Seltene Erden: China hat dominante Marktposition eingebüßt

Cash.Online: Seltene Erden sind für die Produktion von Smartphones, Computerchips und Solaranlagen unverzichtbar. Nach einer langen Hausse sind die Preise zuletzt signifikant gefallen. Was sind die Gründe?

Albrech: Dass die Nachfrage nach Seltenen Erden seit 2009 um fast ein Drittel zurückgegangen ist, führen wir darauf zurück, dass einerseits Unternehmen andere Produktionsverfahren entwickelt oder wiederentdeckt haben und andererseits sogenannte Substitute entdeckt wurden, mit denen die Industrie ebenfalls arbeiten kann. Dies macht sie unabhängiger von den Seltenen Erden.

Inwieweit wird China seinen Anteil an über 90 Prozent der globalen Produktion und somit seine Monopolstellung in Zukunft aufrechterhalten können?

Durch den seinerzeit enormen Anstieg der Nachfrage nach Seltenen Erden wurde die weltweite Suche nach weiteren Vorkommen stark vorangetrieben. Es wurden weitere Vorkommen zum Beispiel in Australien entdeckt.Viele Unternehmen können ihre Nachfrage nach Seltenen Erden inzwischen fast vollständig außerhalb von China decken. Aus unserer Sicht hat China mit seiner provokanten Vorgehensweise die anderen Marktteilnehmer nur zum Nachdenken gebracht.

Wie hat China die anderen Marktteilnehmer brüskiert?

Die anderen Marktteilnehmer auf der Nachfrageseite wurden dahingehend brüskiert, dass China die eigenen Speicher gefüllt hatte um auf diese Weise eine künstliche Angebotsknappheit zu erzeugen.

Dies führte zu rasant steigenden Preisen in den Jahren 2008 und 2009. Erst durch die bereits erwähnten wiederentdeckten Produktionsmethoden beziehungsweise die neuentdeckten Substitute verbesserte sich die Situation für die nachfragenden Marktteilnehmer.

viaSeltene Erden: China hat dominante Marktposition eingebüßt – Finanznachrichten auf Cash.Online.

Advertisements

Kirowograd Ukraine

Kirowograd ist die Hauptstadt der Region Kirowograd (Oblast). Kirowograd Oblast wurde in seiner heutigen Grenzen im Jahr 1939 gebildet. Sein Gebiet ist 24.600 km ², die 4,1% der gesamten Territorium der Ukraine macht, mit der Bevölkerung von 1.168.500 Menschen, die 2,4% des in der Ukraine ist. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 48 Personen / sq. km, gegen 83 Personen / sq. km in das Land als Ganzes. Die Oblast umfasst 21 administrative Rayons, 12 Städte, 4 von ihnen sind jene der regionalen Unterordnung, 26 Siedlungen städtischen Typs und 1024 Land-Art Siedlungen. Die städtische Bevölkerung macht 61,2% der Gesamtzahl in der Region, gegen 67,9% in der Ukraine. Über 30 ethnische Gruppen sind in der Oblast vertreten: 85,3% Ukrainer, Russen 11,7%, und andere.

Die Kirowograd Region befindet sich im Zentrum der Ukraine, im Dnjepr und dem südlichen Buh interfluves. Eine Markierung des geografischen Zentrum der Ukraine wurde im Rayon Dobrovelychkivka setzen.

Das gemäßigte warme Klima, die Verfügbarkeit der Einlagen von Radon und Mineralwässern (Reserven von rund 150.000 cu. M / Jahr), Waldflächen, Wiesen und Flüsse schaffen günstige Voraussetzungen für die Organisation von kurz-und langfristige Erholung sowie eine Netz von Resort-Einrichtungen therapeutisch.

Die Oblast Position im Zentrum der ukrainischen kristalline Massiv bestimmt die Herkunft der große Vorkommen an seltenen Metallen. Die Verfügbarkeit einer ganzen Reihe von Erzen Erscheinungsformen: Wolfram, Kupfer, Molybdän, Apatit, Uran, Gold und Silber, Wismut, Zinn, Blei, Beryllium, Antimon, Tantal und Niob, ist das charakteristische Merkmal der Kirowograd metallogene Zone

Die Mineral-und Rohstoff Potenzial der Region umfasst über 340 Lagerstätten von Mineralien, wobei 107 von ihnen entwickelt. Diese sind: Braunkohle, Erz Rohstoffe, Rohstoffe für die Atomindustrie (Uran), Nicht-Erz Mineralien.

Die wichtigsten Menge an Mineralien ist von offenen Gruben, die günstige Bedingungen schafft für die Entwicklung des Bergbaus in der Region ausgegraben.

Die Gold-Lagerstätten in den letzten Jahrzehnten entdeckt, sind die Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Goldgewinnung und Gold-verarbeitenden Sektor in der Region. Laut Geologen Stellungnahme kann die Ablagerungen von Platin, Diamanten, Chrom, Wolfram und seltene Metalle sowie entdeckt zu werden.

Die Region ist seit Kirowograd längst als eine Region mit gut entwickelten landwirtschaftlichen Produktion bekannt. Die natürlichen klimatischen Bedingungen und Tiefschwarz Böden (Schwarzerde) sind günstig für den Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Eine Reihe von organisatorischen, Agrar-und Wald-Rückgewinnung, Wasserkraft und andere technische Maßnahmen mit dem Ziel der rationellen Nutzung der Bodenressourcen worden.

Die Oblast ist positiv und liegt geographisch hat ein entwickeltes Verkehrsnetz.

Die Kirowograd Region wird von Haupt-Eisenbahnen für den Transport im Donbass-Karpaten Richtung Verknüpfung der wichtigsten industriellen und landwirtschaftlichen Regionen des Südens mit der Süd-West und Zentrum der Ukraine überquert. Das Verkehrsnetz umfasst 926 km von Eisenbahnen. Die Netzdichte ist 38 km je 1000 km ². Die Region verfügt über 10 Kirowograd Autobahnen 728,7 km lang in praktischen Richtungen, die Ukraine führt mit den Ländern der GUS und Mittel-und Südeuropa. Die Autostraßen Dichte ist 308,5 km je 1000 km ².

Die Kirowograd Flughafen entspricht der 3. Kategorie der ICAO. Verkehrsmittel Flugzeug wird vom Staat Luftfahrtunternehmen “Ukrainian Airlines” durchgeführt. Es gibt zwei kommerzielle Fluggesellschaften: “Urga” und “Tschaika”, arbeitet an International Air Lines

viaKirowograd Ukraine – – Uran StudieArtikel und Übersetzungen.

„Club of Rome“ warnt: Rohstoffe schon bald zu teuer

Die moderne Zivilisation ist abhängig von Öl, seltenen Erden und Phosphat – doch diese Rohstoffe kann sie sich bald nicht mehr leisten. Zu diesem Ergebnis kommt der Forscherverbund „Club of Rome“ in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht „Der geplünderte Planet“. Die Forscher warnen darin vor einer Verknappung von Ressourcen und dem Zusammenbruch des Ökosystems. Schon lange bevor der Welt die Rohstoffe ausgingen, werde sie sich die Ausplünderung aber nicht mehr leisten können, betonte der italienische Autor und Chemiker Ugo Bardi in Berlin.

Bald müsse man mehr Energie in die Förderung von Öl und Gas investieren als man herausbekomme, sagte Bardi. „Schon jetzt verbraucht die Bergbau-Industrie zehn Prozent des weltweit hergestellten Diesel-Kraftstoffs.“ Es seien fast nur noch Ressourcen mit geringer Konzentration übrig, für die man immer tiefer bohren und – wie beim Fracking – teurere Technologien anwenden müsse.

Das „Verglühen des fossilen Feuers“ und die Zerstörung des Ökosystems mit hohen Konzentrationen von Treibhausgasen, versauerten Ozeanen und überfluteten Küsten werden die Erde nach Bardis Ansicht verwandeln. „Sie machen uns zu Bewohnern eines neuen Planeten – eines Planeten mit ganz anderen klimatischen Bedingungen und einer geringeren Ressourcenverfügbarkeit“, schreibt er.

Mit dem Verschwinden fossiler Brennstoffe könne die Welt zu einer agrarischen Gesellschaft zurückkehren, malt der Chemiker ein düsteres Bild. Wenn es gelänge, die Stromerzeugung mit anderen Mitteln – wie etwa der Solarenergie – aufrechtzuerhalten, müsse ein neues System zwar auf Autobahnen und Flugverkehr verzichten, nicht aber auf Internet, Roboter, Kommunikation über große Distanzen und Ernährungssicherheit.

Der Report erscheint 41 Jahre nach dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, der den „Club of Rome“ 1972 bekanntgemacht hatte. Auch hier hatte der Forscherverbund bereits vor dem Ende der Rohstoffe und vor Umweltzerstörung gewarnt. Ein großer Teil der Prognosen sei eingetreten, betonte „Club of Rome“-Vizepräsident Ernst-Ulrich von Weizsäcker. „Die Probleme haben sich vergrößert, nicht verkleinert.“

Der neue Report „Der geplünderte Planet“ zeige auch, dass die Energiewende nur eine Vorstufe einer Ressourcenwende sein dürfe, sagte Maja Göpel vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Bereits jetzt würden so viele Rohstoffe verbraucht, dass ein Nullwachstum für eine nachhaltige Entwicklung nicht ausreiche.

via„Club of Rome“ warnt: Rohstoffe schon bald zu teuer – Industrie – Unternehmen – Handelsblatt.

China gab Glencore grünes Licht für Viterra-Kauf

Der Übernahme des kanadischen Getreidehändlers Viterra durch den Schweizer Rohstoffriesen Glencore steht nichts mehr im Weg. Das chinesische Handelsministerium habe die Akquisition bewilligt, teilten beide Unternehmen mit.

Somit sei die letzte regulatorische Voraussetzung für den Kauf erfüllt, hieß es. Der Vollzug der Übernahme sei damit laut einer Absprache mit Viterra für den 17. Dezember 2012 vorgesehen, schrieb Glencore. Ursprünglich wurde erwartet, dass das 6,1 Mrd. kanadische Dollar (4,7 Mrd. Euro) schwere Geschäft bereits Ende Juli dieses Jahres abgeschlossen werde. Viterra ist für Glencore vor allem wegen seiner Getreidespeicher in Kanada und seiner Lagerkapazitäten in Australiens Häfen attraktiv. Glencore ist der weltweit größte Rohstoffhändler.

viaAPA – Austria Presse Agentur – China gab Glencore grünes Licht für Viterra-Kauf.

Rohstoffe werden knapp: Industriekommissar Tajani fordert in Berlin gemeinsames Vorgehen

EU-Industriekommissar Antonio Tajani hat ein gemeinsames Vorgehen in der EU für eine sichere Rohstoffversorgung eingefordert.

In Berlin sagte Tajani heute (Mittwoch), Rohmaterialien seien der Schlüssel zum Erfolg der Industrie. Die weltweit starke Nachfrage sowie protektionistische Maßnahmen hätten jedoch zu Lieferengpässen geführt, sagte Tajani auf dem Kongress der CDU/CSU-Bundestags -Fraktion zum Thema „Werte und Wertschöpfung – Rohstoffsicherheit für Deutschland und Europa“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Wir sind derzeit mit Herausforderungen konfrontiert, die weder schnell noch auf rein nationaler Ebene zu lösen sind“ sagte Tajani. Neben der Kooperation mit anderen Staaten, wie Japan und den USA, sowie der effektiven Nutzung der eigenen Ressourcen, sieht der Kommissar die Lösung vor allem in Forschung und Innovation. Tajani betonte, zwischen der deutschen und europäischen Rohstoffstrategie bestünden klare Synergien. Als gute Beispiele lobte er die Gründung der Deutschen Rohstoffagentur und des Ressourcen-Effizienzprogramms.

Der Vizepräsident der Kommission ist noch bis Donnerstag in Berlin. Neben seinem Besuch im Bundestag, trifft er Verkehrsminister Peter Ramsauer und Wirtschaftsminister Philipp Rösler sowie Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverband des deutschen Handwerks, Dieter Hundt, Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hans Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutscher Industrie- und Handelskammertag und Peter Meyer, Präsident des ADAC.

viaRohstoffe werden knapp: Industriekommissar Tajani fordert in Berlin gemeinsames Vorgehen.

Europas Kampf um Rohstoffe

Der Verteilungskampf um Rohstoffe wird härter. Seitdem der Ressourcen-Hunger neuer Technologien die Märkte leer fegt, suchen die europäischen Industrienationen Wege aus der Krise.

Es sind die Stoffe, die High-Tech-Träume wahr werden lassen: Seltene Rohstoffe wie Rhodium, Tantal, Kobalt oder Coltan stecken in fast allen innovativen Produkten. Ohne diese Metalle und Mineralien gäbe es keine Mobiltelefone, iPads, Flachbildschirme, Katalysatoren oder Elektroautos. Ohne sie wäre die moderne Welt einfach nicht mehr modern. Mit den enormen Möglichkeiten durch ihre Verwertung sind aber auch enorme Abhängigkeiten entstanden – vor allem für die europäische Industrie, die viele dieser Rohstoffe nahezu vollständig importieren muss. Für Brisanz sorgt die rasante Nachfrage, mit der das Angebot kaum Schritt hält. Versorgungsängste werden auch von China geschürt, das seine Exporte gedrosselt hat, um den wachsenden Eigenbedarf zu stillen. Eine bedrohliche Entwicklung für Europa, weil es im besonderen Maße am Tropf Chinas hängt. Bereits jetzt geben die Klagen von Unternehmen über sich abzeichnende Versorgungsengpässe und gestiegene Preise Anlass zur Sorge.

Innovationspartnerschaft für Rohstoffe

Seit Jahren überlegt die EU, wie Europa im globalen Poker um wertvolle Bodenschätze mithalten kann. Im Februar 2011 stellte die EU-Kommission ihre lang erwartete Rohstoffstrategie vor. Vielen Kritikern ging sie aber in wichtigen Details nicht weit genug. Rund ein Jahr später hat die Kommission nun nachgelegt und in ihrem Vorschlag einer „Innovationspartnerschaft für Rohstoffe“ einige Punkte ihrer Strategie konkretisiert. Von einem ganzheitlichen Ansatz ausgehend sollen EU-Mitgliedstaaten, Unternehmen sowie private und öffentliche Forscher gemeinsam die Erkundung, Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen voranbringen.“Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um Europas enormes Potenzial an Rohstoffen auszuschöpfen. Darin liegt der Schlüssel für die Fähigkeit Europas, heute die Technologien von morgen zu entwickeln“, schreibt Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, in seiner Presserklärung. In welcher Form dies alles genau geschehen soll, ist noch unklar.

Die Kommission hat dafür konkrete Ziele festgelegt, die spätestens im Jahr 2020 erreicht werden sollen. Innerhalb von ein bis drei Jahren sollen erste Ergebnisse vorliegen. Im Kern geht es darum, eigene Rohstoffquellen anzuzapfen, auch um die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren. Die EU-Kommmission gibt sich optimistisch. Ihr liegen Schätzungen vor, nach denen in Europa Bodenschätze im Wert von rund 100 Milliarden Euro lagern – allerdings in Tiefen von 500 bis 1000 Metern auf dem Festland und im Meeresboden. Der Rohstoff-Experte des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, Hubertus Bardt, bezeichnet den Plan gegenüber der Deutschen Welle als einen wertvollen Schritt: „Er kommt etwas spät, aber wenn gelingt, was man sich vorgenommen hat, ist Europa auf einem richtigen Weg.“ Man könne aber nur wettbewerbsfähig sein, wenn die Bodenschätze „zu verträglichen Kosten abbaubar sind“.

Elektroschrott besser recyceln

Dessen ist sich auch die EU-Kommission bewusst. Neue Technologien sollen deshalb helfen, die schwer zugänglichen Materialien günstig und effizient abzubauen. So könnte der Bergbau nach EU-Angaben durch Fernsteuerung und Automatisierung wettbewerbsfähiger und nachhaltiger werden. Zudem sollen Ersatzstoffe für natürliche Ressourcen entwickelt und Rohstoffe in elektronischen Geräten umweltverträglicher wiederverwertet werden. Schon wenige Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit von Recycling: Im Durchschnitt erzeugt jeder EU-Bürger pro Jahr 17 Kilogramm Elektroschrott. Bereits bis 2020 rechnet die EU mit einer Steigerung auf 24 Kilogramm.

Auch deshalb werden wohl alle EU-Staaten einer Innovationspartnerschaft grundsätzlich zustimmen. Konflikte drohen aber, wenn es um die konkrete Umsetzung und um Detailfragen geht. „Es ist leider jetzt schon so, dass nicht alle Länder an einem Strang ziehen“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Reinhard Bütikofer, der Deutschen Welle. Als Beispiel nennt er den Umgang mit Elektroschrott. Dies sei eigentlich eine großartige Rohstoffquelle, weil darin viele seltene Metalle enthalten seien, die man wiederverwerten könnte: „Und trotzdem wird Elektroschrott in großem Umfang illegal aus der EU exportiert, dann irgendwo verbrannt und entsorgt. Das vergiftet die Böden, zerstört die Gesundheit von Kindern in der Dritten Welt und die Rohstoffe gehen weitgehend verloren.“ Dabei käme es nur darauf an, dass die Mitgliedsländer der EU die bestehende Gesetzgebung konsequent umsetzten – doch dies werde in den verschiedenen Staaten noch sehr unterschiedlich gehandhabt.

„China hat kein Rohstoffmonopol“

Bütikofer ist aber zuversichtlich, dass die Innovationspartnerschaft dazu führt, dass Europa nicht so leicht von China erpresst werden kann. Weil die eigenen Rohstoffe aber bei weitem nicht ausreichten, solle die EU mit anderen Förderländern in Afrika oder Südamerika faire Rohstoffpartnerschaften aufbauen. „Bei einigen seltenen Rohstoffen ist China sehr dominant, aber nur deswegen, weil Europa und auch die USA nichts dagegen unternommen haben. Es ist keinesfalls so, dass China ein Monopol hätte“, sagt Bütikofer. Auch der Rohstoffexperte Bardt glaubt, dass sich Europa nur mit ausländischer Hilfe aus der chinesischen Importfalle befreien könne. Die große Herausforderung sei, die Märkte offen zu halten, damit das Gleichgewicht zwischen Import und Export von Rohstoffen nicht gestört wird: „Das ist auch der große Streit mit China, das seine Märkte abschottet und versucht, Produktionen aus Europa und den USA ins Land zu holen.“ In der letzten Zeit hatte die Regierung in Peking immer wieder versucht, ausländische Käufer zu zwingen, Rohstoffe bereits in China halbfertig zu verarbeiten. Damit würden die Chinesen eine größere Wertschöpfung in ihr Land holen. Auf Ebene der internationalen Handelsverhandlungen „muss Europa dagegenhalten“, fordert Bardt. Auch deswegen hofft die EU, dass sie durch die Erschließung eigener Rohstoffquellen eine bessere Verhandlungsbasis hat.

viaEuropas Kampf um Rohstoffe | Europa | DW.DE | 06.03.2012.

 

EU setzt auf „Schatzsuche“ daheim

Rohstoffimporte werden teurer, die Staatskassen sind eher leer, und die Konjunkturprognosen für die Euro-Zone bzw. in der EU sind für dieses Jahr bescheiden. Brüssel will deshalb künftig verstärkt eigene Quellen anzapfen. Helfen sollen dabei moderne Technologien, die es ermöglichen, tiefer in die Erde vorzudringen, wie die EU-Kommission mitteilte.Laut Brüssel lagern in Europa Rohstoffe im Wert von rund 100 Milliarden Euro in Tiefen zwischen 500 und 1.000 Metern unter der Erde. Automatisierung und ferngesteuerte Maschinen sollen es längerfristig ermöglichen, diese Vorkommen zu erschließen. Außerdem soll die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Elektroschrott forciert werden. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um Europas enormes Potenzial an Rohstoffen auszuschöpfen“, sagte EU-Industriekommissar Antonio Tajani.90 Millionen Euro Förderungen pro JahrEinem Vorschlag der Kommission vom Mittwoch zufolge sollen die EU-Mitgliedsstaaten, Unternehmen und Wissenschaftler in einer Innovationspartnerschaft zusammenarbeiten. Insgesamt stünden für die Initiative ab 2014 insgesamt 90 Millionen Euro pro Jahr bereit, sagte Tajani. Eine solche Partnerschaft könne auch wesentlich die Abhängigkeit Europas von Importen verringern.Fundgrube ElektroschrottUm die Entwicklung zu beschleunigen, schlug die Kommission konkrete Ziele vor, die bis 2020 erreicht sein sollten. Dazu zählen Pilotprojekte etwa in der Rohstoffgewinnung, mehr Effizienz beim Materialeinsatz sowie ein Netz von Forschungszentren. Auch Recycling sei entscheidend: Nach Angaben der Kommission produziert jeder EU-Bürger im Durchschnitt pro Jahr 17 Kilogramm Elektroschrott. Bis 2020 werde diese Zahl auf 24 Kilogramm steigen.Zu den knappen Rohstoffen zählen vor allem die seltenen Erden, die für Elektromobilität, Windenergie, Katalysatoren, Informations- und Kommunikationstechnik unerlässlich sind. China verfügt über ein Drittel der Vorkommen weltweit und versorgt den Weltmarkt zu 97 Prozent. Seit 2009 beschränkt Peking allerdings die Exporte.Deutsche Industrieriesen starten InitiativeVor allem die deutsche Industrie will sich auf den Weltmärkten stärker in Stellung bringen und den Aufbau einer „Allianz zur Rohstoffsicherung“ auf die Beine stellen. Zweck ist die Beteiligung an Rohstoffprojekten im Ausland. Zu den zwölf Gründungsfinanziers gehören die Chemieriesen BASF und Bayer, die Autobauer Daimler und BMW, der Zulieferer Bosch und der Stahlkonzern ThyssenKrupp.Deutschland hat von den 27 EU-Staaten den größten Bedarf an Rohstoffen, zahlreiche unverzichtbare metallische Primärrohstoffe müssen, wie in anderen europäischen Ländern auch, bisher zu 100 Prozent importiert werden.

viaEU setzt auf „Schatzsuche“ daheim – news.ORF.at.