökonomisch mehr bringen, als sie kosten, glaubt Clark: „Wenn der Staat mit guten Programmen die Erwerbsquote erhöht, hat das wichtige Folgen für Steuereinnahmen.“ In einem Beitrag schreibt Clark sogar in einer aktuellen Studie: „Mehr psychologische Therapie würde nichts kosten.“

Wichtige Prävention

Ein Ausbau des Betreuungsangebots könnte auch präventiv wirken. Stress, Existenzängste und ein höherer Erfolgsdruck im Zuge der jüngsten Wirtschaftskrise könnten sich bald in den Statistiken niederschlagen, warnt Clark. „Eine gute Versorgung mit psychologischer Betreuung würde die Bevölkerung auch belastbarer für die Zukunft machen.“ In ihrer Studie kommt auch die OECD zu dem Ergebnis, dass in die Prävention und langfristige Betreuung zu wenig Mittel fließen. Die Betreuung sei „quer durch die OECD-Staaten“ ausbaufähig.

viaPsychische Erkrankungen kosten doppelt – Arbeitsmarkt – derStandard.at › Wirtschaft.

Über 90.000 Patienten in einem Jahr: Hautkrebs-OPs nehmen drastisch zu

Die Zahl der Hautkrebspatienten in den deutschen Kliniken ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 91.900 Patienten mit dieser Diagnose im Krankenhaus behandelt – das ist ein Anstieg um mehr als 23 Prozent binnen fünf Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zugleich war dies „die größte Zuwachsrate unter allen Krebsbehandlungen im Krankenhaus“.

Rund ein Viertel der Patienten 26,6 Prozent musste sich wegen eines bösartigen Melanoms, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs, behandeln lassen. Knapp drei Viertel 73,4 Prozent waren mit der Diagnose heller Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, in Behandlung. Heller Hautkrebs ist deutlich verbreiteter als der gefährliche „schwarze“ Hautkrebs, bildet aber seltener Metastasen.

viaÜber 90.000 Patienten in einem Jahr: Hautkrebs-OPs nehmen drastisch zu – n-tv.de.

Arzneimittelhersteller : Wettlauf gegen den Krebs

Rund 14 Millionen Menschen sind 2012 auf der Welt an Krebs erkrankt, 2032 werden es nach einer Prognose der Weltkrebsgesellschaft 22 Millionen sein – fast doppelt so viele. Die rasche Zunahme hängt einer am Montag veröffentlichten Studie zufolge mit der steigenden Lebenserwartung, aber auch mit ungesunden Lebensgewohnheiten zusammen. Für die Arzneimittelhersteller rund um die Welt birgt diese dramatische Entwicklung, so zynisch das klingen mag, ein großes kommerzielles Potential. Die Krebstherapie ist für die Konzerne schon jetzt ein florierendes Geschäft: Auf 65,6 Milliarden Dollar veranschlagt der Branchendienst IMS Health das Marktvolumen, so viel wie für keine andere Erkrankung. Und für die Zukunft wird überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Der Weltkrebstag, zu dem die Gesundheitsorganisation WHO an diesem Dienstag aufruft, dürfte deshalb auch in den Kalendern vieler Pharmamanager rot angestrichen sein.

Unangefochtener Marktführer ist der Schweizer Anbieter Roche, der drei sogenannte Blockbuster-Medikamente zur Krebstherapie im Sortiment hat, wie Präparate mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar im Jahr genannt werden. Aus Deutschland mischten bisher Bayer aus Leverkusen und Merck aus Darmstadt in diesem Geschäft mit. Nun versucht auch der dritte große einheimische Anbieter, Boehringer Ingelheim, das bisher vor allem mit Herz-Kreislauf- und Atemwegspräparaten erfolgreiche Familienunternehmen aus Rheinland-Pfalz, auf dem Markt Fuß zu fassen. Zwar wird in den Laboren schon seit 15 Jahren daran geforscht, aber erst im vergangenen Herbst wurde das erste Präparat aus der neu aufgebauten Sparte, das Lungenkrebsmittel Afatinib, von der europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen.

viaArzneimittelhersteller : Wettlauf gegen den Krebs – Unternehmen – FAZ.

Der 500. Atomtest der USA fand im März 1970 auf der Nevada Test Site statt, wobei Mehrfachsprengköpfe mit einer höheren Sprengkraft getestet wurden.

viaListe von Kernwaffentests – Wikipedia.

25-30 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind direkt auf das Rauchen zurückzuführen. Wer 1-9 Zigaretten täglich raucht, stirbt statistisch gesehen 4-mal häufiger an Lungenkrebs als ein Nichtraucher. Bei 10-19 Zigaretten ist das Risiko schon 7-mal so hoch.

Starkraucher, die mehr als 30 Zigaretten am Tag rauchen, sterben 20-mal so häufig an Lungenkrebs wie Nichtraucher. Allein die Zunahme an Lungenkrebs in den letzten Jahrzehnten (250% in den letzten 50 Jahren) macht die medizinischen Fortschritte in der Heilung von Krebserkrankungen zahlenmäßig wieder zunichte. Nimmt man den Lungenkrebs aus der Statistik heraus, zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Krebs-Heilungsquoten.

viaGesundheitliche Folgen durch Rauchen | Krebsgesellschaft.

Allein das Ritual des Pillenschluckens hilft: „Leere“ Tablette, große Wirkung

Allein das Ritual des

Pillenschluckens hilft„Leere“

Tablette, große Wirkung

Glaube versetzt Berge – und er heilt: Wer fest an ein Medikament glaubt, dem hilft es oft, auch wenn gar kein Wirkstoff enthalten ist. Das ist bereits bekannt. Neue Studien zeigen: solche Placebos wirken sogar, wenn die Patienten wissen, dass nichts drin ist!

Auch wirkstofflose Tabletten können Migräne-Patienten helfen. Das gilt einer Studie zufolge sogar dann, wenn die Behandelten wissen, dass sie Placebos nehmen. Allerdings erreichte ein Placebo im Durchschnitt nicht die Wirkung einer echten Tablette. Wissenschaftler an der medizinischen Fakultät der Harvard-Universität in Boston behandelten 66 Menschen bei insgesamt 459 Migräne-Anfällen entweder mit dem Wirkstoff Rizatriptan, mit einem Placebo oder gar nicht, wie sie im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ berichten.

Erwartungsgemäß wirkten die Placebo-Tabletten bei Patienten, die der Meinung waren, sie nähmen tatsächlich Medizin ein. Doch auch Menschen, die wissentlich wirkstofflose Tabletten schluckten, fühlten sich anschließend besser, als wenn sie gar nicht behandelt wurden. Die Wissenschaftler um die Neurologin Slavenka Kam-Hansen vermuten deshalb, dass nicht nur die Erwartung der Patienten Migränebeschwerden lindern kann, sondern auch das Ritual des Pillenschluckens: „Anders als die klassische Weisheit, dass Patienten auf Placebos ansprechen, weil sie denken, dass sie ein wirksames Medikament bekommen, stützen unsere Ergebnisse die Idee, dass die offene Gabe von Placebos bei der Behandlung hilft.“

„Elegant zusammengefasst“

Für das Reizdarmsyndrom und Depression haben Studien nach Angaben der US-Forscher in den vergangenen Jahren ebenfalls eine therapeutische Wirkung von Placebos bestätigt, über die Patienten im Bilde waren. \“Das sind alles Dinge, die an anderen Probandengruppen schon getestet wurden, aber noch nie so elegant zusammengefasst wurden\“, kommentierte Ulrike Bingel, die die Schmerzambulanz der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen leitet.

Die Wirkung der wissentlich eingenommenen Placebos könne Folge der Erfahrung sein, dass Tabletten normalerweise Schmerzen lindern, erklärte sie. Patienten fühlen dann eine Verbesserung, einfach nur, weil sie eine Pille einnehmen. \“Das ist ein gelernter, unwillkürlicher, reflektorischer Vorgang\“, sagte Bingel.

viaAllein das Ritual des Pillenschluckens hilft: „Leere“ Tablette, große Wirkung – n-tv.de.